BfL zum Strand-Verbot: Oktober muss Hundemonat bleiben

Lübeck - Travemünde: Dass Hunde entgegen der jahrelangen Praxis nicht mehr an den Strand dürfen, hatte im Seebad Travemünde für Diskussionen gesorgt (wir berichteten). Die „Bürger für Lübeck“ bringen einer Mitteilung zufolge jetzt einen Antrag zur Änderung der Strandsatzung in die Lübecker Bürgerschaft ein. Der Oktober „muss Hundemonat bleiben“, so die BfL, und fordert eine Rückkehr der Hunde an den Travemünder Strand.

Wir veröffentlichen die Mitteilung der BfL im Wortlaut:

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Die Wählergemeinschaft Bürger für Lübeck (BfL) wird zur nächsten Bürgerschaftssitzung im Juni einen Antrag zur Änderung der Travemünder Strandsatzung einbringen. Ziel des Antrags ist es, Hunde bereits ab Oktober beziehungsweise nach Abschluss des Drachenfestes wieder am Travemünder Strand zuzulassen.

Nach Auffassung der BfL ist das derzeitige Verbot bis November unverhältnismäßig und wird den tatsächlichen Gegebenheiten außerhalb der Hauptsaison nicht gerecht.

„Die Badesaison ist beendet, die Strandkörbe werden abgebaut und der Strand verändert seinen Charakter deutlich. Viele Menschen nutzen gerade den Oktober für Spaziergänge, soziale Begegnungen und gemeinsame Zeit mit ihren Hunden am Meer“, erklärt Lothar Möller, BfL-Vorsitzender und Mitglied der Lübecker Bürgerschaft.

Die Initiative „Der Oktober gehört uns!“ sowie eine Petition mit mehr als 4.300 Unterschriften hätten deutlich gezeigt, wie groß der Wunsch nach einer fairen und praktikablen Lösung sei.

Für die BfL geht es dabei ausdrücklich nicht nur um Hunde, sondern auch um gesellschaftlichen Zusammenhalt und Lebensqualität in Travemünde.

„Der Strand ist außerhalb der Saison ein wichtiger sozialer Treffpunkt für Einheimische und Gäste. Dieses gewachsene Miteinander sollte nicht unnötig eingeschränkt werden“, so die Wählergemeinschaft weiter.

Kritisch sehen die BfL zudem die Begründungen für das Verbot. Der touristisch intensiv genutzte Kurstrand werde regelmäßig maschinell bearbeitet, gereinigt und für Veranstaltungen genutzt. Gleichzeitig lägen laut Aussagen aus der Hundegemeinschaft sowie nach Informationen des Ordnungsamtes keine besonderen Vorfälle aus dem Herbst 2024 vor.

Zusätzlich schlagen die BfL die Einführung eines „Hunde-Knigge“ nach Vorbild anderer Ostseebäder wie Timmendorfer Strand oder Scharbeutz vor. Ziel sei ein respektvolles und rücksichtvolles Miteinander aller Strandnutzer.

Der Antrag sieht daher vor:

– die Freigabe des Strandes für Hunde nach dem Drachenfest,
– eine Überarbeitung der bestehenden Strandsatzung,
– sowie die Entwicklung eines verbindlichen Hunde-Knigge gemeinsam mit Bürgern, Verwaltung und Tourismusvertretern.

„Travemünde lebt von Offenheit, Lebensqualität und einem fairen Umgang miteinander. Genau dafür setzen wir uns ein“, erklären die BfL abschließend.
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Schilder mit Texten und Piktogrammen informieren im Seebad darüber, welche Regeln für Hundehalter gelten. Foto: Helge Normann

Schilder mit Texten und Piktogrammen informieren im Seebad darüber, welche Regeln für Hundehalter gelten. Foto: Helge Normann


Text-Nummer: 179800   Autor: BfL/red.   vom 01.06.2026 um 15.23 Uhr

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