Großübung am Flughafen Lübeck
Lübeck - St. Gertrud: Archiv - 06.06.2026, 16.47 Uhr: Am Samstag gegen 11.30 Uhr gab es es ein Knallgeräusch am Flughafen Lübeck, anschließend stieg Rauch auf. Immer mehr Feuerwehren und Rettungsdienste steuerten das Gelände an. Geübt wurde mit 350 Kräften ein Massenanfall an Verletzten.Das Szenario: Ein Kleinflugzeug ist gegen einen Tanklaster geraten. Es kam zu einer Explosion mit 25 Verletzten. Da ein echtes Flugzeug zu teuer ist, kam auch bei dieser Übung ein alter Bus zum Einsatz, der mit Flügeln ausgestattet war.
Die Übung war trotzdem realistisch. So griff die Flughafen-Feuerwehr sofort an, die anderen Kräfte trafen nach und nach ein. Geübt werden die Erstmaßnahmen, Sichtung, Versorgung sowie der Transport und die klinische Übernahme. Für die erste medizinische Versorgung wurde im Ankunftsterminal eine entsprechende Station aufgebaut.
Im Fokus stand insbesondere die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen der Bundespolizei, der Landespolizei Schleswig-Holstein, der Berufsfeuerwehr Lübeck, den Freiwilligen Feuerwehren Lübecks sowie der Werkfeuerwehr des Flughafens, dem Rettungsdienst der Hansestadt Lübeck, der Psychosozialen Notfallversorgung, dem Technischen Hilfswerk, den klinischen Einrichtungen und der Universität zu Lübeck unter Beteiligung von Lernenden/Auszubildenden (Feuerwehr Akademie und Notfallsanitäterschule) und Studierenden der Pflegewissenschaften und Humanmedizin der Universität zu Lübeck.
"Die Übung wird wissenschaftlich unter anderem mit Eye-Tracking-Verfahren sowie einer Drohnengruppe zur Bildübermittlung begleitet und im Nachgang gemeinsam mit einer multinationalen Expertengruppe (Deutschland, Dänemark, über das Interreg 6A Projekt FLASHLIGHT, und Schweiz) ausgewertet", berichtet Elena Vogt, Pressesprecherin der Uni Lübeck.
Die Übung wurde auch von zahlreichen Beobachtern begleitet. Die Abläufe werden jetzt untersucht, um Verbesserungen zu ermöglichen.
Am Flughafen wurde am Samstag der Umgang mit einem Massenanfall an Verletzten geübt. Fotos: JW, VG
Text-Nummer: 179925 Autor: VG vom 06.06.2026 um 16.47 Uhr
