Lauerhofer Feld: Erschließung abgeschlossen, Hochbau kann starten

Lübeck - St. Gertrud: Die Entwicklung des neuen Wohnquartiers „Lauerhofer Feld“ in Lübeck-St. Gertrud verläuft weiterhin planmäßig. Die Erschließungsarbeiten sind inzwischen so weit abgeschlossen, dass die erste Ausbaustufe erreicht wurde und mit der Errichtung der Hochbauten begonnen werden kann, sobald die jeweiligen Baugenehmigungen vorliegen.

Die Hansestadt Lübeck zieht damit eine positive Zwischenbilanz für eines ihrer wichtigsten Wohnungsbauprojekte. Die technische und verkehrliche Erschließung des Gebietes ist weitgehend abgeschlossen und schafft die Voraussetzungen für den Beginn der Wohnbebauung. „Mit dem Erreichen der ersten Ausbaustufe haben wir einen wichtigen Meilenstein für das Lauerhofer Feld erreicht. Das Quartier entwickelt sich planmäßig und die Nachfrage nach den Grundstücken bestätigt das große Interesse an diesem nachhaltigen Wohnstandort“, erklärt Senatorin Pia Steinrücke.

Projekt liegt im Zeitplan
Trotz der derzeit ruhenden Bautätigkeit liegt die Entwicklung des Lauerhofer Feldes weiterhin im vorgesehenen Zeitplan. Die Erschließungsmaßnahmen sind zunächst so weit abgeschlossen, dass nun die einzelnen Bauherren die nächsten Schritte vorbereiten können. Sobald die ersten Baugenehmigungen vorliegen, kann unmittelbar mit den Hochbauarbeiten begonnen werden.

Derartige zeitliche Übergänge zwischen Erschließung, Vermarktung, Genehmigungsverfahren und Baubeginn sind bei großen Quartiersentwicklungen mit unterschiedlichen Bauherren üblich. Da weder die Dauer von Verkaufsprozessen noch die Bearbeitungszeiten der einzelnen Bauanträge vollständig vorhersehbar sind, entstehen in dieser Phase regelmäßig zeitweise Ruhephasen auf den Baustellen.

Vermarktung der Baufelder schreitet voran
Auch die Vermarktung des Neubaugebietes entwickelt sich erfolgreich. Das große Baufeld 1, das rund die Hälfte des gesamten Baugebietes umfasst, wurde bereits veräußert. Dort entstehen in den kommenden Jahren Mietwohnungen im Geschosswohnungsbau, ein Wohnheim für Mitarbeitende des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein sowie ein Parkhaus.

Darüber hinaus sind bereits fünf Doppelhausgrundstücke mit insgesamt zehn Doppelhaushälften verkauft. Für die noch verfügbaren Doppelhausgrundstücke läuft derzeit eine erneute Ausschreibung. Weitere Baufelder befinden sich aktuell in der Vermarktung oder stehen kurz vor dem Verkauf.

Großes Interesse trifft auf anspruchsvolle Rahmenbedingungen
Die Vermarktung der Doppelhaushälften hat seit ihrem Start ein großes mediales und öffentliches Interesse ausgelöst. Die hohe Zahl an Anfragen und Beratungsgesprächen zeigt, dass der Wunsch nach Wohneigentum und nach einem Zuhause in einem nachhaltigen, familienfreundlichen Quartier weiterhin groß ist.

Gleichzeitig zeigt sich, dass die Entscheidung für den Bau oder Kauf eines Eigenheims heute von vielen Faktoren beeinflusst wird. Insbesondere die gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten stellen zahlreiche Interessierte vor Herausforderungen. Nicht selten führen detaillierte Finanzierungsprüfungen dazu, dass ursprünglich geplante Bauvorhaben verschoben oder nicht weiterverfolgt werden können.

