Zeugen gesucht: Parkendes Auto erheblich beschädigt

Lübeck - St. Lorenz Nord: In der Zeit von Sonntag, 23. August 2026, 12 Uhr, bis Montag, 24. August, 11.45 Uhr, wurde ein parkender Ford in der Paul-Gerhardt-Straße vermutlich gerammt und erheblich beschädigt. Ungewöhnlich ist, dass die Schäden auf der Beifahrerseite am Gehweg entstanden sind.



Das Auto war in der Nähe der Einmündung zur Flintenbreite geparkt. