SPD: Neues Gymnasium ist ein Gewinn

Lübeck - Moisling: Die Lübecker Bürgerschaft hat die Einrichtung eines achten Gymnasiums für die Hansestadt beschlossen (wir berichteten). Die SPD-Fraktion hat das Vorhaben mitgetragen. Das neue Gymnasium stärke Chancengleichheit und Stadtteilentwicklung.

Wir veröffentlichen die Mitteilung der SPD-Fraktion im Wortlaut:

(")Der neue Standort in Moisling soll Schülerinnen und Schülern kurze Bildungswege ermöglichen, den Anmeldedruck an den bestehenden Gymnasien spürbar verringern und einem Stadtteil zugutekommen, der sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt hat.

„Wir schaffen mit diesem Beschluss ein dringend benötigtes Angebot für Lübecker Familien. Die Nachfrage nach Gymnasialplätzen übersteigt das vorhandene Angebot deutlich – das spüren Eltern jedes Jahr beim Anmelden in Klasse 5. Ein neues Gymnasium in Moisling gibt diesen Familien Planungssicherheit und stärkt gleichzeitig einen Stadtteil, der sich in den letzten Jahren enorm positiv entwickelt hat“, sagt Jörg Haltermann, Fachsprecher für Schule und Bildung der SPD-Bürgerschaftsfraktion Lübeck.

Moisling hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Der neue Bahnhaltepunkt und weitere Investitionen haben den Stadtteil deutlich attraktiver gemacht. Ein eigenes Gymnasium passt als wichtiger Baustein in dieses Bild: Kinder und Jugendliche können künftig wohnortnah einen gymnasialen Abschluss machen, und Familien werden von langen Schulwegen entlastet.

„Die Einrichtung eines Gymnasiums in Moisling ist ein bedeutender Gewinn – für den Stadtteil und für die Chancengleichheit. Ein Gymnasium vor Ort fördert das große Potenzial, das Moisling in sich trägt, und setzt langfristig positive Impulse für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Es ist nicht nur eine Investition in Bildung, sondern in die Zukunft des gesamten Stadtteils“, unterstreicht Aydin Candan, Bürgerschaftsmitglied für Moisling.

Bislang gab es in Moisling kein Oberstufenangebot. Das neue Gymnasium schließt diese Lücke und ergänzt das bestehende Schulangebot im Stadtteil sinnvoll. Die SPD-Fraktion setzt sich dabei ausdrücklich für eine enge Zusammenarbeit mit der benachbarten Heinrich-Mann-Schule ein, die als Gemeinschaftsschule ohne eigene Oberstufe von einer solchen Kooperation besonders profitieren könnte. Hinzu kommt ein praktischer Vorteil: Das Gymnasium zieht in ein bereits vorhandenes Gebäude ein. Damit bleiben die Investitionskosten überschaubar – und andere geplante Schulvorhaben in Lübeck werden nicht verdrängt.

Die SPD-Fraktion hätte sich an diesem Standort eine Gemeinschaftsschule mit Oberstufe gewünscht. Da die bestehenden Gemeinschaftsschulen in Lübeck ihre Oberstufen jedoch nicht voll auslasten, wäre eine neue vom Landesministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK SH) nicht genehmigt worden. Die SPD trägt den Gymnasiumsbeschluss deshalb pragmatisch mit: Der Bedarf ist real. Schulplätze in Jahrgang 5 fehlen an den Gymnasien – und Eltern, die ihr Kind dort anmelden möchten, haben ein berechtigtes Anrecht auf einen Platz in dieser Schulform.(")

Die SPD betont, dass durch die Kooperation mit der Heinrich-Mann-Schule die Investitionskosten gering sind. Foto: HN/Archiv

Die SPD betont, dass durch die Kooperation mit der Heinrich-Mann-Schule die Investitionskosten gering sind. Foto: HN/Archiv


Text-Nummer: 179786   Autor: SPD/red.   vom 31.05.2026 um 10.32 Uhr

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