MUNOL in Lübeck: 450 Schüler diskutieren internationale Themen
Lübeck: Bereits zum 29. Mal verwandelt sich Lübeck in eine internationale Bühne der Diplomatie: Die Model United Nations of Lübeck (MUNOL) bringen in diesem Jahr rund 450 Jugendliche aus neun Ländern zusammen und das vollständig organisiert von Schülerinnen und Schülern.
Vom 14. bis 19. Lebensjahr bringen die Delegierten aus 30 Schulen ihre Ideen, ihre Energie und ihren Willen zur Veränderung mit. In 12 Komitees simulieren sie die Arbeit der Vereinten Nationen, verhandeln, debattieren und ringen um Kompromisse auf Englisch, auf Augenhöhe, mit echtem Herzblut.
„Bridging the Divide – Ending Global Inequalities“ lautet das diesjährige Konferenzthema. Kaum ein Thema könnte relevanter sein: Die Schere zwischen Arm und Reich wächst weltweit unaufhörlich, während nationalistische und isolationistische Strömungen internationale Zusammenarbeit zunehmend erschweren. Genau hier setzt MUNOL ein Zeichen: Junge Menschen setzen sich an den Tisch, hören zu und suchen gemeinsam nach Antworten, die Politiker oft schuldig bleiben.
Was 1998 als kleine Idee begann, ist heute eine der traditionsreichsten Schülerkonferenzen Norddeutschlands. Das Besondere daran: Hier organisieren Schüler für Schüler. Rund 150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer stemmen die gesamte Konferenz von der Logistik über das Programm bis hin zur diplomatischen Protokollführung. Kein professioneller Veranstaltungsapparat, keine bezahlten Koordinatoren. Nur junge Menschen, die Verantwortung übernehmen und dabei über sich hinauswachsen.
Seit fast drei Jahrzehnten ist MUNOL fest in Lübeck verwurzelt und hat Tausende Jugendliche geprägt. Viele von ihnen berichten, dass die Konferenz ihr Interesse für Politik, internationale Beziehungen und gesellschaftliches Engagement erst geweckt hat.

Zur Eröffnung sprach der Lübecker Bundestagsabgeordnete und SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf ein Grußwort. Fotos: Harald Denckmann
Text-Nummer: 179580 Autor: MUNOL/red. vom 19.05.2026 um 17.08 Uhr
