Großeinsatz beim Seebrücken-Schwimmen

Ostholstein: Das Seebrückenschwimmen von Sierksdorf nach Haffkrug endete am Samstag mit einem Großeinsatz des Rettungsdienstes. Vier der 178 Teilnehmer mussten mit einer Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht werden, zahlreiche weitere Schwimmer wurden vor Ort versorgt.

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Bei knapp 20 Grad und bewölktem Himmel war es zwar kein ideales Badewetter, aber die Schwimmer wurden von sehr kaltem Wasser überrascht. Ein Teilnehmer berichtet, dass die Ostsee in einem Meter Tiefe nur eine einstellige Temperatur hat. "Nachdem die ersten der insgesamt 144 Teilnehmenden die 3,2 Kilometer lange Strecke bereits absolviert hatten und im Ziel angekommen waren, entschied die den Wettbewerb begleitende DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft), die Veranstaltung vorzeitig zu beenden. Infolge der starken Winde und Strömungen der vergangenen Tage war die Wassertemperatur in tieferen Bereichen der Ostsee stellenweise deutlich gesunken. 55 Minuten nach dem Startsignal wurde der offizielle Abbruch bekanntgegeben", berichtet die Gemeinde Scharbeutz, zu der Haffkrug gehört.

Nachdem sich immer mehr Schwimmer mit einer Unterkühlung an Land begaben, startete ein Großeinsatz für den Rettungsdienst. Rund zehn Rettungswagen, zwei Notarzt-Einsatzfahrzeuge, der Rettungshubschrauber, die DLRG und die Feuerwehr versorgten die Betroffenen. 17 Patienten wurden gesichtet. Fünf Schwimmer wurden in Zelten wieder auf Temperatur gebracht, vier weitere Schwimmer mussten ins Krankenhaus gefahren werden. Einer von ihnen gilt als schwer verletzt.

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Die Strandallee in Haffkrug und angrenzende Bereiche mussten von 11 bis 14 Uhr voll gesperrt werden.

Bürgermeisterin Bettina Schäfer, die sich vor Ort selbst ein Bild machte und die Einsatzleitung unterstützte, bedankte sich anschließend bei den Einsatzkräften: „Eine solche Situation bei einem sportlichen Wettbewerb wünscht man sich nie, aber wie schnell und präzise nach Eintritt der Situation die verschiedenen Rädchen ineinandergriffen und Abläufe funktioniert haben, dafür möchte ich mich im Namen aller Beteiligten bedanken. Unser ausdrücklicher Dank gilt allen Einsatzkräften, die mit großer Professionalität, hoher Einsatzbereitschaft und hervorragender Zusammenarbeit gehandelt haben. Stellvertretend danken wir der DLRG, der Freiwilligen Feuerwehr Haffkrug, der Führungsgruppe der Feuerwehren Scharbeutz, dem Rettungsdienst Holstein (RDH), den Johannitern sowie der Polizei. Durch ihren schnellen und koordinierten Einsatz konnten alle betroffenen Schwimmerinnen und Schwimmer zügig versorgt und in Sicherheit gebracht werden.“

In Haffkrug kam es am Samstag zu einem Großeinsatz des Rettungsdienstes. Fotos: JW, VG

In Haffkrug kam es am Samstag zu einem Großeinsatz des Rettungsdienstes. Fotos: JW, VG


Text-Nummer: 180480   Autor: VG   vom 04.07.2026 um 15.54 Uhr

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