1.500 Gäste: Besucher-Rekord beim Classical Beat Festival

Lübeck - Travemünde: Mit einem Besucherrekord und vier außergewöhnlichen Konzertabenden ist das „Classical Beat Festival 2026“ in Travemünde zu Ende gegangen. Gut 1.500 Gäste erlebten ein faszinierendes Festival zwischen Jazz, Klassik, Chanson, elektronischen Klängen, Big-Band-Sound und Tanz.

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Den Auftakt gestaltete der polnische Jazz-Pianist Leszek Możdżer. Barfuß und im Maßanzug betrat er die Bühne und zeigte eindrucksvoll, warum er zu den außergewöhnlichsten Pianisten der europäischen Jazzszene zählt. Mit virtuoser Technik, großer Spielfreude und ungewöhnlichen Klangexperimenten zog er das Publikum in seinen Bann. Dabei bezog er auch die Saiten des Flügels in sein Spiel ein und erzeugte mithilfe aufgelegter Ketten und Tücher überraschende Klangfarben. Das Publikum feierte ihn mit stehenden Ovationen.

Am zweiten Festivalabend traf der französisch-uruguayische Pianist und Klangkünstler Luciano Supervielle auf das 16-köpfige Jesse Mattern Orchestra unter der Leitung des Saxophonisten und Arrangeurs Jesse Mattern. Gemeinsam gestalteten sie einen wunderbar kontrastreichen und vielfältigen Musikabend zwischen Experiment, Jazz-Rock und Klassik. Poetische Klavierpassagen, elektronische Klangwelten und die kraftvolle Energie des jungen Orchesters verbanden sich zu einem ebenso atmosphärischen wie mitreißenden Konzerterlebnis. Die große musikalische Qualität und die spürbare Freude der sympathischen Künstlerinnen und Künstler übertrugen sich unmittelbar auf den Saal. Auch dieser Abend endete mit Standing Ovations.

Der dritte und vierte Abend gehörte der Festivalrevue „Let’s Dance – Nächte am Montmartre“. Unter der musikalischen Leitung von Pierre Bertrand entstand eine Reise zwischen französischem Jazz, Chanson, Swing und kraftvollen Big-Band-Klängen. Christophe Lampidecchia am Akkordeon, die European Jazz Companions sowie die Sängerinnen Ilana Bensemhoun und Cosima Schmid holten das Lebensgefühl von Paris an die Ostsee. Die Tänzerinnen und Tänzer des TSC Titanium Holstein Lübeck übersetzten die Musik in Bewegung und machten die beiden Abende zu einem lebendigen Gesamterlebnis aus Musik, Tanz und französischem Flair.

Auch der musikalische Nachwuchs erhielt beim „Classical Beat“-Festival wieder eine eigene Bühne. Beim Band-Contest auf der König Pilsener Bühne an der Nordermole im Rahmen der Travemünder Woche überzeugte „My Own Apocalypse“ die Jury und sicherte sich mit dem ersten Platz den Young Talents Award der Volksbanken und Raiffeisenbanken.

„Vier außergewöhnliche Konzertabende, ein begeistertes Publikum und Standing Ovation – einen schöneren Rahmen für unser zehnjähriges Jubiläum hätten wir uns kaum wünschen können“, zieht Festivalleiter Hans-Wilhelm Hagen Bilanz. „Besonders gefreut hat uns, wie selbstverständlich sich Klassik, Jazz, elektronische Musik, Big Band und Tanz zu einem gemeinsamen Festivalerlebnis verbunden haben. Unser Dank gilt allen Künstlerinnen und Künstlern, unserem Team, unseren Partnern und Förderern sowie dem Maritim Strandhotel für die großartige Gastfreundschaft.“

Doch noch ist das „Classical-Beat-Jahr 2026“ nicht zu Ende: Am Sonntag, 8. November, findet im Maritim Strandhotel das Abschlusskonzert des diesjährigen Festivals statt.

Und nach dem Festival ist bekanntlich vor dem Festival: Bereits am 24. Januar 2027 startet „Classical Beat“ – ebenfalls im Maritim Strandhotel – mit einem Neujahrskonzert in das neue Festivaljahr. Gastland 2027 ist Polen. Nach dem diesjährigen Frankreich-Schwerpunkt schlägt „Classical Beat“ damit ein neues musikalisches Kapitel auf und rückt die vielfältige Musik und Kultur des östlichen Nachbarlandes in den Mittelpunkt.

Im Sommer kehrt das „Classical Beat Festival“ an die Ostsee zurück. Während der Travemünder Woche, die 2027 vom 23. Juli bis zum 1. August stattfindet, dürfen sich die Gäste erneut auf besondere Konzertabende im Maritim Strandhotel Travemünde freuen.

Am zweiten Festivalabend traf der französisch-uruguayische Pianist und Klangkünstler Luciano Supervielle auf das 16-köpfige Jesse Mattern Orchestra. Fotos: Christina Braune

Am zweiten Festivalabend traf der französisch-uruguayische Pianist und Klangkünstler Luciano Supervielle auf das 16-köpfige Jesse Mattern Orchestra. Fotos: Christina Braune


Text-Nummer: 180900   Autor: Veranstalter/red.   vom 28.07.2026 um 10.57 Uhr

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