Hitze: Herausforderungen in Pflegeheimen
Lübeck - St. Gertrud: Die große Hitzewelle war eine außergewöhnliche Belastung, vor allem auch in Senioren- und Pflegezentren. Gerald Salke berichtet über die Situation im DRK Senioren- und Pflegezentrum in Israelsdorf.Im Nachhinein betrachtet, war es gar nicht so selbstverständlich, 70 Heimbewohner durch die mörderischen Hitzetage zu geleiten. Alles, was nur möglich war, fand auch Anwendung: von der heruntergelassenen Jalousie, die nur noch einen Spalt offen ließ, um die Luftzirkulation zu ermöglichen, rund um die Uhr kalte Getränke sowie feuchte Handtücher für den Nackenbereich bis hin zu einer Sonderration Eis für alle. Auch die Küchencrew spendierte kannenweise Eiscafé und passte das Mittagessen der Witterung an.
Schweißtreibend wurde es für den Pflegedienst, mehrfach musste die Arbeitskleidung gewechselt werden. Ventilatoren auf allen Stationen halfen kaum. Die Medienberichte über die vollen Notaufnahmen in den Kliniken spornten die Pflegenden nur noch mehr an, wirklich ihr Letztes zu geben, um den Bewohnern solche Konsequenzen zu ersparen. Sie hatten am Ende Erfolg: Alle 70 Bewohner haben diese Hitzewelle überstanden!
Einrichtungsleiter Matthias Gatermann konnte am folgenden Tag nur noch dankbare Bewohner begrüßen und sein Personal trat nach Schichtende müde, aber voller Stolz die Heimreise an.

Im Seniorenheim des DRK in Israelsdorf sorgten Eis und kalte Getränke für Abhilfe. Foto: DRK
Text-Nummer: 180414 Autor: Gerald Salke vom 30.06.2026 um 15.27 Uhr
