Demo: Aktionsbündnis Psychotherapie schlägt Alarm
Lübeck - Innenstadt: Archiv - 07.06.2026, 13.41 Uhr: „Wer dringend psychotherapeutische Hilfe braucht, kann nicht monatelang vertröstet werden. Doch genau das ist für viele Betroffene längst Realität – je nach Symptomen schon jetzt teils jahrelang“, schreibt das Aktionsbündnis „Aktionsbündnis Psychotherapie“ und ruft zur Demo auf. In Lübeck soll es am 13. Juni 2026 ab 13:00 Uhr am Holstentor einen Demonstrationszug über den Lindenteller und zum Markt geben. Mit kurzer Kundgebung und Tanz.Das Aktionsbündnis: („) Während Praxen am Limit arbeiten und Patienten viel zu lange auf Behandlung warten, bedrohen politische Entscheidungen die ambulante psychotherapeutische Versorgung massiv. Das Aktionsbündnis Psychotherapie warnt: Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz und enthaltene Budgetierungspläne sowie Honorarkürzungen führen zu einem Einbruch der psychotherapeutischen Versorgung um bis zu 25 %. Dies führt in eine massive Versorgungskrise – auf dem Rücken von Menschen in akuten psychischen Belastungssituationen.
Deshalb ruft das Aktionsbündnis Psychotherapie für den 13. Juni 2026 zu zwei Demonstrationen im Rahmen einer bundesweiten Protestwoche nach Großdemos in Berlin und Hannover zum bundesweiten Protesttag 3.0 auf:
In Kiel: Beginn 12:00 Uhr am Wilhelmplatz in Kiel, mit Startkundgebung, Demonstrationszug und
Abschlusskundgebung mit Ausklang am Asmus-Bremer-Platz.
In Lübeck: Beginn 13:00 Uhr am Holstentor, mit Demonstrationszug über den Lindenteller und
Schlusspunkt am Markt – mit kurzer Kundgebung und Tanz.
Erwartet werden insgesamt circa 1000 Demonstranten.
Warum gerade jetzt Protest entscheidend ist:
• 8. Juni 2026: Anhörung zur Bundestagspetition vor dem Petitionsausschuss in Berlin
• 10. und 11. Juni 2026: Gesundheitsministerkonferenz in Hannover
• 11. Juni 2026: Lesung zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz im Bundestag
Jetzt wird entschieden, ob die psychotherapeutische Versorgung massiv geschwächt wird. Wer jetzt schweigt, nimmt längere Wartezeiten, weniger Behandlungsplätze und große Versorgungslücken bewusst in Kauf.
Die Kernbotschaften:
1. Die Versorgung wird massiv bedroht – und steht bereits unter massivem Druck: Viele Menschen warten schon jetzt viel zu lange auf Hilfe. Wer in dieser Lage weitere Einschränkungen hinnimmt, verschärft eine bestehende Krise.
2. Budgetierung bedeutet nicht Sparen – sie bedeutet weniger Hilfe für Erkrankte: Wenn psychotherapeutische Leistungen gedeckelt werden, trifft das nicht abstrakte Strukturen, sondern Menschen, die auf Behandlung angewiesen sind.
3. Sparen im Bereich psychische Gesundheit ist langfristig extrem teuer: Wer heute an ambulanter Psychotherapie spart, bezahlt morgen mit Chronifizierung, Klinikaufenthalten, Arbeitsausfällen und wachsendem menschlichem Leid. 1 € investiert in Psychotherapie spart 5,50 € in gesellschaftlichen Folgekosten.
4. Finanzierung der Weiterbildung muss gesichert werden: Wer an der Finanzierung der Weiterbildung spart, nimmt einen künftigen Fachkräftemangel und damit eine weitere Verschlechterung der Versorgung billigend in Kauf. Aktuell steht die Weiterbildung neuer Psychotherapeuten aufgrund fehlender Finanzierung still.
Protesttag 3.0: Mit den Kundgebungen und Demonstrationszügen in Kiel und Lübeck will das Aktionsbündnis Psychotherapie öffentlichen Druck aufbauen und unmissverständlich deutlich machen: Eine weitere Schwächung der psychotherapeutischen Versorgung ist nicht hinnehmbar. Das Gegenteil: Psychotherapeutische Versorgung, Weiterbildung und Prävention müssen ausgebaut werden! („)

Das „Aktionsbündnis Psychotherapie“ ruft am 13. Juni 2026 ab 13:00 Uhr zur Demo vor dem Holstentor auf. Foto: STE/Archiv
Text-Nummer: 179913 Autor: Veranstalterred. vom 07.06.2026 um 13.41 Uhr
