Diskussion um neue Tarifzonen für Busse und Bahnen
Lübeck: Für den kommenden Sommer ist eine große Tarifreform bei Bussen und Bahnen geplant. So wird Lübeck zu einer einzigen Tarifzone. Die Bürgerschaft muss den landesweiten Plänen zustimmen. Es wird auch Nachteile geben. So steigt etwa der Fahrpreis von Travemünde nach Niendorf/Ostsee um 94 Prozent.Den landesweiten Tarif für ganz Schleswig-Holstein gibt es bereits viele Jahre. Er ist aber für Gelegenheitsnutzer unüberschaubar. So gibt es aktuell 21 Preisstufen. Auch innerhalb von Lübeck gibt es unterschiedliche Preisstufen. Jetzt wurde ein neuer SH-Tarif entwickelt, der für ganz Schleswig-Holstein und Hamburg nur neun Tarifstufen vorsieht.
Der neue Tarif sieht für ganz Lübeck eine Preisstufe vor. Eine Einzelfahrt soll dann im Stadtgebiet voraussichtlich 3,20 Euro kosten. "Nachteilig an der Einheitspreisstufe ist jedoch, dass einige Fahrten in angrenzende Nachbargemeinden einen erheblichen Preissprung erfahren werden", so die Stadtverwaltung. Wer den Bus von Stockelsdorf oder Bad Schwartau nach Lübeck nutzt, zahlt dann den Regionaltarif 1. Das sind nach aktuellen Schätzungen 3,60 Euro. Die Stadtverwaltung kündigt hier weitere Verhandlungen an.
Damit die Nutzung von Bussen und Bahnen wirklich einfacher wird, kostet die Tageskarte in Zukunft weniger als zwei Einzelfahrten. Für weitere Personen wird die Tageskarte noch günstiger.
Wenn alle Kreise zustimmen, kann der neue SH-Tarif zum 1. August 2027 in Kraft treten. Die vollständige Vorlage der Stadtverwaltung ist unter www.luebeck.de abrufbar.

Ab 1. August 2027 soll die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs einfacher werden.
Text-Nummer: 180037 Autor: VG vom 11.06.2026 um 17.05 Uhr
