Freigabe der Eric-Warburg-Brücke verzögert sich
Lübeck: Die Freigabe der Eric-Warburg-Brücke verzögert sich. Ursprünglich war als voraussichtlicher Zeitpunkt für die Verkehrsfreigabe der 9. August 2026 vorgesehen (wir berichteten). Die Gewittersturmwarnung für den letzten Donnerstag und die damit verbundenen Sicherungsmaßnahmen an der Brücke waren in der Zeitplanung für die Sanierungsmaßnahme nicht vorhersehbar, teilt jetzt die Verwaltung mit. Es sei nun das Ziel, die Brücke spätestens zum Ende der Sommerferien in Schleswig-Holstein freizugeben.Aufgrund einer Gewittersturmwarnung musste das Gerüst für die Sanierungsmaßnahmen an der Eric-Warburg-Brücke am Donnerstagnachmittag, 30.7.2026, zurückgebaut werden. Dies war erforderlich, um die Brücke am Abend aus Sicherheitsgründen in der Hochlage zu verriegeln. Am Montagmorgen, 3.8.2026, wurde die Brücke wieder in die Arbeitslage bewegt und erneut eingerüstet. Seit Montagmittag arbeiten die Firmen wieder am Korrosionsschutz. Die durch den Auf- und Abbau des Gerüstes entstandene Verzögerung bei der Sanierung konnte leider nicht aufgeholt werden.
„Wetterabhängige Maßnahmen erschweren immer eine genaue Prognose im Projektablauf, Sicherheit geht hier vor, um weitere Schäden und die Gefährdung von Leib und Leben auszuschließen“, so die Verwaltung.

Die durch den Auf- und Abbau des Gerüstes entstandene Verzögerung bei der Sanierung konnte nicht aufgeholt werden. Foto: HL
Text-Nummer: 181057 Autor: Presseamt/red. vom 06.08.2026 um 13.31 Uhr

Kommentare zu diesem Text:
Birgit
schrieb am 06.08.2026 um 13.46 Uhr:
DAS war klar. Die Stadt hatte ja "voraussichtlich" am 9. August Fertigstellung geschrieben 😂🤣😅.
Noch ne Woche mehr Herrentunnel, die armen Spediteure. Warum werden denn nicht mehr Mitarbeitende an die Brückenarbeiten hinzu gezogen???
OHNE WORTE
Muco
schrieb am 06.08.2026 um 13.54 Uhr:
War klar,irgendwas ist ja immer!Ich hoffe nur,mit Ende der Sommerferien, sind die diesjährigen gemeint.
Dann würde sich die Baumaßnahme um ca.
1 Woche verschieben;na,schaun wir mal.
Ist egal
schrieb am 06.08.2026 um 14.05 Uhr:
Nennt mich kleinlich, aber wäre es nicht nice, hier einzuschreiben, wann das Ende der Sommerferien in SH ist? Oder ist die Erwartungshaltung, dass man nach der Nachricht noch weiter recherchiert? Oder das im Kopf hat?
Birgit
schrieb am 06.08.2026 um 14.20 Uhr:
@@is egal
Wer Nachrichten schaut und sich für seine Mitmenschen interessiert weiß, dass am 17.8. die Schule wieder beginnt 😅🤣😂😇
Erika Wartburg
schrieb am 06.08.2026 um 14.24 Uhr:
Auch wenn einige Dauernörgler und professionelle Miesepeter es anders sehen: So dramatisch war das Verkehrschaos bislang nicht.
Bislang.
Das ändert sich ab heute. Dass nun ausgerechnet jetzt die Marienbrücke zur Einbahnstraße wird, zeugt davon, dass das sogenannte "Verkehrsflussmanagement" vollständig versagt hat. Die jetzige Bauphase auf der Marienbrücke hätte problemlos um ein oder zwei Wochen verschoben werden können. Wer in Planung und Durchführung solche gravierenden Planungsfehler macht, ist für seinen Job definitiv nicht qualifiziert.
Muco
schrieb am 06.08.2026 um 14.45 Uhr:
@@ Birgit
Wäre auch interessant, ob am Wochenende
gearbeitet wird
Barny
schrieb am 06.08.2026 um 14.59 Uhr:
Aha, wegen einem Tag Unwetterwarnung soll es jetzt noch 11 Tage länger dauern.
Die Angestellten in der Verwaltung wollen uns wohl auf den Arm nehmen.
Das war doch von Anfang an schon klar.
Letztendlich sollte man die Verwaltung komplett austauschen gegen Menschen, die im Handwerk gelernt haben, die können wenigstens kalkulieren.
Unsere Lübecker Verwaltung verwaltet sich nur noch selber.
