Viel Beifall in St. Katharinen
Lübeck - Innenstadt: Die von Hans-Jürgen Schnoor begründete Konzertreihe „12.15 Uhr“ jeweils sonnabends in der Katharinenkirche ist ein besonderes Juwel in der Lübecker Musikszene. Bei freiem Eintritt – nur der Eintritt in die Museumskirche kostet vier Euro – kommen hier Werke vom Barock bis zur Gegenwart zur Aufführung. Am Samstag erklang in der gut besuchten Kirche ein eher selten gespieltes Werk, Luigi Boccherinis „Stabat mater“ für Solosopran und Streichquintett.Boccherinis Vertonung eines mittelalterlichen Gedichts über Schmerz und Leiden der Mutter Jesu beim Anblick ihres zu Tode gequälten Sohnes ist eindrucksvoll. Sie zeichnet die Emotionen Marias in intensiver Weise nach. Die Sopranistin Maike Albrecht gestaltete den Vokalpart facettenreich und mit technischer Brillanz, auch in den höchsten Höhen klang ihr hell timbrierter Sopran niemals angestrengt.
Anna Böhner, Tadeo Gil (beide Violine), Haylin Park (Viola), Daniel Wachsmuth (Cello) und Alf Brauer (Bass) spielten auf barocken Instrumenten mit Darmsaiten, der Klang war weicher als der von modernen Instrumenten, passte aber hervorragend zu Boccherinis Komposition. Das Publikum belohnte die Darbietung mit großem Beifall.

Die Sopranistin Maike Albrecht gestaltete den Vokalpart facettenreich und mit technischer Brillanz.
Text-Nummer: 180866 Autor: FEL vom 25.07.2026 um 18.53 Uhr
