Straße zu eng: Parkende Autos müssen weg
Lübeck - St. Lorenz Nord: Aufgrund wiederholter Behinderungen bei der Abfallentsorgung wird das Ordnungsamt künftig verstärkt gegen verbotswidrig abgestellte Fahrzeuge in der Vorbeckstraße vorgehen, kündigt die Stadtverwaltung an. Die Anwohner müssen künftig auf andere Straßen ausweichen. Sonst werden die Autos abgeschleppt."Anlass sind mehrere Beschwerden von Anwohnern darüber, dass Abfälle nicht abgeholt werden konnten", so die Verwaltung. "Die zuständigen Entsorgungsunternehmen bestätigten auf Nachfrage, dass es sich um ein dauerhaftes Problem handelt."
Bei einer Überprüfung der Verkehrssituation stellte das Ordnungsamt fest, dass das gesetzliche Haltverbot an einer Engstelle im Verlauf der Vorbeckstraße regelmäßig missachtet wird. Nach § 12 Abs. 1 Nr. 1 Straßenverkehrs-Ordnung ist das Halten an engen Straßenstellen unzulässig. Eine solche Engstelle liegt vor, wenn weniger als 3,05 Meter Restfahrbahnbreite verbleiben.
Vor Ort wurden jedoch teilweise nur noch rund 2,40 Meter freie Fahrbahnbreite gemessen. "Damit ist ein Passieren insbesondere für größere Fahrzeuge wie Müllabfuhr, Feuerwehr und Rettungsdienst nicht mehr zuverlässig möglich", stellt die Stadtverwaltung fest. "Im Einsatzfall kann dies zu erheblichen Verzögerungen führen und die öffentliche Sicherheit gefährden."
Das Ordnungsamt sei daher verpflichtet, die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen: "Künftig müssen Verstöße geahndet werden. Verkehrsbehindernd abgestellte Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt. Anwohner werden dringend gebeten, ihre Fahrzeuge außerhalb der Vorbeckstraße zu parken, sofern die erforderliche Restfahrbahnbreite von 3,05 Metern nicht eingehalten werden kann. Auch wenn in der Umgebung nur begrenzt Parkraum zur Verfügung steht, hat der freie Zugang zu den Gebäuden – insbesondere für Rettungskräfte und Entsorgungsfahrzeuge – jedoch Vorrang."
Über die bevorstehenden Maßnahmen wurden die Anwohner:innen bereits im Vorfeld durch Postwurfsendungen informiert.

Die Straße ist zu schmal, um Autos parken zu können. Foto: HL
Text-Nummer: 179778 Autor: Presseamt/red. vom 31.05.2026 um 17.24 Uhr

Kommentare zu diesem Text:
Unglaublich
schrieb am 01.06.2026 um 05.35 Uhr:
Das bedeutet, dass in dieser Straße kein einziges Auto mehr parken darf?
Dort ist nirgendwo 3,05m Fahrbahnbreite vorhanden. Oder zählt hier der Gehweg dazu?
Oliver
schrieb am 01.06.2026 um 06.50 Uhr:
Gleich das vorderste Fahrzeug im Foto spiegelt das Problem doch direkt wieder:
Groß, bullig, extrabreit.
Kein Wunder, wenn da keiner vorbei kommt.
Solche Fahrzeuge sollten als Anwohnerfahrzeuge in Altstädten nicht gefahren werden dürfen.
Chris
schrieb am 01.06.2026 um 07.10 Uhr:
Bitter für die Anwohner, da Alternativen in diesen dicht bebauten Stadtteilen nicht zur Verfügung stehen und selbst Stellplätze auf den eigenen Grundstücken mangels Platz nicht geschaffen werden können.
Klauser
schrieb am 01.06.2026 um 07.13 Uhr:
Diese Situation gibt es schon seit Jahren in der Vorbeck- und auch in der Sedan-Straße. Verschärft wurde sie durch das Autohaus, das behauptet, die Mitarbeiter würden auf dem eigenen Gelände parken - wie es übrigens mit der Stadt abgesprochen ist.
