Balke: GKV-Änderungen sind keine Reform
Lübeck: Zum am Freitag beschlossenen GKV-Paket sagt der gesundheitspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Lübecker Landtagsabgeordnete Jasper Balke: "Wer ein krankes System stabilisieren will, der reformiert genau gar nichts."Wir veröffentlichen die weitere Mitteilung von Jasper Balke im Wortlaut:
(")Und wer die Beitragsstabilität von heute auf dem Rücken einer schlechteren Versorgung kauft, der produziert Chronifizierungen, eine höhere Krankheitslast durch weniger Prävention, ausbleibende Behandlungen und steigende Wartezeiten und schafft damit unabdingbar die Beitragssteigerung von morgen.
Dass Bundeskanzler Friedrich Merz das nun eingeleitete Ende der Psychotherapie und beispielsweise Ausbleiben der vollständigen Refinanzierung von Tarifsteigerungen in der Pflege als 'größte Sozialstaatsreform seit 20 Jahren' betitelt, zeigt, wie weit er von der Lebensrealität der Menschen im Land entfernt ist.
Eine echte Reform aus der Mitte muss kein Sozialkahlschlag oder Versorgungsabbau bedeuten, sondern könnte parteiübergreifend für unser Gesundheitssystem gestaltet werden. Private und gesetzliche Versicherungen müssen zu einer Gesundheitskasse mit einigen wenigen Krankenkassen, Gesundheitsförderung und sprechender Medizin als zentralen Säulen implementiert werden.
Die Reformbereitschaft ist weiterhin hoch, aber der große und verständliche Vertrauensverlust der Beschäftigten im Gesundheitswesen darf nicht immer weiter verschärft werden.(")

Der Lübecker Landtagsabgeordnete Jasper Balke kritisiert die Maßnahmen zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Foto: Grüne
Text-Nummer: 180597 Autor: Büro Balke/red. vom 11.07.2026 um 09.44 Uhr