Klauser
schrieb am 06.08.2026 um 15.43 Uhr:
Es wäre schon klasse, das Datum des Ferienendes gleich mitgeteilt zu bekommen. Aber natürlich kein Beinbruch, da wir hier kostenlos umfassend informiert werden. Danke dafür nochmals.
@Erika Wartburt - klasse Wortspielrei, übrigens. Die Marienbrücke ist nicht erst seit heute einspurig. Und war auch zweispurig mit Baustelle schon ein Krampf, und für Fahrradfahrer äußerst gefährlich.
Die meisten von uns sollten Fussball-Toto spielen bei der Trefferquote. War wohl fast jedem klar dass die EW-Brücke nicht pünktlich fertig wird.
Ich muss auch sagen, einen Tag Gewitter - mehrere Tage Verzögerung - die Stadt sollte wenigstens ehrlich zu seinen Bürgern sein, wenn sie schon unfähig ist den Verkehr zu planen.
Michael
schrieb am 06.08.2026 um 16.20 Uhr:
Es fehlt leider die Jahresangabe dazu, welche Sommerferien gemeint sind!
2027 oder später?
Birgit
schrieb am 06.08.2026 um 16.48 Uhr:
Muco:
Ich glaube NICHT. Donnerstag Gewitterwarnung, Montag erst wieder eingerüstet.
3 Tage NICHTS 🤨.
Da müsste die Stadt die sämtlichen Herrentunnelgebühren zahlen. Mal schauen, was heute beim Sturm passiert 😂🤣😅
John Doe !
schrieb am 06.08.2026 um 17.12 Uhr:
Barnie: am Donnerstag wurde Unwetterwarnung von DWD ausgesprochen. Daraufhin hat die Gerüstbaufirma das Gerüst weitgehend zurückgebaut, so dass die Klappen sicher in Hochlage gebracht wurde. Wenn die Firma am Freitag nicht erscheint, ist es logisch, dass es länger dauert. Also, erstmal schlau machen und dann meckern.
Barny
schrieb am 06.08.2026 um 18.47 Uhr:
@ John Die
Aha, sehr schlau!
Und wenn der Sturm für Sonntag angesagt wäre hätte er bis Dienstag warten müssen, da die Gerüstbaufirma im Wochenende ist
Wenn man möchte geht viel.
Für alle anderen bleiben nur Ausreden 😁.
Jürgen
schrieb am 06.08.2026 um 19.41 Uhr:
Das ist ja schon frech, Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln, wie der Bürger (...) wird
Autodödel
schrieb am 06.08.2026 um 23.50 Uhr:
Ja echt jetzt, voll die schlechte Planung. Wofür leisten wir uns denn diese teure Klimaleitstelle? Können die so ein Unwetter nicht einfach umleiten oder um zwei Wochen verschieben? Frechheit!
Auch blöd, dass die Gerüstbauer nicht das Wochenende durcharbeiten. Dabei freuen wir uns doch wie alle wie Bolle, wenn freitags um zwei der Chef das freie Wochenende streicht, oder?;)
Sylvia Zastrow
schrieb am 07.08.2026 um 06.55 Uhr:
Wie alle Termine , die zu irgendetwas vorraus gesagt werden ! Und dann noch einmal eine Verschiebung ! Es gibt so viele Dinge ,die typisch sind ,für Lübeck und für die Menschen ,die dafür zuständig sind !
Der schlaue Fred
schrieb am 07.08.2026 um 07.38 Uhr:
@Erika Wartburg
Hier zeigt sich mal wieder: viel Meinung, aber wenig Kenntnis der tatsächlichen Abläufe.
Das Bauunternehmen hat einen bestehenden Vertrag und muss sich an die vereinbarten Ausführungszeiten halten. Was glauben Sie, was passiert, wenn die Hansestadt Lübeck sagt: „Warten Sie bitte noch zwei Wochen mit den Arbeiten“? Dann kommt umgehend eine Verzögerungsanzeige mit entsprechenden Mehrkosten. Und wenn diese Kosten am Ende von der Allgemeinheit getragen werden müssen, ist das Gejammer meist genauso groß.
Kleiner Tipp: Nutzen Sie den Berliner Kreisel. Ja, das ist ebenfalls nicht ideal, aber immer noch sinnvoller, als am Casino zu stehen und zu hoffen, dass mehr als drei Autos pro Grünphase über die Rechtsabbiegerspur kommen.
Martin Walter
schrieb am 07.08.2026 um 11.28 Uhr:
Das hat doch alles System. Seit Jahrzehnten!
