Neue Lübecker investierte über 83 Millionen Euro in Wohnungen
Lübeck: Archiv - 06.06.2026, 15.43 Uhr: Im Jahr 2025 investierte die Neue Lübecker insgesamt 83,7 Millionen Euro in Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen. Den größten Anteil stellte die Modernisierung dar mit 49,4 Millionen Euro. Von den Gesamtinvestitionen setzte die Genossenschaft weitere 35,8 Millionen Euro gezielt zur Reduzierung von CO₂-Emissionen ein.„Für uns steht die Dekarbonisierung im Mittelpunkt – Effizienz ja, aber nicht um jeden Preis. Wir setzen auf moderne Heizungsanlagen, Fernwärme dort, wo sie wirtschaftlich sinnvoll ist, und verhandeln intensiv mit den regionalen Energieversorgern“, erklärt Dr. Uwe Heimbürge, technischer Vorstand der NEUE LÜBECKER.
Hohe Baukosten, steigende Zinsen und sich stetig verändernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen stellen die gesamte Wohnungsbranche vor große Herausforderungen. Dennoch erzielt die NEUE LÜBECKER ein solides Ergebnis und investiert gezielt in die Zukunft. Der Jahresüberschuss lag im Geschäftsjahr 2025 bei 12,85 Millionen Euro und bleibt auf dem Niveau der letzten Jahre. Gleichzeitig stieg die Eigenkapitalquote auf 39,0 Prozent.
„Wirtschaftlichkeit ist ein Teil der Nachhaltigkeit. Entscheidend ist für uns die Stabilität der Ergebnisse. Der Jahresüberschuss stärkt unsere Rücklagen und damit unser Eigenkapital. Das wiederum ermöglicht Investitionen – in unseren Bestand und in ökologische Maßnahmen“, sagt Marcel Sonntag, Vorstandsvorsitzender der NL.
Die Wohnungsbaugenossenschaft bewirtschaftet 15.812 Wohnungen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die durchschnittliche Nettokaltmiete Ihres Wohnungsbestandes liegt bei 7,83 Euro pro Quadratmeter.
Die hohen Investitionen der Genossenschaft spiegeln sich in zahlreichen Projekten im Bestand wider. Die Entwicklung in der Lindwurmstraße in Travemünde schreitet voran. Die NL hat die ersten beiden von insgesamt fünf Bauabschnitten erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt kombiniert energetische Modernisierung mit zusätzlichem Wohnraum: Insgesamt entstehen 15 neue Wohnungen durch ein Staffelgeschoss in Holzbauweise. Wärmepumpen, Erdsonden und Photovoltaikanlagen bilden das Herzstück des Energiekonzepts. Die Gesamtmaßnahme läuft bis Sommer 2028.
In der Scharhörnstraße modernisiert die NEUE LÜBECKER fünf Gebäude mit insgesamt 115 Wohnungen energetisch. In Lübeck-Kücknitz bringt sie die Quartiersaufwertung in Buurdiekstraße, Pommernring und Westpreußenring bis 2026 zum Abschluss.
Der Fokus liegt somit weiterhin auf der Weiterentwicklung des Bestands. Darüber hinaus bereitet die NEUE LÜBECKER konkrete Neubauprojekte vor. „Der Schwerpunkt bleibt klar im Bestand. Neubau planen wir vor allem als Ersatzneubau – idealerweise mit mehr Wohnungen als zuvor. Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen, um ab 2027 wieder stärker in den Neubau einzusteigen“, sagt Dr. Uwe Heimbürge.
Am 5. Juni 2026 kamen die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der NEUE LÜBECKER zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren, den Jahresabschluss 2025 zu beschließen und die Zukunft der Genossenschaft aktiv mitzugestalten.

In der Lindwurmstraße wird modernisiert und erweitert. Foto: NL
Text-Nummer: 179924 Autor: NL/red. vom 06.06.2026 um 15.43 Uhr