Jeder weiss dass dem nicht so ist, auch Anwohner arbeiten in dem Autohaus und berichten regelmäßig. Passiert ist nichts. stattdessen kämpfen die Bewohner seit der Zeit mit Motorrollern und Anhängern usw. um ihre Parkplätze zu besetzen. Die Bewohner die das richtiger Weise nicht machen, sind die Dummen . . .
Die Stadt und das Ordnungsamt wurden mehrfach informiert - reagierten nie wirklich auf die Kritik der Bewohner - die übrigens Bürger, Wähler, und Steuerzahler in der Hansestadt sind!
Irgendwann wurde das Parken in der Verbindungsstraße zwischen Vorbeck- und Sedan-Straße erweitert. Das Ergebnis war, dass weder Müllfahrzeuge noch Rettungsfahrzeuge teilweise in diese Straßen fahren konnten . Seit Jahren!
Mir ist völlig unverständlich dass die Kritik jetzt bei den Bewohnern abgeladen wird! Man sollte erstmal das Autohaus um Einhaltung der Regelung bitten, dann die Parkerlaubnis in der Verbindungsstraße mindestens auf einer Seite einkassieren, und - sehr bezeichnend - das Schrott-Fahrzeug, das genau im Kreuzungsbereich Sedan-Straße/Verbindungsstraße seit Monaten blockiert, abschleppen lassen! Aufkleber des Ordnungsamtes gab es ja zur Genüge an dem Fahrzeug!
Reagiert wird hier von der Stadt nur, weil ein privates Entsorgungsunternehmen diese Straßen nicht mehr bedient - und das völlig zurecht!
Seit Jahren interessiert es weder Stadt noch Ordnungsamt ob Rettungsfahrzeuge in diese Straßen einfahren können oder nicht. Man muss als Behörde nur täglich kontrollieren und konsequent handeln, dann gäbe es diese Situation gar nicht!
Seit über über 50 Jahren lief dort alles zur Zufriedenheit, man arrangierte sich mit der Enge, jeder kam klar. Auch Rettungswege waren frei, die Müllabfuhr kam immer durch. Und nun soll dringend benötigter Parkraum geopfert werden, weil man auf die Anwohner losgeht, und sich hinter Paragraphen versteckt, statt die tatsächlichen Verkehrs-Behinderer zur Rechenschaft zu ziehen oder sie überhaupt einmal anzusprechen?
Hauptproblem ist das aus allen Nähten platzende Autohaus inkl. Mitarbeiter-Parken und der Kundenverkehr inkl. Parken.
Lübecker
schrieb am 01.06.2026 um 07.15 Uhr:
....Und die nächste Straße, die für parkende Autos verboten wird. Ganz nach dem Willen des Bürgermeisters, der eine Autofreie Stadt haben will, egal wie. Er setzt es einfach durch.....Straße für Straße. Besonders der Satz, man solle auf andere Straßen ausweichen, welche denn wenn nirgends mehr Parken erlaubt ist, ohne das sofort abgeschleppt wird? Herr Bürgermeister, Sie schaffen es, die Stadt zum Museum zu machen, natürlich ohne Auto, dafür mit Eintritt. Zufahrten in die Stadt haben sie ja schon mit der Sperrung und Ignoranz zur Reparatur der Brücken voll im Griff. Vielen Dank Herr Lindenau.
S. Fechtel
schrieb am 01.06.2026 um 07.28 Uhr:
Warum werden Autos nicht generell abgeschleppt, wenn sie andere behindern oder gefährden?
Das schafft auch neue Stellen bei den Abschleppunternehmen.
MatthiasG.
schrieb am 01.06.2026 um 07.41 Uhr:
Das betrifft ja nun jede Straße in Lübeck.