Darüber hinaus haben sich die Anforderungen an die berufliche Mobilität in den vergangenen Jahren verändert. Viele Haushalte müssen bei langfristigen Investitionsentscheidungen mögliche berufliche Veränderungen oder Standortwechsel berücksichtigen. Die Bindung an einen festen Wohnort wird daher häufig besonders sorgfältig abgewogen.

Auch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich auf das Entscheidungsverhalten aus. Unsicherheiten hinsichtlich der eigenen beruflichen Perspektiven oder der gesamtwirtschaftlichen Lage führen bei manchen Interessierten dazu, größere Investitionen zunächst zurückzustellen. Hinzu kommen individuelle Veränderungen der persönlichen Lebenssituation, die während eines oftmals mehrjährigen Planungs- und Entscheidungsprozesses auftreten können.

Nicht zuletzt beeinflussen die derzeitigen weltpolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Bereitschaft vieler Menschen, langfristige finanzielle Verpflichtungen einzugehen. Vor diesem Hintergrund werden Entscheidungen über den Erwerb von Wohneigentum heute vielfach intensiver geprüft als noch vor einigen Jahren.

Die Hansestadt Lübeck bewertet diese Entwicklung als Ausdruck veränderter gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Das Interesse am Wohnquartier Lauerhofer Feld bleibt weiterhin hoch. Die Erfahrungen der vergangenen Monate zeigen jedoch, dass zwischen einer ersten Interessensbekundung und einer tatsächlichen Kaufentscheidung oftmals umfangreiche Prüfungen und persönliche Abwägungsprozesse liegen.

Wohnraum für bis zu 1.000 Menschen
Das rund zehn Hektar große Baugebiet „Lauerhofer Feld“ im Stadtteil St. Gertrud zählt zu den bedeutendsten Wohnungsbauprojekten der Hansestadt Lübeck. Insgesamt sollen dort rund 400 Wohneinheiten für etwa 800 bis 1.000 Menschen entstehen.

Geplant ist eine ausgewogene Mischung aus Geschosswohnungsbau, Reihen- und Doppelhäusern. Ergänzt wird das Quartier durch eine Kindertagesstätte, eine Quartiersgarage zur Reduzierung des ruhenden Verkehrs sowie eine CO₂-neutrale Wärmeversorgung über ein innovatives Kalte-Nahwärmenetz. Damit leistet das Lauerhofer Feld einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum und zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung in Lübeck.

Franziska Zoske, Grundstücksmanagement Lübeck Ost, und Sandra Grunwald, Abteilungsleitung Grundstücksmanagement Lübeck Ost, beraten Bauwillige. Foto: Archiv/HL

Franziska Zoske, Grundstücksmanagement Lübeck Ost, und Sandra Grunwald, Abteilungsleitung Grundstücksmanagement Lübeck Ost, beraten Bauwillige. Foto: Archiv/HL


Text-Nummer: 180504   Autor: Presseamt/red.   vom 06.07.2026 um 17.31 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Mocker

schrieb am 06.07.2026 um 21.58 Uhr:
Ja natürlich ist die Nachfrage groß. Pensionäre vom Lauerhof und die, welche nachkommen. Warum sollten diese Staatsdiener einen weiten Weg haben. Wir tuen alles damit es unseren Beamten gut geht. Die Zeiten haben sich geändert. Wir wünschen Euch alles Gute.

Finn Schneider

(eMail: FinnSchneider9@web.de) schrieb am 07.07.2026 um 00.09 Uhr:
Danke Mocker,

würden sie auch noch die paar hundert Euro übernehmen, die ich als Pensionär dann als privat Versicherter abdrücken muss.

So, ich muss schnell weiter. Habe noch bis 6 Uhr Dienst, darf keine großen Fehler machen, damit Papa heil nach Hause kommt. Mama hat morgen auch Nachtschicht. Die muss auf Stunden kommen, sonst bekommt sie kaum eine Pension. Die hohen Kosten der privaten Krankenversicherung hat sie trotzdem. Gerade bei uns Schichtdienstlern wird später gut zugelangt.... Wir sind nämlich fast alle nach 10 Jahren Schicht chronisch Krank, wenn es nicht vorher schon das Messer oder belastender Einsatz erledigt hat.

