Gemeinsam für die Artenvielfalt: Minister würdigt Einsatz an der Küste
Lübeck - Kücknitz: Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt hat sich am Dummersdorfer Ufer über das länderübergreifende Projekt „HOTSPOT28“ informiert. Im Fokus des Besuchs standen der Erhalt der biologischen Vielfalt und der natürliche Klimaschutz an der Ostseeküste.
Umweltminister Tobias Goldschmidt hat das Naturschutzgebiet Dummersdorfer Ufer in Lübeck-Kücknitz besucht. Dort informierte er sich beim Landschaftspflegeverein über aktuelle Maßnahmen des Projekts „HOTSPOT28“, das Biodiversität und Klimaschutz an der Küste verbinden will.
„Wir freuen uns, dass der Minister heute zu uns gekommen ist, um sich über das Projekt HOTSPOT28 zu informieren, und dass wir ihm die große biologische Vielfalt am Dummersdorfer Ufer, das wir seit vielen Jahren betreuen, zeigen können“, sagte Dr. Matthias Braun, Projektleiter und Vorstand des Landschaftspflegevereins.
Bei einem gemeinsamen Rundgang mit Vertreterinnen und Vertretern der Verbundpartner zeigte Braun die Vielfalt vor Ort an konkreten Beispielen. Aktuell blühen dort Pflanzen wie Augentrost, Thymian und die gefährdete Heidenelke. Auch landesweit bedrohte Vogelarten wie Neuntöter, Grauammer oder Sperbergrasmücke haben hier einen Lebensraum. Ein weiteres wichtiges Thema war die Rückkehr der Kegelrobben, über die Nicola Boll (BUND MV) informierte. Hier sei es wichtig, Einheimische und Touristen für den richtigen Umgang zu sensibilisieren.

Das Projektgebiet von HOTSPOT28 umfasst rund 700 Quadratkilometer und reicht von Lübeck bis ins mecklenburgische Rerik. Auch Lübecks Stadtpräsident Henning Schumann und Abteilungsleiterin Bettina Koch machten sich vor Ort ein Bild von der länderübergreifenden Zusammenarbeit, die der Minister ausdrücklich lobte: „Die Natur kennt keine Landesgrenzen. Viele Lebensräume verlaufen bundesländerübergreifend und können deshalb auch nur durch enge Zusammenarbeit gut erhalten werden. Deshalb sind Projekte, wie dieses, so wichtig. Mit natürlichem Klimaschutz wird hier ein echtes Ass ausgespielt: Denn die Maßnahmen stärken unsere Umwelt insgesamt und tragen gleichzeitig zu geringeren Emissionen bei. Ich spüre hier, dass mit viel Herzblut für unsere Natur gearbeitet wird. Das macht Mut, gerade in diesen schwierigen Zeiten“, so Goldschmidt.
Hören Sie im Originalton Harald Denckmann im Gespräch mit Umweltminister Tobias Goldschmidt

Stadtpräsident Henning Schumann und Minister Goldschmidt werfen einen Blick auf eine entstehende künstliche Seeschwalbeninsel. Fotos: Harald Denckmann
Hier hören Sie den Originalton:
Text-Nummer: 181173 Autor: LPV/red. vom 12.08.2026 um 19.29 Uhr
