Löwen-Apotheke schließt
Lübeck - Innenstadt: Nach mehr als 200 Jahren endet zum 31. August 2026 die Geschichte der Löwen-Apotheke in der Lübecker Altstadt. Mit der Schließung endet die Geschichte einer Apotheke, die über Generationen weit mehr war als ein Ort der Arzneimittelversorgung.
Seit 1812 kamen Menschen hierher mit kleinen und großen Sorgen. Sie kamen wegen eines Rezepts – und oft gingen sie mit etwas viel Wertvollerem nach Hause: mit dem Gefühl, verstanden worden zu sein. Für Marcus Niendorf ist dieser Tag deshalb weit mehr als das Ende eines Unternehmens. „Natürlich fällt mir dieser Abschied nicht leicht. Diese Apotheke gehört zu meinem Leben. Wenn ich an all die Jahre denke, denke ich nicht zuerst an Rezepte und Medikamente. Ich denke an Menschen. An Gespräche. An Vertrauen. Oft haben wir mehr miteinander geteilt als nur ein Rezept oder eine Packung Aspirin.“
Die Löwen-Apotheke wurde 1812 gegründet und gehört seit 1898 zur Geschichte der Familie Niendorf. Marcus Niendorf führte sie seit 1992 in vierter Generation. Wer ihn kennt, weiß, dass ihn nie allein die Pharmazie begeistert hat. Ihn faszinierte die Idee, für die kleinen und großen Herausforderungen des Alltags gute Lösungen zu finden. Dafür nahm er sich Zeit, entwickelte eigene Rezepturen und dachte oft weiter, als es der klassische Apothekenalltag zuließ.
Aus dieser Freude am Entwickeln entstand vor mehr als zwanzig Jahren – zunächst im Kellerlabor der Apotheke – die Löwen-Manufaktur. Was mit einigen eigenen Rezepturen begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem eigenständigen Unternehmen. Heute entstehen dort naturreine ätherische Öle, Naturkosmetik und Nahrungsergänzungsmittel – immer getragen von
demselben Gedanken: Natürliche Lösungen für alltägliche Probleme.
„Ich habe mich immer gern als Erfinder bezeichnet“, sagt Marcus Niendorf und lacht. „Mich hat immer begeistert, wenn aus einer Idee etwas geworden ist, das Menschen wirklich hilft. Die Löwen-Manufaktur ist mein schönstes Kind. Jetzt bekommt sie die Zeit, die sie verdient.“
Dabei versteht Marcus Niendorf die Manufaktur nicht als Neuanfang, sondern als Fortsetzung dessen, was ihn sein ganzes Berufsleben begleitet hat. „Ich habe nie daran geglaubt, Menschen zu sagen, was sie tun müssen. Ich wollte ihnen Möglichkeiten zeigen. Alles kann, nichts muss. Daran hat sich bis heute nichts geändert.“ Was früher in der Rezeptur der Apotheke entstand, entwickelt heute die Löwen-Manufaktur weiter – mit hochwertigen natürlichen Rohstoffen, pharmazeutischem Wissen und dem Anspruch, Menschen verlässliche Begleiter für ihren Alltag an die Hand zu geben.
Seit Anfang 2026 werden die Produkte schrittweise auf BIO-Qualität umgestellt. Die naturkosmetischen Produkte tragen zusätzlich das international anerkannte NATRUE-Siegel für zertifizierte Naturkosmetik. Für Marcus Niendorf ist das keine Abkehr von der Apotheke, sondern ihre konsequente Weiterentwicklung. Besonders dankbar blickt er dabei auf die Menschen, die diesen Weg mit ihm gegangen sind.
„Eine Idee allein trägt kein Unternehmen. Ich hatte das große Glück, ein Team an meiner Seite zu haben, das meine Begeisterung für Pflanzen, Düfte und gute Rezepturen geteilt hat. Ohne diese Menschen gäbe es die Löwen-Manufaktur nicht. Dafür bin ich von Herzen dankbar.“
Sein Dank gilt ebenso den vielen Kundinnen und Kunden, die der Löwen-Apotheke über Jahrzehnte die Treue gehalten haben. „Manche durfte ich über viele Jahre begleiten. Aus vielen Gesprächen wurden Beziehungen. Dieses Vertrauen war ein großes Geschenk.“
Mit der Schließung der Löwen-Apotheke endet eine mehr als zweihundertjährige Geschichte. Der Gedanke, der sie getragen hat, bleibt. Man kann eine Apotheke schließen. Aber nicht die Idee, die sie groß gemacht hat.
Die Löwen-Apotheke wurde 1812 gegründet und gehört seit 1898 zur Geschichte der Familie Niendorf. Marcus Niendorf führte sie seit 1992 in vierter Generation. Wer ihn kennt, weiß, dass ihn nie allein die Pharmazie begeistert hat. Ihn faszinierte die Idee, für die kleinen und großen Herausforderungen des Alltags gute Lösungen zu finden. Dafür nahm er sich Zeit, entwickelte eigene Rezepturen und dachte oft weiter, als es der klassische Apothekenalltag zuließ.