Dann muss ja grundsätzlich in jeder Seitenstraße abgeschleppt werden. Wie das wohl realisiert werden soll?!
Steffen Peters
schrieb am 01.06.2026 um 08.17 Uhr:
Auch, wenn einem als Autofahrer und Anwohner dieses Vorgehen nicht gefällt - leider sind wir (Autobesitzer) zu faul und zu rücksichtslos geworden.
Und beim nächsten Brand ist das geheule dann groß.
Joachim V.
schrieb am 01.06.2026 um 08.49 Uhr:
In dem Artikel wird auf die Probleme der Abfallentsorgung durch die parkenden Autos in der Vorbeckstraße verwiesen. Die Probleme sollen dadurch beseitigt werden, dass die PKW in dem umliegenden Straßen parken sollen. Der Vorschlag ist einfach lächerlich, früher wurde so etwas wie folgt kommentiert : der ist wohl mit dem Klammerbeutel gepudert.
Ein Problem mit der Abfallentsorgung besteht auch in der Sedanstraße, insbesondere, seid dem die Stadt das absolute Halteverbot in der Straße Achterum zur Seite der Fa Pfohe aufgehoben hat. Daneben parken dort in erster Linie Mitarbeiter dieser Fa ebenso wie auf der anderen Straßenseite in dem 5 m Bereichen von der Einbiegung. Trotz Kenntnis wird dort aber vom Ordnungshüter nicht konsequent gehandelt und Fahrzeuge im 5 m Bereich nicht abgeschleppt. Auch euch defektes Auto im Bereich der Straße Achterum wird nicht entfernt. Die Bewohner der Vorbeckstr hätten kaum Möglichkeiten in den Straßen Am Spargelhof, Am Struckbach und Sedanstraße Parkplätze zu finden.
Es ist sehr verwunderlich, dass in der Straße Achterum das absolute Halteverbot durch die Stadt aufgehoben worden ist. In den Jahren seid 1981, in denen ich in der Sedanstraße wohne, gab es bis dahin nie Probleme für die Entsorgungsbetriebe oder Rettungskräfte. Erst mit der Fa Pfohe und der Aufhebung des absoluten Halteverbotes, gibt es diese Probleme.
Es ist richtig, dass die Vorbeckstr grundsätzlich zu schmal ist, aber anstatt die Anwohnerfahrzeuge alle abzuschleppen, könnte sie ohne Fußweg zur Spielstraße werden. Dann wäre die Straße auch 3,05 breit.
Die Probleme ließen sich mit der Wiederherstellung des Absoluten Halteverbotes in der Straße Achterum zur Fa Pfohe sofort lösen. Außerdem sollte das Ordnungsamt konsequent die Fahrzeuge in der 5 m Zone abschleppen lassen. Die Falschparker werden nur dadurch lernfähig werden.
Dann wären die Probleme vermutlich gelöst.
Wenn die Bewohner der Vorbeckstr ihre Fahrzeuge in den umliegenden Straßen abstellen müssten, würden wohl die Mitarbeiter der Fa Pfohe in diesen wohl keine Parkplätze mehr finden.
Es würde mich auch sehr interessieren, auf wessen Initiative das absolute Halteverbot Achterum aufgehoben wurde. In einer Bananenrepublik hätte ich gedacht, dass dafür Vorteile gegeben wurden. Wir sind aber ein Rechtsstaat, an den ich schon als Beamter iR glaube.
Andreas
schrieb am 01.06.2026 um 09.06 Uhr:
Ja liebe Lübecker Anwohner mit Auto, so wird es in jeder Straße zukünftig gemacht werden. Bei uns in der Karpfenstraße wird regelmäßig abgeschleppt. Insbeondere auch Auswärtige, die die "Parkregeln" nicht kennen. Die Willkür ist insofern interessant, da die Rippenstraßen und viele andere auch drum herum die 3,05 m nicht einhalten können. Die Ordnungskräfte haben uns in einem Gespräch erklärt, dass alle Straßen nach und nach dran kommen. Wird also Zeit, das wir Anwohner vielleicht mal gemeinsam auf die Barrikaden gehen?