Die Lübecker Altstadt verzeichnet seit über fünf Jahrzehnten Versuche, den Durchgangsverkehr zu reduzieren. Was ursprünglich als gezielte Stadtgestaltung begann, hat sich durch akute Infrastrukturmängel und zeitgleiche Brückensanierungen zu einem faktischen Nadelöhr entwickelt.
Erste Fußgängerzonen
1970er Jahre
Abkehr vom Leitbild der „autogerechten Stadt“. Die Breite Straße wird schrittweise zur Fußgängerzone ausgebaut, gefolgt von verkehrsberuhigten Abschnitten in den angrenzenden Rippenstraßen (z. B. Hüxstraße).
Das Konzept der Verkehrsberuhigung Altstadt
1993 – 1998
Einführung des Schleifensystems zur Verhinderung des reinen Durchgangsverkehrs. Die Altstadt wird in Verkehrsbezirke unterteilt; Einfahrten werden durch Einbahnstraßen und elektronische Poller/Schranken (unter anderem an der Fleischhauerstraße und Hüxstraße) begrenzt.
Rahmenplan Innenstadt & Mobilitätskonzept
2018
Die Bürgerschaft beschließt neue Leitlinien zur Weiterentwicklung der Innenstadt. Ziel ist eine weitgehend autoarme Altstadt mit Stärkung des Rad- und Fußverkehrs sowie einer Aufwertung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
Verkehrsversuch Beckergrube („Beckergrube neu denken“)
2020 – 2023
Beginn des Reallabors in der Beckergrube: Der motorisierte Individualverkehr (MIV) wird auf Teilabschnitten gesperrt, um Platz für Gastronomie, Begrünung und Busse zu schaffen. Der Test mündet in der dauerhaften Umgestaltung der Achse.
Kumulation von Brückensperrungen & Großbaustellen
2023 – 2025
Mehrere zentrale Altstadtzufahrten sind zeitgleich betroffen:
Mühlentorbrücke: Sanierung und massive Kapazitätseinschränkungen.
Hubbrücke / Burgtor-Achse: Sperrungen bzw. Einschränkungen am nördlichen Zugang.
Bahnhofsbrücke & Wallbrücken: Langwierige Ersatzneubauten und Sanierungsarbeiten.
Aktuelle Lage: „Autoarme Altstadt“ durch Infrastruktur-Engpass
2026
Die geplante verkehrspolitische Zielsetzung einer autoarmen Innenstadt trifft auf die Notwendigkeit grundlegender Brückensanierungen. Die Altstadt ist für den reinen Durchgangsverkehr kaum noch passierbar; Zufahrten sind im Wesentlichen Anliegern, Lieferverkehr, ÖPNV sowie Zielverkehren zu den Parkhäusern vorbehalten.
Wer etwas recherchiert, der erkennt wer dahinter steckt.
Rentner
schrieb am 07.08.2026 um 12.18 Uhr:
Viele kaufen bei (…), warum beauftragt die Stadt keine Firma aus China, dann wäre die Reparatur schon lange gegessen, auch die Hubbrücke wäre schon erledigt.
MfG, der Rentner
Oliver HL
schrieb am 07.08.2026 um 13.11 Uhr:
Ich hatte wohl offensichtlich sehr viel Glück, dass ich am Mittwoch Vormittag (05.08. 9:15 Uhr) über Falkenstraße, Kanalstraße und Marienbrücke zur Lohmühle ohne Stau gekommen bin.
Auf meiner Rückfahrt gegen 12:30 Uhr war dann die Marienbrücke stadtauswärts halbseitig gesperrt und der Verkehr staute sich bereits vom Lindenteller über die Willy-Brand-Alle über die Untertrave bis weit in die Kanalstraße hinein. Möchte gar nicht wissen, wie es gegen 16/17 Uhr dort ausgesehen hat.
Ich habe keine Ahnung, wer hier nicht mit wem gesprochen hat, aber das die Umleitungsstrecke für die Eric-Wartburg-Brücke über die Marienbrücke stadtauswärts zeitgleich gesperrt wird, spricht nicht gerade von irgendeiner Kompetenz in der Lübecker Behörde, die das zu verantworten hat.
Und jetzt noch eine Woche länger... Hurra!
P.S. Warum hat man eigentlich keine zweigeteilte Brücke gebaut, sodass man für Wartungsarbeiten (oder bei Defekten) immer noch eine Hälfte geöffnet lassen kann? Wir reden hier immerhin von einer der zentralen Hauptverkehrsstraßen in Lübeck.
ExPope
schrieb am 07.08.2026 um 14.35 Uhr:
Der Mehraufwand war nicht vorhersehbar, aber das Unwetter. Die nächste Fehlplanung/ Koordination.