Aus dieser Freude am Entwickeln entstand vor mehr als zwanzig Jahren – zunächst im Kellerlabor der Apotheke – die Löwen-Manufaktur. Was mit einigen eigenen Rezepturen begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem eigenständigen Unternehmen. Heute entstehen dort naturreine ätherische Öle, Naturkosmetik und Nahrungsergänzungsmittel – immer getragen von
demselben Gedanken: Natürliche Lösungen für alltägliche Probleme.
„Ich habe mich immer gern als Erfinder bezeichnet“, sagt Marcus Niendorf und lacht. „Mich hat immer begeistert, wenn aus einer Idee etwas geworden ist, das Menschen wirklich hilft. Die Löwen-Manufaktur ist mein schönstes Kind. Jetzt bekommt sie die Zeit, die sie verdient.“
Dabei versteht Marcus Niendorf die Manufaktur nicht als Neuanfang, sondern als Fortsetzung dessen, was ihn sein ganzes Berufsleben begleitet hat. „Ich habe nie daran geglaubt, Menschen zu sagen, was sie tun müssen. Ich wollte ihnen Möglichkeiten zeigen. Alles kann, nichts muss. Daran hat sich bis heute nichts geändert.“ Was früher in der Rezeptur der Apotheke entstand, entwickelt heute die Löwen-Manufaktur weiter – mit hochwertigen natürlichen Rohstoffen, pharmazeutischem Wissen und dem Anspruch, Menschen verlässliche Begleiter für ihren Alltag an die Hand zu geben.
Seit Anfang 2026 werden die Produkte schrittweise auf BIO-Qualität umgestellt. Die naturkosmetischen Produkte tragen zusätzlich das international anerkannte NATRUE-Siegel für zertifizierte Naturkosmetik. Für Marcus Niendorf ist das keine Abkehr von der Apotheke, sondern ihre konsequente Weiterentwicklung. Besonders dankbar blickt er dabei auf die Menschen, die diesen Weg mit ihm gegangen sind.
„Eine Idee allein trägt kein Unternehmen. Ich hatte das große Glück, ein Team an meiner Seite zu haben, das meine Begeisterung für Pflanzen, Düfte und gute Rezepturen geteilt hat. Ohne diese Menschen gäbe es die Löwen-Manufaktur nicht. Dafür bin ich von Herzen dankbar.“
Sein Dank gilt ebenso den vielen Kundinnen und Kunden, die der Löwen-Apotheke über Jahrzehnte die Treue gehalten haben. „Manche durfte ich über viele Jahre begleiten. Aus vielen Gesprächen wurden Beziehungen. Dieses Vertrauen war ein großes Geschenk.“
Mit der Schließung der Löwen-Apotheke endet eine mehr als zweihundertjährige Geschichte. Der Gedanke, der sie getragen hat, bleibt. Man kann eine Apotheke schließen. Aber nicht die Idee, die sie groß gemacht hat.
Kommentare zu diesem Text (4):
Martin S.
schrieb am 7.8.2026 17.24 Uhr:
Kommt kein Nachfolger? Dann würde es doch weitergehen...
links dumm
schrieb am 7.8.2026 18.43 Uhr:
Für Oldschool und Traditionen ist leider kein Platz mehr in dieser Zeit, alles Gute....
Birgit
schrieb am 7.8.2026 20.39 Uhr:
Und so stirbt die Innenstadt weiter 🫣. Das wird leider nicht das letzte Geschäft bleiben.
Alles Gute und bleiben Sie gesund
Hein Stockel
schrieb am 7.8.2026 23.04 Uhr:
Tja, Günther Jauch sei Dank!
In der Tat, das ist ein wirklicher Verlust – nicht nur für die betroffene Apotheke, sondern auch für unsere Innenstadt. Aber seien wir doch ehrlich: Ein bisschen haben wir es selbst verbockt.
Die Medikamente werden bequem im Internet bestellt. Warum noch zur Apotheke gehen? Ein paar Klicks, ein Paketbote und schon ist die Hausapotheke wieder aufgefüllt. Beratung? Aufklärung? Persönliches Gespräch? Ach was – völlig überbewertet!
Und wenn ein bekannter Fernsehmoderator uns in der Werbung erklärt, wie praktisch das alles ist, muss es ja stimmen. Schließlich macht er das bestimmt aus reiner Nächstenliebe – und nicht etwa, weil Werbung zufällig ziemlich gut bezahlt wird.
Früher hieß es:
„Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“
Heute lautet die moderne Variante offenbar:
„Fragen Sie Ihren Arzt – oder Günther Jauch.“
Der Arzt darf dann erklären, was man eigentlich eingenommen hat, der Apotheker darf sich Gedanken über Wechselwirkungen machen – und Günther Jauch kassiert derweil die Werbegage.
Und irgendwann stehen wir dann vor der leeren Innenstadt und fragen uns verwundert:
„Wo sind eigentlich die ganzen Geschäfte und Apotheken geblieben?“
Tja – sie sind nicht plötzlich verschwunden. Wir haben sie einfach weggeklickt.