Am Wochenende startet wieder das Superkunst-Festival

Lübeck - St. Lorenz Nord: Archiv - 10.06.2026, 18.02 Uhr: Wenn vom 12. bis 14. Juni 2026 erneut zehntausende Menschen auf den Campus der Diakonie Nord Nord Ost strömen, dann geht es längst nicht mehr nur um Musik. Das Superkunstfestival hat sich in den vergangenen Jahren von einem Geheimtipp zu Deutschlands größtem inklusiven Festival entwickelt. 43.000 Besucher feierten zuletzt auf sechs Bühnen rund 80 Shows aus Musik, Theater, Film, Kunst und Zirkus.

Während viele Festivals bundesweit mit sinkenden Vorverkaufszahlen, steigenden Kosten und wirtschaftlicher Unsicherheit kämpfen, setzt das Superkunstfestival seinen Weg konsequent fort. „Wir erleben derzeit die größte Herausforderung für die Festivalbranche seit vielen Jahren“, sagt Festivalintendant Michael Schmerschneider. „Produktionskosten, Gagen, Energiepreise, Sicherheitsauflagen und Infrastrukturkosten steigen kontinuierlich. Gleichzeitig kaufen viele Menschen ihre Tickets immer später. Das macht Planung für Veranstalter deutlich schwieriger. Trotzdem sind wir überzeugt: Kultur darf kein Luxusgut werden.“

Tatsächlich stehen zahlreiche Festivals in Deutschland unter Druck. Viele mussten ihre Aktivitäten einstellen, andere ihre Konzepte grundlegend verändern. Das Superkunstfestival spürt diese Entwicklungen ebenfalls. Umso wichtiger seien starke Partner und Förderinstitutionen.

„Die erneute Unterstützung durch die Possehl-Stiftung ist für uns von unschätzbarem Wert. Sie hilft uns dabei, kulturelle Teilhabe für alle Menschen zu ermöglichen und das Festival als offenen Begegnungsort weiterzuentwickeln. Dafür bin ich persönlich sehr dankbar“, so Schmerschneider.

Doch das Festival versteht sich nicht nur als Kulturveranstaltung, sondern zunehmend als gesellschaftlicher Begegnungsraum. Ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen Kulturveranstaltungen liegt in der Struktur des Festivals selbst. Das Superkunstfestival wird nicht für Menschen mit Behinderung organisiert – sondern gemeinsam mit ihnen. Über die Kulturakademie der Diakonie Nord Nord Ost werden Menschen mit Behinderung aus unterschiedlichen Nationen in kulturellen und veranstaltungsbezogenen Berufsfeldern qualifiziert. Sie arbeiten in den Bereichen Veranstaltungsmanagement, Bühnenorganisation, Veranstaltungstechnik, Medienproduktion, Gastronomie, Künstlerbetreuung und Besucherservice aktiv an Planung und Durchführung mit.

„Viele sprechen über Inklusion und Teilhabe. Unser inklusiver Leitgedanke will die Menschen beruflich in der Kulturwirtschaft qualifizieren“, sagt Schmerschneider. „Wenn Menschen mit Behinderung Festivals organisieren, Bühnen betreiben, Künstler betreuen oder selbst auf der Bühne stehen, entsteht mehr als ein Kulturprojekt. Es entsteht eine Gesellschaft, in der alle Menschen selbstverständlich dazugehören. Genau dafür steht das Superkunstfestival.“

Musikalisch zeigt das Superkunstfestival 2026 seine ganze Bandbreite. Neben bereits angekündigten Acts wie Sportfreunde Stiller, Juli, Moop Mama, Monsters of Liedermaching, Afrob und Ferris M, Beginner Soundsystem feat. Denyo und Mad, Deine Cousine, OK.DANKE.TSCHÜSS, Smith und Smart, The Magic Mumble Jumble, Mentsh United feat. Shantel und Senta wächst das Programm um weitere nationale und internationale Künstler:innen aus Pop, Hip-Hop, Indie, elektronischer Musik, Kinderkultur und genreübergreifenden Liveformaten.

Dabei steht das Line-up 2026 nicht nur für große Namen, sondern für die programmatische Idee des Festivals: Musik als Begegnung, Haltung und gemeinsamer Raum. Hip-Hop trifft auf politische Sprache, Pop auf Familienkultur, elektronische Musik auf demokratische Öffentlichkeit, internationale Sounds auf lokale Beteiligung. Mit Acts aus unterschiedlichen Generationen und Szenen entsteht ein Programm, das die Vielfalt des Publikums widerspiegelt: laut, zugänglich, weltoffen und solidarisch. Das Superkunstfestival bleibt damit ein Ort, an dem musikalische Unterhaltung und gesellschaftliche Verantwortung nicht getrennt voneinander gedacht werden.

Ob Mainstage, Ballroom, FLINTA-Stage, Kinderprogramm, Filmzelt oder partizipative Formate: Das Festivalprogramm 2026 versteht Kultur als Einladung. Es geht um gemeinsames Feiern, aber auch um Sichtbarkeit, Teilhabe und Haltung – gegen Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und jede Form von Ausgrenzung.

Das Superkunstfestival steht für einen einzigartigen Genre-Mix aus Musik, Zirkus, Film, Theater und Kunst. Auf sechs Bühnen und Aktionsflächen erleben Besucher an drei Tagen rund 80 Shows mit nationalen und internationalen Künstlern sowie zahlreichen partizipativen Formaten.

Das vollständige Programm und Karten gibt es unter www.superkunstfestival.de.

Am Wochenende findet wieder das Superkunstfestival auf dem Gelände der Diakonie Nord Nord Ost statt. Foto: Sebastian Almes

Am Wochenende findet wieder das Superkunstfestival auf dem Gelände der Diakonie Nord Nord Ost statt. Foto: Sebastian Almes


Text-Nummer: 180008   Autor: Veranstalter/red.   vom 10.06.2026 um 18.02 Uhr

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