K.O.-Tropfen: Vortrag und Diskussion mit einer Betroffenen
Stockelsdorf: Auch wenn man denkt, über die Gefahr von K.O.-Tropfen Bescheid zu wissen, kann es passieren. In der Disco, im Bekanntenkreis und auf Partys: Unbemerkt wird das Betäubungsmittel ins Glas gegeben oder in anderer Weise verabreicht, das Opfer verliert das Bewusstsein, wird beraubt oder missbraucht, immer mit dramatischen Folgen. Am 03. Juni 2026 gibt es dazu einen Vortrag im Stockelsdorfer Rathaus.Petra Glueck aus Niedersachsen war ein Opfer dieses Betäubungsmittels. Sie wurde als junge Frau auf einem Klassentreffen von ihren ehemaligen Mitschülern mit K.O.-Tropfen handlungsunfähig gemacht und sexuell missbraucht. Nach vielen Jahren des Schweigens und der Scham erkrankte sie schwer an einer posttraumatischen Belastungsstörung und hat mit professioneller Hilfe die Folgen dieses Verbrechens aufgearbeitet und in einem Buch zusammengefasst.
Seitdem hat es sich Petra Glueck zur Aufgabe gemacht, über diese Droge aufzuklären, anderen Betroffenen Mut zu machen und die Öffentlichkeit und Begleitpersonen für das richtige Verhalten im Falle der Verabreichung zu sensibilisieren.
Am Mittwoch, 3. Juni 2026, ist Petra Glueck für ihren bewegenden Vortrag im Sitzungssaal des Rathauses der Gemeinde Stockelsdorf zu Gast. Begleitend dazu informiert eine Mitarbeiterin des Frauennotrufs Ostholstein über ihre Arbeit, insbesondere über die Angebote für Mädchen und junge Frauen. Um 18.30 Uhr ist die interessierte Öffentlichkeit zu diesem wichtigen Vortrag mit Lesung und Austausch in den Sitzungssaal des Rathauses eingeladen.
Am folgenden Tag kommt Frau Glueck mit den Schülerinnen und Schülern des 9. Jahrgangs der Gemeinschaftsschule Stockelsdorf ins Gespräch.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten: buecherei@stockelsdorf.de oder 0451/4901-470.

Der Vortrag findet im Sitzungssaal des Rathauses der Gemeinde Stockelsdorf statt. Foto: Gemeinde Stockelsdorf
Text-Nummer: 179641 Autor: Veranstalter/red. vom 01.06.2026 um 08.37 Uhr

Kommentare zu diesem Text:
Ein ehemaliger Suchtberater
schrieb am 01.06.2026 um 20.32 Uhr:
Allen Party-Gängern, Club-Besuchern und im "Bekanntenkreis" sei so ein Vortrag dringend angeraten!
Eindringlichsten Warnungen zum Trotz sind die Heranwachsenden immer noch und wieder viel zu leichtsinnig!
Schon zu meiner aktiven Zeit als Suchtberater war dann - nach der Katastrophe - das Gejammer und der Schaden groß!
Heute gilt noch mehr: Prävention ist wichtiger und billiger als dummer Leichtsinn!
Also: Hingehen, zuhören, merken!
Besser vorsichtig, als vergewaltigt und krank!