Taube im Bahnhof aufgespießt: Tierschützer wollen Strafanzeige erstatten

Lübeck - St. Lorenz Süd: „Anfang Juni erreichte PETA eine Whistleblower-Meldung zu einer toten Taube im Lübecker Hauptbahnhof“, teilt die Organisation in einer Mitteilung mit. „Die Aufnahmen zeigen einen auf Vergrämungsspikes aufgespießten Vogelkörper unter dem Dach des Gebäudes.“

Dazu erklärt PETA: („) Laut hinweisgebender Person sei der gesamte Innenraum des Bahnhofs mit diesen grausamen Abwehrvorrichtungen versehen und die Situation für die dort lebenden Tauben schon länger katastrophal. Am 3. Juni hat die Tierrechtsorganisation den Fall beim zuständigen Veterinäramt Lübeck gemeldet und wird zudem Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Lübeck erstatten. PETA fordert die Deutsche Bahn auf, tierschutzgerechte Methoden einzusetzen und ein Taubenmanagement, welches betreute Taubenschläge an Bahnhöfen vorsieht.

„Vergrämungsvorrichtungen wie ‚Spikes‘ bedeuten für sogenannte Stadttauben und andere Tiere häufig einen grausamen Tod“, so Monic Moll, Fachreferentin für Whistleblower-Fälle bei PETA. „Wenn sich die Tauben in den Vorrichtungen verfangen oder aufspießen, leiden sie meist Stunden oder ganze Tage, bevor sie gefunden werden oder qualvoll sterben. Als vom Menschen gezüchtete Tiere sind Stadttauben auf unseren Schutz und unsere Fürsorge angewiesen. Statt tierschutzwidriger Vergrämungsmaßnahmen braucht es betreute Taubenschläge als nachhaltige und tierfreundliche Lösung zur Populationskontrolle.“ („)

Im Lübecker Hauptbahnhof starb eine Taube durch Vergrämungsspikes. Foto: PETA Deutschland e.V.

Im Lübecker Hauptbahnhof starb eine Taube durch Vergrämungsspikes. Foto: PETA Deutschland e.V.


Text-Nummer: 180020   Autor: PETA/red.   vom 11.06.2026 um 10.39 Uhr

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