Ministerin Schneider auf Sommertour beim Lübecker Haushalt

Lübeck - Innenstadt: Schwer beeindruckt war Schleswig-Holsteins Finanzministerin Silke Schneider am Montag, als Stadtkämmerer Manfred Uhlig und sein Abteilungsleiter Nils Bubolz ihr das gerade veröffentlichte aktuelle Zahlenwerk präsentierten. Die Ministerin machte bei ihrer Sommertour in Lübeck Station und informierte sich aus erster Hand über die städtische Haushaltslage.

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An den inhaltlichen Entscheidungen, die zu den einzelnen Positionen geführt haben, war die Ministerin natürlich nicht beteiligt. Es ging hier in erster Linie um die Verwaltungsleistung, die zu dem aktuellen Haushaltsentwurf geführt hat. Dabei hat die Lübecker Verwaltung ein Verfahren gefunden, die Haushaltspositionen transparent und im Detail für Bürger und Politiker darzustellen. Per Stichwortsuche kann man geplante Maßnahmen für einzelne Objekte abrufen. Das wurde am Beispiel einzelner Objekte wie beispielsweise der Zuschüsse für Maßnahmen am Johanneum oder am Buddenbrookhaus dargestellt.

Besonders transparent wurde es, als in der Darstellung neben der Gesamtsumme für den Bereich und den Einzelmaßnahmen auch noch Statistiken abgerufen werden konnten, die maßgeblich zur Entscheidungsfindung beigetragen haben. Das griff Bürgermeister Lindenau auch noch einmal besonders auf. "Man muss sich bei der Entscheidungsfindung ehrlich machen", damit man eine sachgerechte Entscheidung treffen kann. Die Materie ist so komplex, dass oftmals Zahlen im Raum stehen, die bei näherer Betrachtung keine reale Basis haben.

Der grundsätzliche Haushaltsentwurf steht jetzt. Wenn er so beschlossen wird, dann wird er auch genauso durchgeführt, machte der Bürgermeister noch einmal deutlich.

Die Haushaltslage ist weiterhin schwierig und zwingt zum sparsamen Handeln, für neue Projekte und Vorhaben ist kein Spielraum vorhanden. Dank des Sondervermögens des Bundes gibt es aber Investitionen insbesondere in Schulen und Kitas.

Große Sorgen bereiten Bürgermeister und Finanzministerin die exorbitant steigenden Sozialausgaben. Ohne Reformen in diesem Bereich sehen sie ganz schwere Zeiten auf die Kommunen zukommen.

Aufgrund des interessanten Themas machte Landtagsabgeordnete Anette Röttger von der CDU auch einen Abstecher von ihrer eigenen Sommertour. Für Abgeordnete und Ministerin Schneider gab es dann zum Abschluss auch noch etwas Sommerliches. Nach so viel schwierigem Zahlenwerk ging es zum Abschluss zu einer kleinen Führung ins Heiligen-Geist-Hospital. Da ging es sicherlich einmal nicht um Finanzierungsfragen, Kredite und Stiftungskapital. Neben Problemen bietet der Ort auch reichlich Kultur.

Im Original-Ton hören Sie Interviews von Harald Denckmann mit Finanzministerin Silke Schneider und Stadtkämmerer Manfred Uhlig.

Bürgermeister Jan Lindenau, Stadtkämmerer Manfred Uhlig und sein Abteilungsleiter Nils Bubolz im Gespräch mit Ministerin Silke Schneider. Fotos: Harald Denckmann

Bürgermeister Jan Lindenau, Stadtkämmerer Manfred Uhlig und sein Abteilungsleiter Nils Bubolz im Gespräch mit Ministerin Silke Schneider. Fotos: Harald Denckmann


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 181005   Autor: Harald Denckmann   vom 03.08.2026 um 19.14 Uhr

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