Volt zum Mühlentor-Teller: Mit Kreuzung fünfmal so viele Unfälle

Lübeck - St. Jürgen: "Der Plan der Lübecker Stadtverwaltung, den Mühlentorteller in eine Kreuzung umzubauen, ist sehr gefährlich", sagt Tim Stüttgen, für die europäische Partei Volt in der Lübecker Bürgerschaft, in einer Mitteilung und rechnet vor: „Analog zu Verlautbarungen des Landes Schleswig-Holstein werden wir hier künftig mit fünfmal soviel Unfällen rechnen müssen!“

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Wir veröffentlichen die Mitteilung von Volt im Wortlaut:

Land Schleswig-Holstein befürwortet Kreisverkehrsplätze
Unter www.schleswig-holstein.de findet sich auf den Internetseiten des Landes unter der Überschrift "Kreisverkehre - eine runde Sache" eine klare Empfehlung für den Bau von Kreisverkehrsplätzen. Zur Begründung heißt es hier wörtlich: "Der erste Grund ist die Verkehrssicherheit: Nach einem Umbau zum Kreisverkehrsplatz sind die Unfallzahlen an Knotenpunkten um durchschnittlich 80 Prozent zurückgegangen. Zudem hat in der Regel die Schwere der Unfälle abgenommen." Ein Umbau eines Kreisverkehrs in eine Kreuzung müsste demnach mathematisch eine Verfünffachung der Unfallzahlen nach sich ziehen.

Mühlentorplatz hat gute Voraussetzungen für einen Kreisverkehr
Der Fahrbahnring des Mühlentortellers hat einen Außendurchmesser von etwa 37 Metern, inklusive des umlaufenden Fahrradwegs sind es sogar 49 Meter. Damit hat der Platz in Anlehnung an die Angaben des Landes ideale Voraussetzungen für einen Kreisverkehr. Ein deutliches Defizit sind indes die aktuell viel zu großen Einfahr- und Ausfahrradien. Diese seien im Gegensatz, so das Land Schleswig-Holstein, klein zu wählen. Die Folge und damit der Sinn sind klar: "Die gefahrenen Geschwindigkeiten sinken bei kleineren Radien und damit sowohl die Anzahl der Unfälle, als auch ihre Schwere", sagt Tim Stüttgen. "Die Stadtverwaltung meint jedoch, es besser zu wissen, und sperrt sich völlig gegen die Einsicht in derartig offensichtliche und erwiesene Zusammenhänge."

Gelten auch die Naturgesetze in Lübeck nicht?
"Es fällt schon schwer, sich nicht einmal mehr von der Lübecker Stadtverwaltung für dumm verkauft vorzukommen", so Tim Stüttgen. "Es ist geradezu so, als wollte der Bürgermeister der Lübecker Bevölkerung weismachen, dass die Naturgesetze hier in Lübeck nicht gelten. Während überall anders der Bau von Kreisverkehren die Unfallzahlen deutlich senkt, soll es in Lübeck genau umgekehrt sein: Hier glaubt man, die Unfälle durch den Umbau eines Kreisverkehrs in eine Kreuzung zu senken. Verkehrte Welt!"

Kreisverkehre haben viele Vorteile
Aber das Land listet noch weitere Vorteile von Kreisverkehren auf: Sie sparen Kosten, sorgen für einen besseren Verkehrsfluss und lassen sich vorteilhaft in die Landschaft einbinden.

"Der Plan der Lübecker Stadtverwaltung, den Mühlentorteller in eine Kreuzung umzubauen, ist sehr gefährlich", sagt Tim Stüttgen (Volt). Fotos: Tim Stüttgen


Text-Nummer: 180806   Autor: Volt/red.   vom 22.07.2026 um 11.48 Uhr

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