SPD lädt zur Info-Veranstaltung über Munition im Meer
Lübeck - Travemünde: Sandra Redmann, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, und Peter Petereit, Fraktionsvorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion Lübeck, laden einer Mitteilung zufolge zu einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Altmunition in der Ostsee. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 24. Juni 2026, ab 18:30 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr) auf der Viermastbark Passat (Priwallpromenade 3a) statt.Dazu schreiben die Veranstalter: „Die Hinterlassenschaften der beiden Weltkriege auf dem Meeresgrund sind längst nicht nur ein historisches Thema. Schätzungsweise 300.000 Tonnen Altmunition lagern allein in der Ostsee. Durch fortschreitende Korrosion treten zunehmend Schadstoffe aus, die Auswirkungen auf die Meeresumwelt, die Fischerei, den Tourismus und langfristig auch auf die menschliche Gesundheit haben können. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Lübecker Bucht. Sie zählt zu einem stark belasteten Gebiet in der deutschen Ostsee und steht zugleich im Mittelpunkt neuer Projekte zur Erfassung, Bergung und Entsorgung von Altmunition. Die Problematik betrifft unsere Region daher unmittelbar. Umso wichtiger ist es, die Öffentlichkeit über Risiken, wissenschaftliche Erkenntnisse und die geplanten Maßnahmen zu informieren.“
Prof. Dr. Maser spricht über die gesundheitlichen Gefahren aus den Weltkriegen. Maser ist Direktor des Instituts für Toxikologie und Pharmakologie für Naturwissenschaftler des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Alexander Bach vom Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein spricht über die Arbeit des Zentrums für den Umgang mit Munition in der marinen Umwelt (MUNIMAR). Und Historiker und Kampfmittelexperte Uwe Wichert liefert eine historische Betrachtung der Munitionseinbringung in der Lübecker Bucht. Die Moderation hat Sophia Schiebe.
„Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, mit führenden Fachleuten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis über die Herausforderungen und Perspektiven beim Umgang mit Munitionsaltlasten in der Ostsee ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Situation in der Lübecker Bucht sowie die Frage, wie eine langfristige, sichere und umweltverträgliche Bergung der Altmunition gelingen kann“, so die Veranstalter.

Die Lübecker Bucht gilt als stark belastet mit Munitionsaltlasten. Foto: Archiv
Text-Nummer: 180136 Autor: SPD/red. vom 21.06.2026 um 14.32 Uhr
