Vortrag: Ostsee und Dassower See

Nordwestmecklenburg: Historikerin Christine Vogt-Müller und Andrea Eisenbarth vom Café „alles gewollt und mehr...“ in Pötenitz (Bergstraße 16) laden am Samstag, 27.06.2026 um 18:00 Uhr wieder ein zum Vortrag Grenzgeschichte – Ostsee und Dassower See. Die Veranstaltung ist kostenfrei und wird gefördert vom Landesbeauftragten MVP zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Um Anmeldung wird gebeten.

Mit dem Bau der Berliner Mauer in der Nacht zum 13. August 1961 war vor knapp 65 Jahren das letzte Schlupfloch in den freiheitlichen Westteil der Stadt geschlossen worden. DDR-Bürgern und Grenzgängern war damit der Weg in den Westen oder in den Ostteil der Stadt plötzlich versperrt. Die Ostsee schien da einen Ausweg in die Freiheit zu bieten. Ob auch auf See geschossen wurde – niemand wusste es genau.

Während die Flüchtlingszahlen insgesamt drastisch zurückgingen, stiegen sie an der Ostsee. Mit dem Mut von Verzweifelten wagten sich Flüchtlinge in Paddelbooten, Segelschiffen, Surfboards oder gar schwimmend auf die Ostsee, um die Küsten in Schleswig-Holstein, Dänemark oder gar Schweden zu erreichen. Dabei wurde manch einer zum Erfinder oder Leistungssportler, doch nur einer von zehn Flüchtlingen erreichte sein Ziel.

Heute ist der politische Druck in der DDR verblasst, das Leben wird mit zunehmendem Abstand zu oft schöngefärbt. Mit Fakten, Fotos und Dokumenten erinnert Christine Vogt-Müller daran, was es bedeuten konnte, in der Diktatur der SED ein Andersdenker zu sein.

Um Anmeldung unter 0162 1346733 wird gebeten.

Die Veranstaltung findet im Café „alles gewollt und mehr...“ in Pötenitz statt. Foto: Archiv/HN

Die Veranstaltung findet im Café „alles gewollt und mehr...“ in Pötenitz statt. Foto: Archiv/HN


Text-Nummer: 180263   Autor: Veranstalter/red.   vom 25.06.2026 um 09.51 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf X (Twitter) +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.

HL-live.de bei Google als Quelle bevorzugen