Scharbeutz: Panik vor illegaler Party

Ostholstein: Die Verwaltung der Gemeinde Scharbeutz ist in großer Sorge: Auf Social Media haben Unbekannte offenbar zu einer „Secret Beach Party“ aufgerufen. So etwas kann schnell eskalieren. Bürgermeisterin Bettina Schäfer hat deshalb, ebenfalls auf Social Media, der Party eine klare Absage erteilt. „Diese Veranstaltung ist weder angemeldet noch genehmigt“, erklärt sie.

„Derzeit wird in den sozialen Medien, insbesondere auf TikTok, zu einer sogenannten Projekt X-Strandparty am 15. August 2026 in Scharbeutz aufgerufen“, schreibt Bürgermeisterin Bettina Schäfer im sozialen Netzwerk „Facebook“.

Polizei soll Party unterbinden
Unter den Hashtags #scharbeutz #strandparty #Polizei #ostholstein #bitteteilen schreibt die Bürgermeisterin zum Thema Beachparty: „Hierzu stellen wir unmissverständlich klar: Diese Veranstaltung ist weder angemeldet noch genehmigt. Die Gemeinde Scharbeutz wird diese Veranstaltung gemeinsam mit der Polizei unterbinden.“

Sorge um die Sicherheit
Der NDR hatte bereits am Donnerstag berichtet, dass den TikTok-Post schon 43.000 Menschen angesehen hätten. „Die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger, unserer Gäste sowie der Einsatzkräfte hat für uns höchste Priorität“, schreibt Bürgermeisterin Bettina Schäfer auf Facebook. „Unkontrollierte Massenveranstaltungen am Strand stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und werden von uns nicht geduldet.“

Gemeinde bittet, nicht zu kommen
Die Gemeinde Scharbeutz bittet daher, dem Party-Aufruf nicht zu folgen und nicht zur Veranstaltung anzureisen. „Sollten Sie den Aufruf auf TikTok oder anderen sozialen Medien sehen, bitten wir Sie ausdrücklich, diese Mitteilung zu teilen, damit möglichst viele Menschen erfahren, dass die angekündigte Veranstaltung unterbunden wird und eine Anreise zwecklos ist“, so die Bürgermeisterin in ihrem Post. Scharbeutz sei ein Ort der Erholung, des Miteinanders und des gegenseitigen Respekts. „Dafür stehen wir ein – gemeinsam mit unserer Polizei und allen Einsatzkräften.“

Ausgang ungewiss
Der Ausgang der Sache ist ungewiss. Es ist gut möglich, dass gerade der offizielle Warn-Post der Gemeinde der illegalen Party überregionale Aufmerksamkeit verschafft und der Algorithmus nun die ursprüngliche Nachricht weiter pusht. Selbst wenn nur ein Bruchteil der Zusagen eingehalten wird, könnten sich Hunderte Leute am Strand einfinden. Dazu kommt ein möglicher „Katastrophentourismus“ von Neugierigen, die zwar nicht feiern, sich die Sache und den möglichen Polizeieinsatz aber mal ansehen wollen. Vielleicht passiert aber auch gar nichts. Auf jeden Fall dürfte der zusätzliche Aufwand einiges kosten – und den Gemeindevertretern die kommenden Wochen noch Kopfzerbrechen bereiten.

Tagsüber gehört der Strand von Scharbeutz den Urlaubern. Dass er nachts von einer illegalen Party gekapert wird, will die Gemeinde unterbinden. Foto: Archiv/HN

Tagsüber gehört der Strand von Scharbeutz den Urlaubern. Dass er nachts von einer illegalen Party gekapert wird, will die Gemeinde unterbinden. Foto: Archiv/HN


Text-Nummer: 180974   Autor: Helge Normann   vom 31.07.2026 um 14.41 Uhr

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