CDU diskutierte über schnelleres Bauen in Lübeck
Lübeck: Die Lübecker CDU hat mit dem Staatssekretär des Kieler Bauministeriums, Frederick Hogrefe, über schnellere Prozesse beim Wohnungsbau diskutiert. Ein Thema war die Digitalisierung der Abläufe.Wir veröffentlichen die Mitteilung der CDU im Wortlaut:
(")Der Staatssekretär wies zunächst darauf hin, dass das Land vor allem im Bereich der Baukosten verschiedene Prozesse angestoßen habe, die das Bauen in der Regel um bis zu 25 Prozent günstiger machten. So würde beim sogenannten „Regelstandard Erleichtertes Bauen“ etwa auf einen Keller verzichtet oder auf die Dachbegrünung. Beim Schallschutz, der Barrierefreiheit und der Elektroinstallation gelte zudem der entsprechende Mindeststandard.
In diesem Zusammenhang wurde auch das Instrument des „Bauturbo“ diskutiert, den die Bundesregierung im Oktober 2025 eingeführt hatte. Mit dem Bauturbo sollen Wohnungsbauprojekte schneller und mit weniger bürokratischen Hürden genehmigt werden. Lübeck will dies nun umsetzen. Die mitveranstaltende Kommunalpolitische Vereinigung (KPV) wies in einer Stellungnahme im Vorfeld der Veranstaltung darauf hin, dass die Umsetzungsbeschlüsse zum Bauturbo ein „erster, längst überfälliger Schritt“ seien, „um Lübeck aus der wohnungsbaupolitischen Starre zu lösen“.
Eingeladen zu der Veranstaltung hatte unter anderem die Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Ortsverbandes Lübeck-West, Dagmar Hildebrand. Sie erklärte: „Als sozialpolitische Sprecherin der CDU im Landtag ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass ebenso zielführend wie schnell gebaut wird. Ich denke da besonders an alleinerziehende Menschen, die mit Kindern eine Wohnung benötigen, aber auch von Obdachlosigkeit bedrohte Bürgerinnen und Bürger.“
Der Vorsitzende des Bauausschusses der Bürgerschaft, Dr. Ulrich Brock, und Dagmar Hildebrand mahnten Verbesserungen bei der Einführung der digitalen Bauakte in Lübeck an. Diese müsse jetzt zeitnah und zügig von der Bauverwaltung umgesetzt werden. Hildebrand bot dabei die Hilfe des Landes Schleswig-Holstein an. Die Landtagsabgeordnete: „Die Digitalisierung ist hilfreich, um verschiedene Prozesse zu verschlanken. Genau diese Vorteile müssen wir konsequent nutzen. „Schriftliche Anträge, gefolgt von persönlichen Terminen, wirken dagegen wie aus der Zeit gefallen.“
Dem Land Schleswig-Holstein sei die Wohnraumförderung eine Herzensangelegenheit. Deswegen unterstütze die Landesregierung den Bau neuer Wohnungen trotz knapper Kassen auch weiterhin, so Hildebrand. Die Abgeordnete lobte in diesem Zusammenhang zwei Projekte in ihrem Wahlkreis, etwa die energetische Sanierung von 120 Bestandswohnungen in der Schönböckener Straße sowie den Neubau des Großprojekts „Musikerhöfe“ mit 139 Wohnungen, ebenfalls in der Schönböckener Straße.(")

Der Staatssekretär Dr. Frederik Hogrefe und die Landtagsabgeordnete Dagmar Hildebrand auf dem Podium. Foto: Büro Hildebrand
Text-Nummer: 179772 Autor: CDU/red. vom 30.05.2026 um 15.31 Uhr
