ver.di Nord: Abschluss im Groß- und Außenhandel im Norden
Schleswig-Holstein: Nach zähem hartem Ringen gab es in der Tarifrunde 2026 einen Abschluss für knapp 70.000 Beschäftigte im Groß- und Außenhandel in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Darüber berichtet die Gewerkschaft ver.di Nord in einer Mitteilung.Auch im Norden orientiert sich das Verhandlungsergebnis am zuvor bundesweit ersten Abschluss im bayerischen Groß- und Außenhandel und sieht eine Entgeltsteigerung von 2,9 Prozent ab 1. August 2026 sowie eine weitere Erhöhung um 2,1 Prozent ab 1. Mai 2027 vor. Die Ausbildungsvergütungen steigen um 40 Euro ab 1. August 2026 und um weitere 30 Euro ab 1. August 2027. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 24 Monate. Nach intensiven Verhandlungen gelang es die unteren Lohn- und Gehaltsgruppen in Mecklenburg überproportional anzuheben. Der tarifliche Mindestlohn von 14,20 € im Jahr 2026 und 14,90 € für das Jahr 2027 wurde vereinbart und sichert den Beschäftigten ein Mindestmaß an ausreichendem Einkommen.
Jonas Thiel, Mitglied der Tarifkommission, blickt auf das Ergebnis und stellt fest: „In dieser Tarifrunde haben wir mehr als deutlich gesehen, dass es auch einen Zusammenhang zwischen dem Ergebnis und der Intensität der Streiks gibt – das können wir in Zukunft weiter ausbauen!“ Bert Stach, ver.di-Verhandlungsführer im Norden, ergänzt: „Dieser Abschluss wurde hart erkämpft. Starke Streikbereitschaft und solidarisches Handeln haben es möglich gemacht, im Norden eine Lösung für die Kolleginnen und Kollegen zu finden, die am dringendsten starke Entgeltsteigerungen brauchen.“
Die ver.di-Tarifkommissionen im Groß und Außenhandel im Norden haben die Annahme des Verhandlungsergebnisses einstimmig beschlossen.

Mehr Geld für rund 70.000 Beschäftigte: Die ver.di-Tarifkommissionen im Norden stimmen dem Verhandlungsergebnis im Groß- und Außenhandel zu. Foto: Symbolbild
Text-Nummer: 181181 Autor: ver.di/red. vom 13.08.2026 um 17.54 Uhr
