Das Wetter bleibt in Lübeck bei schönen Sommertagen

Lübeck: Zu warm oder zu kalt: Das Wetter wird in diesem Sommer häufig als negativ empfunden. Harald Denckmann hat die Daten und Wettermodelle ausgewertet. Sein Ergebnis: Wir haben schöne Sommertage. Und die bleiben uns erst einmal erhalten.

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Das Wettergedächtnis ist immer kurz. Wir hatten doch gerade einen der wärmsten Juni-Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, und danach ging es, wie von uns vorhergesagt, unspektakulär weiter. Die Rufe nach Badewetter wurden gerade wieder lauter, da stehen tatsächlich fast zwei Wochen Sommerwetter für uns an. Bewegungen sind auf einer Wetterkarte immer schwer darzustellen, aber der Doppelpfeil am Hochdruckgebiet soll andeuten, dass es sich ab dem 12. Juli zu uns ausdehnt und uns fast zwei Wochen lang das lang erwartete Urlaubswetter bescheren wird, bevor es sich dann wieder Richtung Westen zurückzieht.

Wetter wird natürlich von den Menschen unterschiedlich empfunden. Deshalb hat die Meteorologie das natürlich alles genau definiert, damit man rund um den Planeten weiß, worüber man sich eigentlich unterhält.

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Die Temperatur wird weltweit 2 Meter über dem Boden gemessen, im Schatten natürlich in einem gut belüfteten Gehäuse. Wenn die derart vom Deutschen Wetterdienst ermittelten Temperaturen am Tag einen Spitzenwert von 25°C erreichen oder übertreffen, spricht man von einem Sommertag. Der ist in der Grafik mit der gestrichelten Linie gekennzeichnet und wir sehen, dass die Temperatur sich eine ganze Zeit lang in diesem Bereich bewegen wird. Auf einen Grad genau darf man solche Temperaturprognosen natürlich nicht nehmen, die grobe Richtung wird aber deutlich. Sollten am kommenden Donnerstag sogar die erwarteten 30°C erreicht werden, sprechen wir zusätzlich von einem ‚Hitzetag‘ oder auch ‚Tropentag‘. Von diesen Hitzetagen hatten wir im Juni sieben Stück, von daher überall die berechtigte Alarmstimmung und die Forderung nach besserem Schutz der Bevölkerung.

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Meteorologische ‚Sommertage‘ hatten wir bisher im Juli noch gar nicht, die sollen jetzt erst kommen. Wahrscheinlich werden wir die erwartete Hitze auch angenehmer empfinden als in der vergangenen Juni-Periode. Im Juni kam sehr warme und auch sehr feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum. Jetzt haben wir eher trockene Luftmassen aus nördlichen Regionen zu erwarten, damit kann der Körper erheblich besser um.

Dass es im Sommer Sommertage gibt, sollte uns daher nicht überraschen. Wir im Norden scheinen aber einmal wieder Glück zu haben, besonders weil es bei uns nachts voraussichtlich abkühlen wird auf erträgliche Temperaturen zwischen 15°C und 21°C. Besonders in den Morgenstunden sollte es daher reichlich frische Luft geben.

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Kommen wir noch einmal wieder zum Doppelpfeil in der Wetterkarte. Gegen Ende Juli wird sich das Hochdruckgebiet aller Wahrscheinlichkeit nach wieder nach Großbritannien zurückziehen und wir bekommen kühlere und frische Meeresluft aus dem Norden. Dann haben wir zwar keine ‚Sommertage‘ mehr, aber immerhin noch erträgliche Temperaturen um die 20 °C. Niederschläge sind im Übrigen erst gegen Ende des Monats wieder wahrscheinlich.

Von daher sollten wir uns nicht beklagen. Wir haben schönes Urlaubswetter zu erwarten mit wenig Niederschlagswahrscheinlichkeit, die Luftqualität bezüglich Ozon, Feinstaub und Stickstoffdioxid ist derzeit gut und wir haben noch keine Waldbrände. In diesem Zusammenhang bitten wir alle Leser um Achtsamkeit in der Natur, damit das nach Möglichkeit so bleibt.

Das schöne Sommerwetter – wie hier am Sonntag – bleibt uns erhalten. Grafiken: Harald Denckmann, Fotos: Karl Erhard Vögele

Das schöne Sommerwetter – wie hier am Sonntag – bleibt uns erhalten. Grafiken: Harald Denckmann, Fotos: Karl Erhard Vögele


Text-Nummer: 180609   Autor: Harald Denckmann   vom 12.07.2026 um 17.02 Uhr

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