Mühlentorbrücke: Entscheidung über Baustart
Lübeck: Die Politik soll noch im August 2026 die Projektfreigabe für die Sanierung der Mühlentorbrücke erteilen. Geplant sind die Instandsetzung des historischen Stahlüberbaus, der Erhalt der dreistreifigen Verkehrsführung und zwei neue Anbauten für Fuß- und Radverkehr. Die Kosten liegen bei rund 29,5 Millionen Euro. Der Bauausschuss berät über das Projekt am 17. August, die Bürgerschaft trifft Ende des Monats die Entscheidung.
Ende 2025 war die Brücke wegen ihres schlechten baulichen Zustands vollständig für den Verkehr gesperrt worden. Eine Bauwerksprüfung hatte einen ungenügenden Zustand ergeben und eine umfassende Sanierung erforderlich gemacht.
Das denkmalgeschützte Bestandsbauwerk soll grundlegend instand gesetzt und beidseitig um neue Geh- und Radwegbrücken ergänzt werden. Die Anbauten ermöglichen künftig breitere und voneinander getrennte Flächen für Fußgänger und Radfahrer. Im Zuge der Arbeiten werden unter anderem die Fahrbahnkonstruktion erneuert, geschädigte Stahlbauteile instand gesetzt oder ersetzt, neue Widerlager hergestellt und die Leitwerke an aktuelle technische Anforderungen angepasst. Die vorhandenen Pfeiler im Kanal bleiben erhalten. Die neuen Anbauten entstehen östlich und westlich der Bestandsbrücke.
Nach der Projektfreigabe beginnen vorbereitende Maßnahmen wie die Freimachung des Baufeldes, Baumfällungen, archäologische Untersuchungen und Leitungsarbeiten. Parallel dazu laufen weitere Planungen und Ausschreibungen. Die eigentlichen Sanierungsarbeiten am historischen Brückenbauwerk sind von 2027 bis Ende 2028 geplant. Zeitgleich werden die neuen Anbauten errichtet. Im zweiten Quartal 2028 soll der Geh- und Radverkehr bereits über den fertiggestellten westlichen Anbau geführt und die bestehende Behelfsbrücke zurückgebaut werden. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für das dritte Quartal 2029 vorgesehen.
In den geschätzten Gesamtkosten von rund 29,5 Millionen Euro sind Bauleistungen, Planungs- und Ingenieurleistungen, archäologische Untersuchungen, Leitungsverlegungen, Verkehrssicherungsmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit enthalten. Mit der Sanierung wird die Lebensdauer des Bauwerks deutlich verlängert und eine moderne, sichere Verbindung für den motorisierten Verkehr, den öffentlichen Nahverkehr sowie den Fuß- und Radverkehr geschaffen.
Die Mühlentorbrücke wurde 1898 erbaut und verbindet die Lübecker Innenstadt mit den südlichen Stadtteilen über den Elbe-Lübeck-Kanal. Das rund 81 Meter lange Bauwerk steht unter Denkmalschutz und gilt als eines der bedeutendsten historischen Ingenieurbauwerke der Hansestadt. Die dreifeldrige Fachwerk-Zügelgurtbrücke prägt seit mehr als 125 Jahren das Stadtbild am Mühlentor und ist eine wichtige Verkehrsverbindung für den Individualverkehr, den öffentlichen Nahverkehr sowie Rettungs- und Versorgungsverkehre.
Die Vorlage für die Politik ist unter www.luebeck.de veröffentlicht,
Das denkmalgeschützte Bestandsbauwerk soll grundlegend instand gesetzt und beidseitig um neue Geh- und Radwegbrücken ergänzt werden. Die Anbauten ermöglichen künftig breitere und voneinander getrennte Flächen für Fußgänger und Radfahrer. Im Zuge der Arbeiten werden unter anderem die Fahrbahnkonstruktion erneuert, geschädigte Stahlbauteile instand gesetzt oder ersetzt, neue Widerlager hergestellt und die Leitwerke an aktuelle technische Anforderungen angepasst. Die vorhandenen Pfeiler im Kanal bleiben erhalten. Die neuen Anbauten entstehen östlich und westlich der Bestandsbrücke.