Übrigens sollten sich auch die Straßen nicht sicher fühlen, auf denen noch Gehwegparken mit Hinweisschild erlaubt ist. In den Parkregeln der Stadt wird eine Mindestbreite von 1,50 m für Gehwege vorgegeben. Könnt ja mal schauen, wo dies eingehalten wird. Also der nächste Ansatzpunkt. Hier läuft etwas gewaltig schief zwischen Stadt und Anwohnern. Gemeinsam Lösung finden wird übrigens auch nicht gewünscht. Wir haben als Anwohner bereits mehrfach um Ortstermin gebeten - auch an die Fraktionen der Bürgerschaft!
Paula
schrieb am 01.06.2026 um 09.14 Uhr:
Diese Maßnahmen, die mittlerweile überall im Stadtgebiet durchgeführt werden, führen zu mehr Parksuchverkehr und entsprechend höherem CO2 Ausstoß. Ist das wirklich so gewollt? Oder ist in der Stadtverwaltung keiner in der Lage die Folgen ihres Handelns zu überdenken?
Dirk Schulz
schrieb am 01.06.2026 um 09.18 Uhr:
Dann sollte das Ordnungsamt mal in der Pelzerstraße prüfen und messen und in allen anderen Straßen rund um die Falkenwiese... da passiert komischerweise nichts...
Warum eigentlich diese Salamitaktik? Und immer nur da, wo man wenig Widerstand erwartet und nicht eigene Mitarbeiter oder "Freunde" belasten würde???
Vielleicht sollte die Stadt auch mal NEUE Parkplätze planen? So wie man hier Baugebiete neu plant wird das Parken auch dort zum Problem werden...
Stoffel
schrieb am 01.06.2026 um 09.31 Uhr:
@Lübecker:
Ich weiß wirklich nicht, warum Sie hier den Bürgermeister angreifen und irgendein Verschwörungsgeschwurbel posten.
Die Straße ist nun mal offenbar zu eng, so dass Müllwagen und Rettungskräfte nicht durchkommen. Also, was könnte man machen, wenn nicht auf das bereits bestehende, allgemeine Parkverbot, das in engen Straßen sowieso gilt, hinzuweisen und durchzusetzen?
- Müllabfuhr einstellen, die Bewohner können ihren Müll bei einer Sammelstation abgeben.
- Die Feuerwehr kann sich längere Schläuche anschaffen.
- Rettungskräfte können gern ein bisschen weiter zu Fuß gehen, tut denen bestimmt gut.
- Fußweg entfernen und für Fußgänger sperren, dann genügt die Breite für Autos.
- Vorgärten in Parkplätze umbauen, wie bereits teilweise geschehen. Würde aber vermutlich nicht zu weniger Straßenparkern führen.
Und nicht vergessen: Kfz-Steuer ist keine Gebühr, um sein Fahrzeug überall nach Gutdünken abzustellen.
R.K.
schrieb am 01.06.2026 um 10.34 Uhr:
@Unglaublich:
Man unterscheide Straße vs. Fahrbahn. Straße ist der gesamte Bereich zwischen den Grundstücksgrenzen. Fahrbahn ist der Bereich, auf dem sich Fahrzeuge bewegen dürfen.
Gehwege sind keine(!) Fahrbahn.
Ist gem. StVO die Restfahrbahn(!)breite von 3,05 Metern durch parkende Fahrzeuge nicht gewährleistet, ist das Parken verboten.
In Lübeck gibt es noch seeehr viele Straßen, wo es höchste Zeit wird, dass diesbezüglich die StVO durchgesetzt wird.
Es geht im Zweifel nicht nur um Müllfahrzeuge, sondern auch um Rettungsdienst und Feuerwehr.
