Studenten präsentieren Zukunftsideen für den Schuppen D

Lübeck - Innenstadt: Nach vielen Wochen Arbeit präsentieren Studenten des Fachbereichs Bauwesen der Technischen Hochschule Lübeck am Mittwoch, 8. Juli 2026, im Rahmen einer Abschlusspräsentation ihre Konzepte für den Umbau und die Nachnutzung des historischen Schuppen D auf der Lübecker Wallhalbinsel. In der Zeit von 8.30 bis etwa 11 Uhr werden acht Gruppen im Schuppen C zeigen, wie sie sich den nördlichen Teil des Gebäudes, der dauerhaftes Domizil der Lübecker Jugendbauhütte wird, vorstellen.

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Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) hatte den Gebäudeteil erworben, um die historische Industriearchitektur des Hafengebäudes zu bewahren und zugleich einen modernen Lern-, Arbeits- und Lebensraum für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Jugendbauhütte zu schaffen. Die Jugendbauhütten sind das Jugendprogramm der DSD und ermöglichen bundesweit ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege.

Werkstatt- und Büroräume, Seminar- und Gemeinschaftsflächen sowie Wohnmöglichkeiten sollen für die Lübecker Jugendbauhüttler entstehen. Die Werkstatt, die auch künftig gemeinsam mit der Gesellschaft Weltkulturgut genutzt werden soll, und die Halle selbst bieten bisher nur provisorische Bedingungen.

Im März hatten die 29 Masterstudenten, die am Mittwoch ihre Konzepte präsentieren, gemeinsam mit 22 Freiwilligen der Lübecker Jugendbauhütte bei einer Projektwoche erste Ideen für die Nachnutzung und sinnvolle Raumaufteilung entwickelt. Dabei musste nicht nur der Denkmalwert des Gebäudes berücksichtigt werden, sondern auch, dass der Umbau vielfältigen Nutzungsanforderungen gerecht werden muss und nach dem „Haus-im-Haus“-Prinzip erfolgen soll. Dabei werden kleinere Räume und Gebäudestrukturen in einen größeren Baukörper, wie in diesem Fall die Halle des Hafenschuppens, integriert.

Eine grüne Mitte im Schuppen, großflächige Dachöffnungen und Verglasungen, die mehr Licht in den Raum bringen, oder ein Ausstellungsbereich, der sich zur Altstadt hin öffnet, sind einige der Ideen, die die Studierenden für den Schuppen D im Mai entwickelt hatten. Was davon tatsächlich Eingang in die Konzepte gefunden hat, wird der Mittwoch zeigen. „Die Entwürfe der Studierenden sollen in die weitere Planung für den Schuppen D miteinbezogen werden. Wie und in welchem Rahmen das erfolgt, wird noch entschieden“, sagt Paula Wätzold vom Team Jugendbauhütten der DSD.

Auch über die Abschlusspräsentation hinaus werden die Ergebnisse sichtbar bleiben: Zum Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 werden die Entwürfe im Schuppen C auf der Wallhalbinsel in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Mit dem Umbau von Schuppen D soll beispielhaft ein Projekt verwirklicht werden, das historische Industriearchitektur bewahrt und zugleich einen modernen Lern- und Lebensraum für junge Menschen schafft.

Bundesweit unterhält die DSD 16 Jugendbauhütten mit jährlich rund 350 Plätzen. Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren erlernen dort traditionelle Handwerkstechniken, wenden sie am Original an und erfahren das Besondere, Echte und Authentische mit eigenen Händen. Mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) hat die DSD einen erfahrenen Partner an ihrer Seite, der die Umsetzung im Rahmen der staatlich anerkannten Freiwilligendienste sicherstellt.

Rund 80 Prozent der Teilnehmenden bleiben nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr im Handwerk, in der Denkmalpflege oder in der Restaurierung und beginnen häufig eine Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereich. Einsatzstellen leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes. Vorbild für die Jugendbauhütten sind die mittelalterlichen Bauhütten, in denen gemeinsam gelebt und gearbeitet wurde. Hier lernte der Lehrling vom Meister am Original.

www.jugendbauhuetten.de

Studenten des Fachbereichs Bauwesen der Technischen Hochschule Lübeck entwickeln Zukunftsideen für Schuppen D auf der Wallhalbinsel. Fotos: Paula Wätzol

Studenten des Fachbereichs Bauwesen der Technischen Hochschule Lübeck entwickeln Zukunftsideen für Schuppen D auf der Wallhalbinsel. Fotos: Paula Wätzol


Text-Nummer: 180467   Autor: Stiftung Denkamlschutz/r   vom 04.07.2026 um 14.15 Uhr

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