Nochmal vielen Dank Mocker! Von Menschen wie ihnen verlange ich keinen Dank. Sie zahlen ja schließlich Steuern, da sollte Ihnen überall der rote Teppich ausgerollt werden.

Wussten sie eigentlich, dass Beamtenkinder privat versichert werden müssen und auch das Geld kostet?

Also nochmal herzlichsten Dank!!!!

Klar hätte ich es mir in einem warmen Büro mit Weihnachtsgeld und Homeoffive gemütlicher machen können, wollte ich aber nicht. Klar hätten sie das Recht der freien Berufswahl auch in Anspruch nehmen können. Wenn andere aber bereits in jungen Jahren Entscheidungen treffen, die sie im Alter bereuen, dann sind nicht zwangsläufig die anderen Schuld.....

Macker

schrieb am 07.07.2026 um 08.59 Uhr:
@Mocker
Ich bin jetzt nicht so sicher, ob sie den Text richtig verstanden haben. Oder ob Sie überhaupt etwas richtig verstanden haben. Also, meines Wissens hat jedermann die Möglichkeit, sich auf diese Grundstücke zu bewerben. Warum die Vermarktung so schleppend läuft und warum Frau Steinrücke das trotzdem als großen Erfolg bezeichnet, kann man sicherlich kritisch hinterfragen. Aber den von Ihnen gespannten Bogen zu "Pensionären vom Lauerhof", Staatsdienern und Beamten packen wir doch lieber in die Schubladen Sozialneid, Staatsverdrossenheit und Ahnungslosigkeit.

Harry

schrieb am 07.07.2026 um 09.30 Uhr:
Auch wenn der Vorredner @Mocker mit seinem Kommentar leider völlig am eigentlichen Thema vorbeiargumentiert hat, möchte ich dennoch kurz auf ihre Punkte eingehen @Finn Schneider:

Als Beamter entscheidet man sich während der aktiven Dienstzeit in den allermeisten Fällen bewusst für die private Krankenversicherung (PKV) – vermutlich, um jahrelang von den damit verbundenen Vorteilen und oft günstigeren Beiträgen in jungen Jahren zu profitieren. Es hätte jedoch jedem freigestanden, sich stattdessen für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu entscheiden (ggf. über die pauschale Beihilfe, die es mittlerweile in vielen Bundesländern gibt).

Wer im Berufsleben die Vorzüge des Systems genießt, muss eben auch mit den Konsequenzen im Alter leben. Dementsprechend hält sich mein Mitleid in Grenzen, wenn man als Pensionär nun höhere Beiträge zahlen muss als gesetzlich Versicherte. Jeder ist für seine damaligen wirtschaftlichen Entscheidungen selbst verantwortlich – man kann nicht erst die Rosinen picken und sich später über die Kosten beschweren.

Peter Bauer

schrieb am 07.07.2026 um 10.00 Uhr:
Der Inhalt des Textes ist ja wirklich zum abgewöhnen. Diese Schönrednerei kennt man sonst nur aus dem Bundeskanzleramt.

Die hohen Kosten entstehen durch die hohen Regulierungen.

Als ob eine Person oder Familie aufgrund der weltpolitischen Rahmenbedingungen Abstand vom Kauf eines Grundstückes in Lübeck nehmen würde.

Schuld sind immer die anderen... Leute.. :-D

Realtalker

schrieb am 07.07.2026 um 10.17 Uhr:
Auf den Kommentar von Mocker will ich mal nicht eingehen, da haben wohl (...) ...

