SPD Lübeck: Aus für Lambda ist ein Fehler
Lübeck: Das Bundesfamilienministerium unter Karin Prien (CDU) hat die Rahmenvereinbarung mit dem Jugendnetzwerk Lambda e. V. für die bundesweite queere Jugendarbeit zum Ende des Jahres gekündigt. Die Lübecker Sozialdemokratie stellt sich ungebrochen an die Seite der queeren Community und lehnt diese Kürzungen entschieden ab."Das Ende der Förderung bedeutet für Lambda den Wegfall der gesamten finanziellen Grundlage für die bundesweite Arbeit – auch die Jugendarbeit in Lübeck wäre davon betroffen", so die SPD Lübeck. "Das Jugendnetzwerk Lambda bietet seit 1990 bundesweit Anlaufstellen mit Bildungsangeboten, Empowerment-Aktionen und Möglichkeiten zur Selbstorganisation für queere Jugendliche und junge Menschen. Auch in Lübeck betreibt der Landesverband lambda::nord ein Jugendzentrum und bietet zahlreiche weitere Angebote der Jugendarbeit und Beteiligung direkt vor der Haustür. Nun droht der ersatzlose Wegfall der Finanzierungsgrundlage, die die Arbeit von Lambda seit Jahrzehnten trägt."
Der direkt gewählte Lübecker Bundestagsabgeordnete und SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf äußert sich dazu wie folgt: „Queere Jugendliche brauchen dringend sichere Anlaufstellen, an die sie sich wenden können – gerade in dieser Zeit, wo Diskriminierung und Anfeindungen wieder zunehmen. Es muss deshalb unbedingt gelingen, die Finanzierungsgrundlage für Lambda zu sichern. Die Bundesfamilienministerin darf all die jungen Menschen nicht im Stich lassen, in deren Leben Lambda ein extrem wichtiger Treffpunkt und Informationsort ist. Dafür setze ich mich auf Bundesebene mit voller Überzeugung ein."
Das Bundesfamilienministerium begründet die Kündigung der Rahmenvereinbarung mit Kosteneinsparungen. Bislang wurde die Jugendverbandsarbeit von Lambda aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes mitfinanziert. Die SPD Lübeck hat erhebliche Zweifel an dieser Begründung.
„Die Förderung von 380.000 Euro ist ein minimaler Betrag im Vergleich zu den Milliardensummen, die jährlich in Form von Subventionen oder Steuervergünstigungen an Konzerne fließen“, sagt Sandra Odendahl, Kreisvorsitzende der SPD Lübeck. „Das Ende der Förderung für Lambda ist eine unnötige und fatale politische Entscheidung, der wir uns entschlossen entgegenstellen“, so Odendahl.
Die SPD Lübeck sieht queere Jugendarbeit "als einen wichtigen Baustein für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade in einer Zeit, in der queere Menschen mit einem Höchststand an Diskriminierung konfrontiert sind, ist es unverhandelbar, dass queere Jugendverbandsarbeit finanziell abgesichert und perspektivisch sogar ausgebaut wird."
Die Lübecker Sozialdemokratie bedankt sich bei Lambda für die wichtige Arbeit, die der Verband seit Jahren in Lübeck und darüber hinaus leiste, und macht deutlich, dass sie sich auf Bundesebene für den Erhalt der Förderung einsetzen wird.

Die SPD Lübeck kritisiert das Ende der Förderung für die queere Jugendarbeit. Foto: SPD
Text-Nummer: 180737 Autor: SPD/red. vom 17.07.2026 um 15.37 Uhr