Nach der Projektfreigabe beginnen vorbereitende Maßnahmen wie die Freimachung des Baufeldes, Baumfällungen, archäologische Untersuchungen und Leitungsarbeiten. Parallel dazu laufen weitere Planungen und Ausschreibungen. Die eigentlichen Sanierungsarbeiten am historischen Brückenbauwerk sind von 2027 bis Ende 2028 geplant. Zeitgleich werden die neuen Anbauten errichtet. Im zweiten Quartal 2028 soll der Geh- und Radverkehr bereits über den fertiggestellten westlichen Anbau geführt und die bestehende Behelfsbrücke zurückgebaut werden. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für das dritte Quartal 2029 vorgesehen.
In den geschätzten Gesamtkosten von rund 29,5 Millionen Euro sind Bauleistungen, Planungs- und Ingenieurleistungen, archäologische Untersuchungen, Leitungsverlegungen, Verkehrssicherungsmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit enthalten. Mit der Sanierung wird die Lebensdauer des Bauwerks deutlich verlängert und eine moderne, sichere Verbindung für den motorisierten Verkehr, den öffentlichen Nahverkehr sowie den Fuß- und Radverkehr geschaffen.
Die Mühlentorbrücke wurde 1898 erbaut und verbindet die Lübecker Innenstadt mit den südlichen Stadtteilen über den Elbe-Lübeck-Kanal. Das rund 81 Meter lange Bauwerk steht unter Denkmalschutz und gilt als eines der bedeutendsten historischen Ingenieurbauwerke der Hansestadt. Die dreifeldrige Fachwerk-Zügelgurtbrücke prägt seit mehr als 125 Jahren das Stadtbild am Mühlentor und ist eine wichtige Verkehrsverbindung für den Individualverkehr, den öffentlichen Nahverkehr sowie Rettungs- und Versorgungsverkehre.
Die Vorlage für die Politik ist unter www.luebeck.de veröffentlicht,
Kommentare zu diesem Text (4):
Susi21
schrieb am 7.8.2026 16.31 Uhr:
Das hört sich doch alles vielversprechend an. Also Leute, Ran an den Speck!
Rainer
schrieb am 7.8.2026 16.47 Uhr:
Das klingt alles zu preiswert, um wahr zu sein. Sieht man sich die Brücke genauer an, so erscheint die Mängelbehebung schwierig: An beiden Fußgängerüberwegen sind die Träger sichtbar durchgerostet und nicht mehr tragfähig. Die Hauptfahrbahnträger erschienen zuletzt querverbogen, die Nieten, welche das nicht verschweißte Bauwerk zusammenhalten, sind durch den vielen Schwerverkehr garantiert ausgeleiert, das Bauwerk steht auf Pfeilern, die unter Wasser wie damals bei der Possehlbrücke auf morschen Holzpfählen ruhen dürften und rundherum betrachtet, ist das Bauwerk komplett verrostet. Sieht alles nach "Totalschaden" aus...
Opti-son-Mist
schrieb am 7.8.2026 16.56 Uhr:
Von welcher Zeitdauer darf man ausgehen, wenn es im Text so schön heißt:
"Mit der Sanierung wird die Lebensdauer des Bauwerks deutlich verlängert"?
cfrohn
schrieb am 7.8.2026 19.09 Uhr:
Ist es wirklich ein Grund zur Freude, wenn bald ein Jahr nach der Sperrung der Brücke die Bürgerschaft mit der Planung der Massnahmen beginnt?
Eigentlich sollte man doch jeden Tag bedauern, an dem noch kein Schweißgerät zu sehen ist.