Ich finde spannend, wie positiv der Artikel verpackt ist. Fakt ist ja, dass die Flächen für die Reihen- und Doppelhäuser schon vor sehr vielen Monaten ausgeschrieben wurden, unter knebelhaften Bedingungen wie dem zwanghaften Anschluss an das Wärmenetz mit zehnjähriger Abnahmeverpflichtung, dazu die Dringlichkeit, definitiv selbst einen Baupartner suchen zu müssen und den vielen kleinen Hinweisen darauf, dass Leute bevorzugt werden, denen es aufgrund derer Lebenslage und Einschränkungen eigentlich dringend abzuraten wäre, sich eine Immobilie noch zuzulegen.

Nun sind die restlichen Grundstücke nicht mehr zwingend zur Erbpacht ausgeschrieben, sondern können auch gekauft werden. Ein gutes Zeichen, dass nicht mehr jeder diesen Knebelvertrag eingeht, um etwas zu bauen, was einem im Zweifel später keinen finanziellen Mehrwert mehr bietet und für immer mit einer zweiten Miete belegt ist. Ab da an war dann auch mein Interesse mal geweckt, aber nur kurz.
Jetzt hab ich leider nicht den Freundeskreis, aus dem mal so ole dole jemand auch Lust hat ein Haus mit mir zusammen zu bauen und will man so etwas mit einer Stellenanzeige erledigen? Hallo ja, Sie gefallen mir nicht, Sie sind raus aus dem Casting.
Aber der größte Minuspunkt ist doch die eigentlich maximal fehlende Attraktivität. Da sollen einfach 1000 Menschen hin? Rund 400 Wohneinheiten?
Die Doppelhäuser und Reihenhäuser machen vllt. 50 Wohneinheiten aus, rund 100-150 Menschen. Dazwischen soll es dann Geschossbauten geben. Wie hoch mögen die wohl sein? Um nochmal rund 800 Menschen unterzubringen?
Das stelle man sich mal vor, da baut man für ne halbe Million nachher ein Haus und hat keine Sonne auf der Terrasse, weil vor dem Haus da sechsstöckige Geschossbauten stehen, mit Kita, Kiosk, Garage usw. noch dazu. Wahrscheinlich noch sozialer Wohnungsbau mit dabei. Laut, überfüllt, ohne Sonne. Nein Danke!

Martin Walter

schrieb am 07.07.2026 um 16.03 Uhr:
Die offizielle Entscheidung zur Auflösung und Rückgabe des betroffenen Teils (Feld 1) der Kleingartenanlage des KGV Lauerhof e.V. wurde von der Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck bereits am 28. April 2016 beschlossen. Nach guten 10 Jahren ist das Gelände also schon baureif. Reife Leistung.
Die Geschwindigkeit am ehemaligen Kleingartengelände Buntekuh / Grapengießerstraße ist übrigens auch nicht viel schneller. Der Verein hatte im Jahr 2019 die Rückgabe der Flächen von fast 20 Hektar an die Stadt beschlossen. Nicht alle Mitglieder waren davon begeistert. Für manche wurde ihr Paradies zerstört.
Aber immerhin sind mittlerweile die Gartenlauben abgebrochen und abgefahren. Die Buden die zwischenzeitlich immer wieder von Erlebnisorientierten Jugendlichen oder von dort nächtigenden Personen in Brand gesetzt wurden und viele Feuerwehreinsätze verursacht haben. Dafür Dank an das KWL. Wenn jetzt eine zügige Bebauung anvisiert wird kann man auch innerhalb von 10 Jahren fertig werden.
Warum man nicht auch oder gleichzeitig das Gelände von um die 30 Hektar nördlich der Kronsforder Landstrasse bei Semiramis, zwischen Kanal und A20 begonnen hat bleibt ein Rätsel. Die Flächen von 35 Hektar südlich sind ja mit einigen großen Ansiedlungen schon ganz gut gefüllt.
Ansonsten, die Konkurrenz schläft nicht:
Unternehmenspark im Hansebelt (Gremersdorf / Ostholstein)
Gewerbepark Trappenkamp (Kreis Segeberg)
Logistik-Hubs im Bereich Reinfeld / Bad Oldesloe