Linke planen Kundgebung: Das Leben bezahlbar machen
Lübeck: Für den 20. Juli 2026 um 18 Uhr ruft ein wachsendes Bündnis aus Betroffenen, Engagierten, sozialen Trägern und politischen Akteuren zu einer Kundgebung unter dem Motto „Es reicht! Das Leben bezahlbar machen“ auf. Die erste Veranstaltung findet auf dem Lübecker Klingenberg statt. Initiator der Kundgebung ist der Kreisverband Lübeck der Partei Die Linke.Auch wenn die Mobilisierung mitten in der Ferienzeit eine Herausforderung darstellt, hält der Kreisverband den Zeitpunkt für richtig. „In den vergangenen Wochen hat die Bundesregierung so viele Beschlüsse gefasst und Sparvorschläge vorgelegt, dass viele Menschen inzwischen wütend genug sind, um laut zu sagen: 'Es reicht!' Wir möchten dieser Wut einen Ort geben, an dem sie ausgesprochen werden kann. Unter dem Motto ‚Bildet Banden! Organisiert euch!‘ wollen wir Menschen das Gefühl der Hilflosigkeit angesichts des Kahlschlags im Sozialstaat nehmen und sie ermutigen, gemeinsam aktiv zu werden. Konkret geht es dabei um Einsparungen im Gesundheitsbereich, den Angriff auf Arbeitnehmerrechte sowie Kürzungen im Sozialbereich und bei der Eingliederungshilfe. Dabei stehen nicht unsere eigenen politischen Forderungen im Mittelpunkt. Vielmehr wollen wir Betroffenen die Möglichkeit geben, zu schildern, was die geplanten Maßnahmen ganz konkret für ihr Leben bedeuten. Gleichzeitig möchten wir auch für diejenigen laut werden, die sich selbst gerade nicht äußern können – weil sie um ihre Finanzierung fürchten müssen, wenn sie Kritik am System üben, weil sie so sehr mit der Bewältigung ihres Alltags beschäftigt sind, dass ihnen die Zeit fehlt, oder weil sie jede Hoffnung verloren haben, überhaupt gehört zu werden“, erklärt Bianca Szygula, Kreissprecherin der Linken in Lübeck.
Ihr Co-Kreissprecher Andreas Müller ergänzt: „Wir planen weitere Aktionen in verschiedenen Stadtteilen Lübecks, um möglichst viele Menschen zu erreichen und mitzunehmen. 'Solidarität' und 'Miteinander' dürfen nicht nur Schlagworte sein. Wir wollen diese Begriffe wieder mit Leben füllen und Menschen die Angst nehmen, mit ihren Sorgen allein zu sein.“
Gemeinsam erklären beide: „Wir freuen uns über weitere Mitwirkende und Unterstützende. Gleichzeitig möchten wir den organisatorischen Aufwand so weit wie möglich von den Schultern der Betroffenen nehmen. Viele Mitarbeitende sozialer Träger, Verbände und Initiativen sowie zahlreiche Ehrenamtliche arbeiten bereits am Limit – oft weit darüber hinaus. Gerade deshalb fehlen häufig die Kapazitäten, solche Proteste selbst zu organisieren. Umso wichtiger ist es, dass ihre Erfahrungen und Stimmen öffentlich Gehör finden, denn es ist sehr wichtig, was sie zu sagen haben.“
Ansprechpartnerin für die Organisation der Aktionen ist Bianca Szygula. Bei Fragen oder Interesse, Teil des Protestes zu werden, ist sie per E-Mail unter bianca.szygula@die-linke-luebeck.de erreichbar.

Die Linke Lübeck plant Protestaktionen gegen Sozialabbau.
Text-Nummer: 180690 Autor: Linke vom 15.07.2026 um 16.16 Uhr