Immerhin ist die Stadt noch Weltkulturerbe und das sollte sie bestenfalls auch bleiben.
R.K.
Hans Dampf
schrieb am 01.06.2026 um 11.36 Uhr:
@Stoffel und R.K.
Bitte kommen Sie den Kommentatoren hier nicht mit Argumenten, Logik und Gesetzen. Das verwirrt nur!
So ist das
schrieb am 01.06.2026 um 12.16 Uhr:
@Paula
Da verlangst du aber was von der Stadt, dass die mitdenken soll? Das ist ja gerade das Dilemma: können sie nämlich nicht.
Fred Sonnemann
schrieb am 01.06.2026 um 13.28 Uhr:
Als St.Lorenz Nord gebaut wurde, gab es noch keine Autos.
Die Häuser hatten einen kleinen Vorgarten zur Straße.
Das hat sich bis heute nicht verändert.
Nur heute steht die Straße voll mit z.T. überbreiten SUV’S.
Wohin mit den Fahrzeugen ?
Eine Lösung wäre, die Vorgärten entfernen, und dadurch Straßenraum
von Haus zu Haus zu verbreitern.
Es könnte ein besserer Fußweg entstehen, vielleicht sogar ein
einseitiger Parkstreifen und eine breitere Fahrbahn für Müllfahrzeuge u.a.
Doch das kostet Geld und geben die Eigentümer die Flächen dafür her?
Wahrscheinlich nicht. Und wer soll das bezahlen?
Es werden also Verbote kommen und der Abschleppwagen wird öfters kommen.
T.J.
schrieb am 01.06.2026 um 14.50 Uhr:
Das Problem mit den wilden Parken besteht auch in Hochschulstadtteil wo bei der Planung auch nicht für genügend Parkplätze gesorgt wurde. Den da müssen LKWS,der Linienbus in Salon fahren falls diese überhaupt durch kommen. Die Stadt macht nichts gegen das in der 2 Reihe und beidseitigen Parken.
Stefan Maack
schrieb am 01.06.2026 um 15.03 Uhr:
Moin,
mal allen Klugscheissern von beiden Lagern folgendes gesagt:
Lt. STVO gibt es keine Restfahrbahnbreite, diese ist eine Erfindung der Gerichte.
Lt. OLG Düsseldorf beträgt die jedoch nur 3,00m, andere vielfach niedere Gerichte sind da anderer Meinung. Es handelt sich immer um Rechtsprechung im Einzelfall.
Ein Anspruch auf abstellen eines Fahrzeuges im öffentlichen Parkraum gibt es nicht. Vielleicht sollten aber die Leistungsträger unser Gesellschaft aus der Hansestadt wegziehen, dann hat die das Problem mit den falsch geparkten Autos nicht mehr. Das wiegt dann die Steuerausfälle bestimmt auf.
Jeder sollte sich hinterfragen, ob er sein Auto wirklich braucht. Bei mir in der Straße gibt es _Haushalte die zwei PKW haben jedoch nur 0,5 brauchen. Der zweite PKW wird Sontags zum Parken bewegt. Alternativ kann ich noch den PKW anbieten der lediglich für Ferienfahrten benutzt wird, also gefühlt 10 von 12 Monaten hier einen Parkplatz blockiert. Von den Anhängern und Firmenfahrzeugen zu schweigen.
Normal
schrieb am 01.06.2026 um 15.30 Uhr:
Ein typisch deutsches Phänomen kristallisiert sich nun auch verstärkt in Lübeck heraus. In unseren Nachbarländern arrangiert man sich. Rettungsfahrzeuge und Müllfahrzeuge kamen bei Mitnutzung des Gehweges seit Jahrzehnten immer durch. Häuser werden mit dem Spielchen vorsätzlich entwertet wenn der Stellplatz genommen wird. Eine sinnbefreite Aktion und ein Affront durch ideologisch befeuerte Willkür.
