Bauspielplatz Buntekuh: Brandruine wird nach einem halben Jahr gesichert
Lübeck - Buntekuh: Herrlich windschiefe Hütten bestimmen das Bild auf dem Bauspielplatz Buntekuh. Etwas abseits der Idylle steht ein hölzerner Schuppen, der als Lagerfläche diente. Bis Januar dieses Jahres, als das Gebäude in Flammen aufging. Ein einzelnes rot-weißes Flatterband verwehrt den Zugang zur Brandruine mit den scharfkantigen Ausrüstungs-Resten darin. Kaum geeignet, neugierige Kinder zurückzuhalten. Jetzt soll das Gebäude bis zum Abriss besser gesichert werden.
Den Bauspielplatz Buntekuh gibt es seit Jahrzehnten, ganze Generationen haben hier schon mit Hammer, Nägeln und groben Brettern ihre Hütten gebaut. Kindern und Jugendlichen, so ist es auf der Internetseite der Stadt nachzulesen, stehen neben dem Hüttenbauplatz auch Feuerstellen, Spiel- und Sportmöglichkeiten sowie ein festes Blockhaus mit Küche, Spiel- und Fachräumen und ein selbstgebautes Werkstattgebäude zur Verfügung. Für abenteuerlustige Kinder ein Traum auf 10.000 Quadratmetern.
Platz steht allen Besuchern offen
„Der Platz steht während der Öffnungszeiten allen Besucherinnen und Besuchern ohne Anmeldung und kostenlos offen“, wirbt die Stadt für das Angebot. „Neben den Kindern und Jugendlichen, die am Nachmittag zu uns kommen, nutzen auch Schulen, Kindergärten und andere Einrichtungen die Möglichkeiten des Platzes, zum Beispiel für Projekttage, Ausflüge oder Feste.“ Im August zum Beispiel bieten die Malteser dort ein Ferienprojekt an (wir berichteten).

Brandruine seit einem halben Jahr offen zugänglich – jetzt wird abgesichert
Etwas abseits des Hauptgeländes sieht man eine verkohlte Holzhütte, die mit einem rot-weißen Plastikband versperrt ist. Tritt man näher, ist noch der Brandgeruch wahrzunehmen. Im Inneren sind unter anderem verbrannte Schlitten zu sehen. Nach Auskunft der Verwaltung brannte der Schuppen infolge von Brandstiftung bereits am 18. Januar 2026 ab. Durch die abgelegene Stelle und das leicht zu umgehende Absperrband könnte jederzeit jemand einsteigen und sich an den scharfkantigen Überresten der dort gelagerten Gegenstände verletzen. Das soll jetzt geändert werden: „Das Gebäude wird bis Ende dieser Woche baulich so gesichert, dass niemand mehr hineingelangen kann. Auch Gefahrenstoffe sind damit nicht mehr zugänglich (verbranntes Holz stellt Sondermüll dar)“, teilt die Verwaltung auf Nachfrage von HL-live.de mit. „Der Abriss erfolgt voraussichtlich bis Mitte August. In diesem Zuge werden auch die Gefahrenstoffe entsorgt.“
Versicherung übernimmt den Schaden
„Die versicherungs- und ermittlungsrechtlichen Untersuchungen sind nach jüngster Begehung abgeschlossen“, informiert die Verwaltung auf Nachfrage von HL-live.de. „Der Ersatz für das Lagergebäude und den verbrannten Inhalt wird über die Versicherung finanziert.“ Wer darüber hinaus den schönen Bauspielplatz unterstützen möchte, kann dies übrigens auch tun: „Wir freuen uns deshalb über Sachspenden wie Nägel, Werkzeuge, Holz, Seile, Planen, Stoff, Leder, Bälle, Fahrradteile, Lebensmittel und anderes“, heißt es auf den Seiten der Stadt.

Der im Januar abgebrannte Schuppen wird jetzt zunächst gesichert und dann fachgerecht mitsamt Inhalt entsorgt. Die Versicherung übernimmt den Schaden. Fotos: Helge Normann
Text-Nummer: 180912 Autor: Helge Normann vom 30.07.2026 um 10.03 Uhr
