IHK zur A 20: Der Norden braucht Bagger statt Blockaden!
Schleswig-Holstein: Archiv: Zum offiziellen Spatenstich für den Weiterbau der A 20 bei Bad Segeberg erklärt Thomas Buhck, Präsident der IHK Schleswig-Holstein: „Mit dem heutigen Spatenstich feiern wir einen Etappensieg für unseren Wirtschaftsstandort. Dass Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther heute persönlich vor Ort sind, beweist den breiten politischen Willen für diese Lebensader.“
Ein Blick auf die nackten Zahlen macht klar: Mit der bisherigen Planungsgeschwindigkeit können die drängenden Infrastrukturprobleme zeitlich in keiner Weise gelöst werden. Tagtäglich stehen Fahrzeuge unserer Betriebe, Logistiker und Pendler im Dauerstau, was sich zurzeit täglich in Bad Segeberg beobachten lässt. Auch wenn Besserung in Sicht ist, verbrennt der ständige Stillstand Geld und bremst die norddeutsche Energiewende aus. Zwar weist der Bundesverkehrsminister mit dem neuen Infrastruktur-Zukunftsgesetz in die richtige Richtung, aber wir brauchen jetzt die Realisierung und ein Umdenken auf allen Ebenen: Nötig sind ein Turbo-Planungstempo, ein Ende der Bürokratiespirale und beschleunigte Gerichtsverfahren.
Nächstes Nadelöhr im Visier: Keine Ausreden mehr beim Elbtunnel!
Soll die A 20 kein teures Stückwerk bleiben, gilt es ab heute, das entscheidende Nadelöhr an der Elbe freizuräumen. Niedersachsen hat bereits geliefert und das Kehdinger Kreuz nach dem jüngsten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. Mai dieses Jahres rechtssicher gemacht. Auch für den neuen Elbtunnel besteht Baurecht. Aufgrund der rechtlichen Verknüpfung dürfen die Bagger am Tunnel jedoch erst anrollen, wenn das schleswig-holsteinische Anschlussstück – die Strecke von der A 23 bei Steinburg bis zur Elbe – endlich grünes Licht hat.
Gegen dieses entscheidende Puzzleteil läuft allerdings seit April eine Klage des BUND. Vor diesem Hintergrund appellieren wir an die Landesregierung und die Planer der DEGES: Nutzen Sie den Rückenwind und den ‚Segeberger Weg‘ des pragmatischen Dialogs! Setzen Sie sich mit den Kritikern an einen Tisch, um diese Blockade schnellstens aus dem Weg zu räumen! Unser Appell an die Politik ist unmissverständlich. Wie versprochen muss gelten: Was Baurecht hat, muss gebaut werden.“
Kommentare zu diesem Text (12):
Skagerrak
schrieb am 28.5.2026 17.36 Uhr:
Na endlich, das wurde auch Zeit. Das Daniel G. Northvolt persönlich vor Ort war, beweist für mich allerdings gar nichts.
Hops
schrieb am 28.5.2026 18.54 Uhr:
Na dann man los. Tag und Nacht 7 Tage die Woche. Es gibt viel aufzuholen Vernünftige Arbeit für vernünftige Bezahlung
Mocker
schrieb am 28.5.2026 19.27 Uhr:
Nach so einer langen Verzögerung gibt es unter normalen Menschen keinen Grund zum Feiern. Aber so ist deren Natur. Mit einem Fahrzeug, Schienen- Fahrzeuge ausgenommen, erreicht man von Hamburg aus die Landeshauptstadt Kiel in kürzerer Zeit, als wenn man von Lübeck nach Kiel fährt. Das wird auch noch lange so bleiben. Das ist so wie mit dem Intercity von Hamburg nach Sylt. Feiert man ruhig mit Ruhe.
SchaufelnStattBagger
schrieb am 28.5.2026 23.23 Uhr:
@Hops:
Es sind 7 Jahre Bauzeit für die 10 km geplant. Das schafft man nicht im Mehrschichtbetrieb, das funktioniert nur im 1 Schichtbetrieb mit 32 Stunden Woche und Verzicht auf modernes Arbeitsgerät.
Finn Schneider
schrieb am 29.5.2026 7.22 Uhr:
Kommt der super gute offenporige Asphalt zum Einsatz? Der alle (8:2)×0,5 Jahre erneuert werden muss.