Vorgärten werden nun aus Verzweiflung eingeebnet werden von vielen Hauseigentümern um sich Stellplätze zu ermöglichen. Der Arbeitsplatz kommt nicht nach Hause. Der Großteil der Werktätigen werkt und kann nicht mit Mausklicks im Homeoffice das Bruttogehalt generieren. Das Auto bleibt daher Jobmaschine Nummer Eins.
Bumbu Glissmann
schrieb am 01.06.2026 um 16.00 Uhr:
Da hat die Stadt künftig gut zu tun....
In der Ebner-Eschenbach-Straße dürfte es durchgehend "kompliziert" werden mit den 3,05 Metern.
Dennoch kaufen sich Anwohner ohne eigene Stellfläche SUV statt Kleinwagen.
Ich hoffe die Stadt greift hier Mal regelmäßig und konsequent durch.
J. Gerwien
schrieb am 01.06.2026 um 16.08 Uhr:
@T.J.
Das mit dem Hochschulstadtteil ist ein schönes Beispiel. Die Stadt ist NICHT verantwortlich für die Schaffung von ausreichend öffentlichem Parkraum!
Das Gebiet wurde durch eine Gesellschaft privat entwickelt und gebaut, der Straßenraum wurde erst nach Fertigstellung öffentlich gewidmet. Es gibt eine Vorgabe, wieviel Parkraum auf den Grundstücken selbst oder eben "für Besucher" straßenbegleitend geschaffen werden muss. Alles drüber hinaus hätte die Entwicklungsgesellschaft damals machen können, aber: mehr Grundstücke als Wohnfläche verticken bringt halt mehr Zaster.
In der Formel, was an öffentlichem Parkraum vorgehalten werden muss, ist halt der Luxus des Zweit- und Drittwagens NICHT berücksichtigt. Und DAS bringt jede Form der Parkraumplanung an ihre Grenzen. Auch in Vorbeckstraße, Pelzerstraße etc. kann nicht im Straßenraum für jedes Grundstück Platz für zwei oder drei Fahrzeuge geschaffen werden - das liegt doch wohl auf der Hand. Und was die Vorbeckstraße angeht: vielleicht ist das Quartier dann auch mal ein Kandidat für Anwohnerparken (ja, kostet Geld für den Parkausweis, aber dann sind die MA des Autohauses außen vor).
Ella Reimers
schrieb am 01.06.2026 um 18.05 Uhr:
In der Sedanst gibt es zunehmend mehr Schilder am Grundstück mit dem Aufdruck "Zufahrt freihalten, nicht parken". Da gibt es keine Zufahrten auf das eigene Grundstück. Das gab es mal vor 50 Jahren, da waren die Autos kleiner. Die heutigen Garagen auf den Hinterhöfen sind alle Zweckentfremdet. Da steht alles mögliche drin, nur kein Auto.
Parkplätze werden vor der eigenen Haustür mit alten Motorrollern, Anhängern oder Mülltonnen blockiert,damit die Bewohner vor der eigenen Haustür einen Parkplatz bekommen nach dem Arbeitstag.
Sehr sozial! Vielleicht werden die Zufahrten auch mal kontrolliert, ob 3s überhaupt Zufahrten sind.
Distel
schrieb am 01.06.2026 um 19.23 Uhr:
Nicht meckern Leute - wegziehen!
Wer lieber meckert als zu handel, soll dann doch lieber schweigen - er will dann ja nichts verändern!
Aber entscheiden müßt ihr euch nunmal alleine!
Ach ja, man darf auch wählen!
Aber dann richtig!
