Fluchtgeschichten: Viele Grüße aus Kiel

Nordwestmecklenburg: Am Samstag, 25. Juli 2026, laden Andrea Eisenbarth und Historikerin Christine Vogt-Müller Geschichtsinteressierte ein ins Café Alles gewollt und mehr....in Pötenitz, Bergstraße 16. Um 18 Uhr gibt es dann spannende Fluchtgeschichten und Informationen zur innerdeutschen Grenze mit dem Schwerpunkt Dassower See und Ostsee.

Im Fokus steht eine junge Frau aus Bad Doberan und ein Gewerkschafter aus Kiel, die sich 1972 kennenlernten und beschlossen zu heiraten. Das bleibt den Überwachern nicht verborgen. Über zwei Jahre wird Gabriele H. in einer OPK (Operative Personenkontrolle) der Stasi beobachtet, verfolgt, bespitzelt. Mehrere Inoffizielle Mitarbeiter (IM) berichten über die junge Frau und ihren Freund. Dann wird ihm die Einreise in die DDR verweigert, Briefe werden abgefangen oder geöffnet. Die Genossen der Stasi vermuten Fluchtabsichten. Am 13. Mai 1973 fängt die Abteilung M der Stasi, Postkontrolle, eine Nachricht von Gabriele H. an ihre Mutter ab: Bin gut in Kiel angekommen. Doch wie hat sie es geschafft, den Häschern zu entkommen?

Fluchten wie diese geben Einsicht in einen bedeutenden Teil des gewaltigen Stasiapparates, der im Auftrag der SED zur Verhinderung von Fluchten arbeitete. Am Beispiel dieser und anderer Grenzereignisse veranschaulicht Historikerin Christine Vogt-Müller auch die Entwicklung des Grenzregimes an der Küste und dem Dassower See.

Es wird um Anmeldung im Café gebeten unter 0162/1346733.

Der Grenzübergang Selmsdorf/Schlutup wurde im November 1979 eröffnet. Das Foto wurde von der DDR-Seite aufgenommen. Foto: BSTU

Der Grenzübergang Selmsdorf/Schlutup wurde im November 1979 eröffnet. Das Foto wurde von der DDR-Seite aufgenommen. Foto: BSTU


Text-Nummer: 180800   Autor: Veranstalter   vom 22.07.2026 um 16.02 Uhr

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