Nach Cyber-Angriff: UKSH richtet E-Mail-Adresse für Fragen ein
Lübeck - St. Jürgen: Das Unternehmen Unimed wurde im April von Cyberkriminellen angegriffen. Unimed rechnet für zahlreiche Kliniken in Deutschland die Leistungen bei Patientinnen und Patienten mit privater Krankenversicherung beziehungsweise privater Zusatzversicherung und bei Selbstzahlern ab. Bei dem Cyberangriff auf Unimed wurden unter anderem Patientendaten des UKSH entwendet, die Unimed für die Abrechnung von Privatrechnungen nutzte.Daten aus kassenärztlichen Behandlungen sind nicht vom Cyberangriff auf Unimed betroffen, diese werden nicht über Unimed abgerechnet. Das UKSH hat für Patienten eine E-Mail-Adresse für Fragen eingerichtet. Sie lautet: datenschutz.em@uksh.de.
Das genaue Ausmaß und die Folgen des Datendiebstahls sind dem UKSH noch nicht abschließend bekannt. Nach vorläufiger Information wurden mindestens 9000 UKSH-Datensätze bei Unimed geklaut. Der Großteil der jährlich über 500.000 Patientinnen und Patienten des UKSH ist damit nicht vom Angriff auf Unimed betroffen, auch weil der weitaus größte Teil davon reine Kassenleistungen in Anspruch nimmt. Weitere Informationen zum aktuellen Stand gibt es unter folgendem Link: Cyberangriff auf Abrechnungsdienstleister des UKSH.
Das UKSH hat von Unimed eine vollständige Aufklärung des Sachverhaltes gefordert. Daran anschließend wird das UKSH in Absprache mit der Landesdatenschutzbehörde Betroffene informieren. Nach aktuellem Stand ist dies frühestens ab kommender Woche möglich.
„Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten Daten überhaupt. Ihr Diebstahl ist ein schwerwiegender Eingriff für die Betroffenen. Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst und fordern vom Dienstleister lückenlose Aufklärung. Parallel prüfen wir rechtliche Schritte gegen Unimed“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender (CEO) des UKSH.

Das UKSH hat für Patienten eine E-Mail-Adresse für Fragen eingerichtet. Foto: Archiv
Text-Nummer: 179710 Autor: UKSH/red. vom 27.05.2026 um 15.39 Uhr
