Nach Bahn-Entscheidung: Junge Union fordert Alkoholverbot auch am Lübecker ZOB

Lübeck: Die Junge Union Lübeck (JU) begrüßt in einer Mitteilung die Entscheidung der Deutschen Bahn, künftig an allen Bahnhöfen in Deutschland ein Alkoholkonsumverbot einzuführen. Die flächendeckende Umsetzung soll bis zum 15. Oktober 2026 abgeschlossen sein. Damit greift die Deutsche Bahn laut JU eine zentrale Forderung des im April vorgestellten JU-Konzepts „5-Sterne Lübeck“ auf. Die JU fordert jetzt unter anderem eine Ausweitung des Alkoholverbotes auf den ZOB und den Lindenplatz.

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Wir veröffentlichen die Mitteilung der Jungen Union im Wortlaut:

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„Die Entscheidung der Deutschen Bahn ist absolut richtig und überfällig. Konsum von Alkohol führt an vielen Bahnhöfen zu Belästigungen, Konflikten und einem Unsicherheitsgefühl bei Reisenden, Pendlern und Beschäftigten. Dass die Bahn nun bundesweit handelt, begrüßen wir ausdrücklich“, erklärt Ferry Eskelsen, stellvertretender Kreisvorsitzender der Jungen Union Lübeck. Für die Junge Union darf das Alkoholverbot auf dem Gelände des Lübecker Hauptbahnhofs allerdings nur der erste Schritt sein. Die Hansestadt müsse nun ebenfalls Verantwortung übernehmen und die weiteren Forderungen des Konzepts „5-Sterne Lübeck“ umsetzen.

„Die Deutsche Bahn macht vor, dass entschlossenes Handeln möglich ist. Jetzt muss auch die Lübecker Stadtverwaltung nachziehen. Das Alkoholverbot muss auf den ZOB und den Lindenplatz ausgeweitet werden, damit sich das Problem nicht lediglich um wenige Meter verlagert“, fordert Eskelsen.

Darüber hinaus fordert die Junge Union ein konsequenteres Vorgehen gegen aggressives und belästigendes Betteln sowie gegen das dauerhafte Übernachten in der Unterführung zwischen Hauptbahnhof und ZOB und an weiteren besonders stark frequentierten Orten. Gleichzeitig müssten soziale Wohnangebote, aufsuchende Sozialarbeit und konkrete Hilfsmaßnahmen für betroffene Menschen ausgebaut werden.

„Wir wollen soziale Probleme nicht verdrängen, sondern nachhaltig lösen. Es hilft niemandem, wenn Menschen dauerhaft in Unterführungen oder an Verkehrsknotenpunkten leben müssen. Wir brauchen klare Regeln im öffentlichen Raum und gleichzeitig verlässliche Hilfsangebote, die den Betroffenen eine echte Perspektive eröffnen“, so Eskelsen.

Zum Konzept „5-Sterne Lübeck“ gehören außerdem die regelmäßige Reinigung von Schildern, Pollern, Denkmälern und Statuen, der Austausch offensichtlich abgestorbener Bäume sowie eine dauerhafte Verbesserung von Sauberkeit, Ordnung und Aufenthaltsqualität zwischen Hauptbahnhof, ZOB und Holstentor.

Gerade für Touristinnen und Touristen, die mit der Bahn nach Lübeck reisen, prägt das Bahnhofsumfeld den ersten Eindruck der Hansestadt. Ein ungepflegtes Stadtbild, Belästigungen und sichtbare Verwahrlosung würden weder dem Anspruch Lübecks als UNESCO-Welterbestadt noch seiner Bedeutung als Tourismusstandort gerecht.

„In der Konkurrenz der Tourismusstandorte muss Lübeck standhalten können. Unsere historische Altstadt verdient einen würdigen und einladenden Eingangsbereich. Die Deutsche Bahn hat nun einen wichtigen Schritt gemacht. Die Hansestadt muss folgen und endlich ein umfassendes Konzept für Sauberkeit, Sicherheit und soziale Hilfe rund um Hauptbahnhof, ZOB und Lindenplatz umsetzen“, betont Eskelsen abschließend.

Die Junge Union Lübeck hält dabei an ihrem Ziel fest, die notwendigen Maßnahmen durch eine klare Priorisierung im städtischen Haushalt zu finanzieren. Neue Schulden sollen dafür nicht aufgenommen werden.
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Das Alkoholverbot muss auf den ZOB und den Lindenplatz ausgeweitet werden, damit sich das Problem nicht lediglich um wenige Meter verlagert“, fordert Ferry Eskelsen, stellvertretender Kreisvorsitzender der Jungen Union Lübeck. Fotos: Archiv/HN

Das Alkoholverbot muss auf den ZOB und den Lindenplatz ausgeweitet werden, damit sich das Problem nicht lediglich um wenige Meter verlagert“, fordert Ferry Eskelsen, stellvertretender Kreisvorsitzender der Jungen Union Lübeck. Fotos: Archiv/HN


Text-Nummer: 180802   Autor: JU/red.   vom 22.07.2026 um 09.41 Uhr

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