(...)
finnschneider9@web.de
Matthias
schrieb am 29.5.2026 9.26 Uhr:
@SchaufelnStattBagger
Überflüssiges Gesabbel.
Führt zu nichts.
Kattegat
schrieb am 29.5.2026 9.51 Uhr:
@Skagerrak
Ihr Kommentar zeigt auf sehr schöne Weise das Problem unserer Gesellschaft: Viele Menschen sind nicht in der Lage, eine mehr oder weniger sinnvolle Aussage zu formulieren, ohne verkappte Hassbotschaften hineinzupacken. Was hat denn "Daniel G. Northvolt" mit der eigentlichen Aussage ihres Kommentars zu zu tun? Oder war da der Name im Fettgedruckten Teil der Nachricht ein ausreichender Trigger, um das Gehirn auszuschalten und mit primitiven "Wortspielen" zu zeigen, wo ihre Kommunikationsfähigkeiten einzustufen sind?
Klausi
schrieb am 29.5.2026 11.05 Uhr:
@Kattegat Zitat(....Was hat denn "Daniel G. Northvolt" mit der eigentlichen Aussage ihres Kommentars zu zu tun..) Zitat Ende
Ganz einfach:
Wenn es um ideologische Ziele geht, die Ideologen passen und diese an der Macht sind, können derartige Projekte ganz schnell durchgesetzt werden und zwar aauch bei Projekten, wo man mal eben 600 Millionen auf Steuerzahlerkosten einsetzt, weil man ideologisch verblendet ist!
Bei Projekten, die der Wirtschaft und den Menschen zum schnelleren Vorankommen dienen, wird den Organisatoren Knüppel zwischen die Beine geworfen und diese jahrelang mit Klagen überhäuft.
Dieses Projekt hätte lange fertig sein können und die Bewohner in Bad Segeberg entlastet. Aber das war ja nun für einen aufstrebenden Grünen und seine Partei mit ihren NGOs ein Dorn im Auge - diese selbst wohnen ja auch dort nicht und müssen den Verkehr durch das Nadelöhr nicht ertragen!
Skagerrak
schrieb am 29.5.2026 12.42 Uhr:
@Klausi: Vielen Dank. Kattegat scheint am Verstehlimit zu leben. Mein Hinweis an Northvolt war keine verkappte Hassbotschaft, wie mir unterstellt wird. Natürlich bin ich richtig sauer, wenn aus idiologischen Gründen, mal eben 600 Mio. an Steuergeldern versenkt werden. Der Landesrechnungshof hat bei Northvolt schwere Verstöße gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot und die Aktenordnung attestiert.
Wenn ich als verantwortlicher Politiker soetwas zu verantworten hätte, würde ich mich in Grund und Boden schämen, meinen Rücktritt einreichen und mich nicht schon wieder beim nächsten Großbauprojekt, hier die A20, blicken lassen.
Lothar F.
schrieb am 29.5.2026 13.08 Uhr:
Ich finde es super, daß Daniel Günther vor Ort war. Schließlich hat er sich jahrelang für den Weiterbau engagiert.Ganz schlecht finde ich die Haltung von BUND und anderen Organisationen, denen ist das Leben der Menschen in Bad Segeberg egal, Hauptsache irgendwelche Käfer wurden gerettet. Nur zur Info: Die Fledermäuse wurden bedroht und auch getötet durch Ratten und andere Nager.
Malina
schrieb am 29.5.2026 17.09 Uhr:
Ich finde es auch klasse, dass Daniel Günther persönlich vorbeigeschaut hat – Engagement vor Ort wirkt einfach anders als jede Pressemitteilung. Und ja, manchmal hat man das Gefühl, dass Naturschutzverbände und Anwohner*innen in völlig verschiedenen Welten leben.
Aber vielleicht schaffen wir es ja irgendwann, dass Käfer, Fledermäuse und Menschen gemeinsam glücklich sind – quasi eine WG der besonderen Art. Wobei ich zugeben muss: Ratten als „Mitbewohner“ würde ich auch nicht unbedingt wählen.
Klausi
schrieb am 29.5.2026 23.20 Uhr:
@malina @ Günther
Was ist besonders daran, daß Günther dort für 2 Minuten den Spaten in die Hand nimmt für ein Foto und etwas darstellen will, was er nicht ist? Dasgleiche machte Habeck bei Northvolt, und nun?
Ich hoffe er hat überlegt, ob er privat oder als Politiker im Amt dort ist.