Vier neue Blitzer für Lübeck
Lübeck: In diesem Jahr werden die Einnahmen der Stadt durch Bußgelder vermutlich 200.000 Euro unter dem Vorjahr liegen. Das soll sich kommendes Jahr ändern. An der Wallstraße und der Ortseinfahrt Travemünde entstehen feste Blitzer, dazu kommen ein weiterer Blitzerhänger und eine kombinierte Rotlicht- und Tempomessanlage.Die Stadt nimmt im kommenden Jahr kräftig Geld in die Hand, um in die Überwachung zu investieren. Ein neuer Blitzerhänger kostet inklusive Zugfahrzeug 130.000 Euro, die neue stationäre Anlage an der Wallstraße 175.000 Euro, der feste Blitzer am Ortseingang von Travemünde 120.000 Euro. Dazu kommt eine kombinierte Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachungsanlage für 70.000 Euro. Für weitere 6500 Euro wird ein vorhandener Blitzerhänger auf neuen technischen Stand gebracht.
Die Stadtverwaltung geht im kommenden Jahr von zusätzlichen 727.000 Euro an Bußgeldern aus. Damit sind die Investitionen bereits bezahlt. Insgesamt sollen es dann 6.527.500 Euro in einem Jahr sein. Im vergangenen Jahr kamen knapp vier Millionen Euro durch Geschwindigkeitsüberwachung und rund 1,8 Millionen Euro durch sonstige Verstöße, wie Falschparken in die städtische Kasse.
Ob die Rechnung aufgeht, muss sich erst zeigen. Feste Blitzer erwischen nach kurzer Zeit nur noch auswärtige Fahrer. So wurden in der Neuen Hafenstraße im Jahr 2025 knapp 1,5 Millionen Fahrzeuge gemessen. Dabei gab es 4228 Beanstandungen. Auch bei den Messstellen im St.-Jürgen-Ring und an der Wallbrechtstraße werden über 99,5 Prozent der Autos nicht verwarnt. An den beiden neuen Standorten in Travemünde und an der Wallstraße fanden 2024 keine Messungen statt.

Unter anderem am Ortseingang von Travemünde soll ab kommenden Jahr durchgehend geblitzt werden. Foto: Helge Normann/Archiv
Text-Nummer: 180975 Autor: VG vom 31.07.2026 um 14.45 Uhr
