BfL: Finger weg vom Sonntag!
Lübeck: Die Wählergemeinschaft „Bürger für Lübeck“ (BfL) spricht sich einer Mitteilung zufolge gegen eine weitere Ausweitung der Sonntagsöffnungszeiten aus. Nach Ansicht der BfL löst eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten nicht die Herausforderungen des stationären Einzelhandels und belebt die Lübecker Innenstadt nicht automatisch.Wir veröffentlichen die Mitteilung der BfL im Wortlaut:
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„Längere Öffnungszeiten allein schaffen keine attraktiven Innenstädte. Entscheidend sind vielfältige Angebote, eine hohe Aufenthaltsqualität, bezahlbare Ladenflächen und Konzepte, die Menschen wieder stärker in die Innenstadt ziehen“, erklärt Lothar Möller, Vorsitzender der BfL und Mitglied der Lübecker Bürgerschaft.
Die BfL sieht den Sonntagsschutz als wichtigen Bestandteil einer sozialen Stadtgesellschaft. „Für viele Beschäftigte im Einzelhandel ist der Sonntag der einzige verlässlich planbare freie Tag. Er ermöglicht Erholung, Zeit mit der Familie und gesellschaftliches Engagement“, so Möller.
Die Wählergemeinschaft warnt davor, den Sonntagsschutz schrittweise auszuhöhlen. „Der Sonntag ist verfassungsrechtlich geschützt und weit mehr als ein Wirtschaftsfaktor. Er ist ein gemeinsamer Ruhetag, der Menschen verbindet und Raum für Erholung schafft.“
Ausnahmen für notwendige Bereiche der Daseinsvorsorge bleiben für die BfL selbstverständlich richtig. Dazu gehören unter anderem Gesundheitswesen, Polizei und Rettungsdienste. Im Einzelhandel muss Sonntagsarbeit jedoch die Ausnahme bleiben.
„Lübeck braucht keine Einkaufsstadt rund um die Uhr, sondern eine lebendige Innenstadt mit guten Arbeitsbedingungen, regionaler Vielfalt und attraktiven Angeboten. Dafür müssen wir die richtigen politischen Weichen stellen“, betont Lothar Möller.
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"Längere Öffnungszeiten allein schaffen keine attraktiven Innenstädte“, so Lothar Möller. Foto: Archiv
Text-Nummer: 180792 Autor: BfL/red. vom 26.07.2026 um 13.16 Uhr