Paulchen
schrieb am 01.06.2026 um 21.19 Uhr:
Noch ein Tipp, da steht im Kreuzungsbereich zur Sedanstr. seit letzten Sommer ein altes ölendes Fahrzeug mit polnischen Kennzeichen. Das stört dem Ordnungsamt Lübeck, obwohl sie jeden Tag darum laufen zum Knöllchen verteilen.
qk
schrieb am 01.06.2026 um 22.48 Uhr:
Der Staat etc verlangt vor uns, dass wir MOBIL sind in Bezug auf Job, Ämter, Supermärkte, Ärzte, ÖPNV etc und wie sollen die Bürger zu allen Zeiten dahinkommen???
Soll Jetzt jeder Bürger ob jung oder ALT mit dem Bollerwagen den Verkehr blockieren oder bei Aldi etc im Laden einkaufen?
Darf man dann die Handkarren und Fahrräder am Gartenzaun festketten?
Wo bleibt die Fürsorgepflicht des Staates?!
Ausserdem werden die Fahrzeuge immer grösser, damit die alten Leute auch noch mit Rollator in einigen Kilometern einkaufen können, weil die Kleinen Autos meist nicht altersgerecht oder behindertengerecht sind.
Oliver
schrieb am 02.06.2026 um 07.10 Uhr:
@qk
schrieb am 01.06.2026 um 22.48 Uhr:
"Der Staat etc verlangt vor uns, dass wir MOBIL sind in Bezug auf Job, Ämter, Supermärkte, Ärzte, ÖPNV etc und wie sollen die Bürger zu allen Zeiten dahinkommen???"
Bus, Bahn, Rad, Fuß. Zumindest innerhalb der Städte, ich red jetzt nicht vom Dorf.
"Soll Jetzt jeder Bürger ob jung oder ALT mit dem Bollerwagen den Verkehr blockieren oder bei Aldi etc im Laden einkaufen?"
Du kannst auch entweder kleinere Mengen einkaufen oder du nimmst halt z.B. nen Hackenporsche zum hinterherziehen, so einen benutzen wir zum Einkaufen.
"Darf man dann die Handkarren und Fahrräder am Gartenzaun festketten?"
Nein, für Fahrräder nimmst du gefälligst Fahrradständer.
"Wo bleibt die Fürsorgepflicht des Staates?!"
Du bist vermutlich alt genug für dich selbst zu sorgen.
"Ausserdem werden die Fahrzeuge immer grösser, damit die alten Leute auch noch mit Rollator in einigen Kilometern einkaufen können, weil die Kleinen Autos meist nicht altersgerecht oder behindertengerecht sind."
Das ist definitiv NICHT der Grund wieso Fahrzeuge generell immer größer werden.
Angefangen hat die Krankheit SUV in Amerika aus Gründen bestimmte Regelungen wie CO2-Werte auszutricksen, da SUV in Amerika nicht als klassisches PKW galten sondern als eine Art Mini-Truck und für diese galten die Vorgaben dort nicht.
Wir haben dann den Trend immer größerer Fahrzeuge einfach nur später adaptiert, obwohl europäische Straßen in der Regel enger sind als amerikanische Straßen.
An Barrierefreiheit hat in der Hinsicht definitiv keiner gedacht, das war alles mal wieder nur zum Geld sparen bei der Produktion von Fahrzeugen.
Rollatoren/Gehwägelchen passen auch in ein normales Auto, wenn man klappbare Modelle verwendet. Entweder im Kofferraum oder auf den Hintersitzen. Dafür braucht man keinen Kleinpanzer.
Im Gegenteil, ein Rentner mit Kleinpanzer finde ich sogar gefährlich, wenn man bedenkt wie viele Fälle es gibt, wo altersbedingt die Fähigkeit ein Fahrzeug zu führen so langsam nachlässt. Die meisten Geisterfahrer auf Autobahnen sind z.B. Rentner.
Aber hey, zu fordern, dass Rentner sich alle paar Jahre einer Sehprüfung usw. unterziehen sollten wird ja dann wieder als "Diskriminierung" oder "ständiges Piesacken/Gängeln" verpöhnt.... Wozu auch die Sicherheit aller anderen beachten wollen.