Gedenkstätte Ahrensbök zeigt Gorbatschow-Doku

Ostholstein: Am Sonntag, 28. Juni 2026, können um 15:00 Uhr Interessierte den Film „Gorbatschow und Gödelitz – Frieden“ in der Gedenkstätte Ahrensbök (Flachsröste 16) sehen. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Ohne ihn wäre es möglicherweise nicht zur deutschen Vereinigung 1989 gekommen. Mit seiner Politik Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) leitete der damalige sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow einen Reformprozess ein, der das Sowjetregime auflöste, den kommunistisch dominierten Ländern Osteuropas die Selbstbestimmung und Deutschland die Vereinigung brachte. Die Dokumentation des Filmemachers Ralf Eger „Gorbatschow und Gödelitz – Frieden“ weckt Erinnerungen an diese – vergangene – Zeit.

Am Sonntag, den 28. Juni 2026, können um 15:00 Uhr Interessierte den Film „Gorbatschow und Gödelitz – Frieden“ in der Gedenkstätte Ahrensbök sehen. Der Streifen zeigt einen Gorbatschow-Abend auf Gut Gödelitz, einer Begegnungsstätte südöstlich von Leipzig, wo die Familie Schmidt-Gödelitz die Journalistinnen Bettina Schaefer und Gabriele Krone-Schmalz eingeladen hatte, gemeinsam mit anderen Gästen einen Gorbatschow-Abend zu gestalten. Schaefer ist Autorin einer Gorbatschow-Biografie. Krone-Schmalz war von 1987 bis 1991 ARD-Korrespondentin in Moskau; in Vortragsreisen hat sie sich unter anderem als Kritikerin der Osteuropapolitik profiliert.

Die Aktualität des Films von Ralf Eger („Gegen den Mainstream: BR-Kameramann bricht sein Schweigen“) zeigt ein Zitat, das Bettina Schaefer in Gödelitz vortrug: „Damals dachten bei uns wohl viele Menschen, mit der Befreiung kommt auch der Wohlstand. Als das nicht passierte, wollten viele auch die Freiheit nicht mehr.“ Die im Juni 2025 verstorbene Bettina Schaefer hat mehrfach in der Gedenkstätte ihre Bücher vorgestellt, unter anderem „Lasst uns über Auschwitz reden“, und „Für Freiheit kämpfen – selbstbestimmt leben“. Felix Schaefer, der nun den von seiner Frau gegründeten Hamburger Jetztzeit-Verlag leitet, wird den Film vorstellen.

Michail Sergejewitsch Gorbatschow (02.03.1931–30.08.2022), hier bei einem Besuch in Travemünde im Jahre 2008. Foto: Archiv/HN

Michail Sergejewitsch Gorbatschow (02.03.1931–30.08.2022), hier bei einem Besuch in Travemünde im Jahre 2008. Foto: Archiv/HN


Text-Nummer: 180252   Autor: Veranstalter/red.   vom 24.06.2026 um 09.35 Uhr

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