Inklusives Zirkusprojekt begeisterte 120 Kinder
Lübeck - St. Jürgen: Eine Woche lang wurde das Gelände der Grönauer Baum Schule zur Zirkuswelt: Beim inklusiven Kinderzirkusprojekt von Aufschwung trainierten 120 junge Artisten unter professioneller Anleitung. Die Abschlussvorstellungen am Freitag bildeten den Höhepunkt.
Manege frei für 120 junge Artisten: Eine Woche lang verwandelte sich das Gelände der Grönauer Baum Schule in eine bunte Zirkuswelt. Am Freitag fanden die beiden großen Abschlussvorstellungen des inklusiven Kinderzirkusprojekts statt und wurden zu einem besonderen Höhepunkt für die Kinder, ihre Familien und alle Beteiligten.
Was vor rund einem Jahr zunächst wie eine große Idee klang, ist in dieser Woche Wirklichkeit geworden. Die Idee dazu hatte Aufschwung-Vorstandsmitglied Duke Williams. Seine Vorstellung: Kindern mit unterschiedlichen Voraussetzungen eine gemeinsame Ferienwoche zu ermöglichen, in der nicht die Einschränkungen, sondern Talente, Freude und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt stehen. Der Vorstand war begeistert. Zugleich war klar, dass die Umsetzung organisatorisch, personell und finanziell eine enorme Herausforderung werden würde.
Aus der Idee wurde ein konkreter Plan, aus dem Plan ein Projekt und aus dem Projekt eine Woche mit strahlenden Augen, viel Lachen und neuen Erfahrungen. Unter professioneller Anleitung konnten die Kinder verschiedene Zirkusdisziplinen ausprobieren, gemeinsam trainieren und über sich hinauswachsen. Es ging um mehr als Akrobatik, Jonglage oder Clownerie: um Mut zu Neuem, gegenseitige Unterstützung, das Entdecken eigener Stärken und das gemeinsame Erarbeiten einer Show.
Bei den Abschlussvorstellungen zeigten die jungen Artisten voller Stolz, was sie in der Woche gelernt und erarbeitet hatten. Die Manege wurde zu einem Ort, an dem jedes Kind seinen Platz hatte.
„Manchmal braucht es jemanden, der einfach glaubt, dass es geht“, sagt Duke Williams rückblickend. „Ich hatte diese Idee und wollte sie unbedingt verwirklichen. Dass wir heute hier stehen und sehen, was daraus geworden ist, macht mich einfach glücklich.“
Für den Vorstand von Aufschwung ist das Projekt vor allem ein Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn viele Menschen gemeinsam an eine Sache glauben. „Wir haben am Anfang selbst gedacht: Das ist eine tolle Idee – aber schaffen wir das wirklich? Heute wissen wir: Ja, man kann Dinge möglich machen, wenn man nicht aufhört, daran zu glauben und wenn viele Menschen bereit sind, ihren Teil dazu beizutragen“, so Vorstandsmitglied Timo Neumann.
Mitglieder investierten Zeit und Energie, Unterstützer und Förderer machten das Vorhaben finanziell möglich, Helfer organisierten, planten und packten mit an. Auch der Verein „Schleswig-Holstein bowlt für einen guten Zweck e. V.“ wurde auf die Projektidee aufmerksam und sammelte die Einnahmen des diesjährigen 6. Spendenbowlings dafür. Die daraus entstandene Spende war die bislang größte Einzelspende in der Geschichte von Aufschwung und trug maßgeblich dazu bei, dass die Zirkuswoche in dieser Form stattfinden konnte.
So wurde aus einer großen Herausforderung ein gemeinsames Herzensprojekt, getragen von einer engagierten Vereinsgemeinschaft und vielen Menschen, die an die Idee geglaubt haben. 120 Kinder, eine Woche voller Gemeinschaft, Mut und Freude – und am Ende eine Manege voller stolzer kleiner Artisten. Für Aufschwung ist diese Woche mehr als ein gelungenes Ferienprojekt: Sie zeigt, dass aus einer Idee etwas Großes entstehen kann, wenn Menschen gemeinsam daran glauben und bereit sind, dafür etwas zu tun.
Ein Dank gilt allen Mitgliedern, Unterstützern, Förderern und Helfern, die das Projekt möglich gemacht und die Kinder begleitet haben. Ein besonderer Dank gilt dem Verein „Schleswig-Holstein bowlt für einen guten Zweck e. V.“, der mit seinem Spendenbowling einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung geleistet hat.

Der Verein Aufschwung e.V. hat das Ferienevent organisiert. Fotos: Aufschwung e.V.
Text-Nummer: 181249 Autor: Aufschwung/red. vom 16.08.2026 um 13.32 Uhr
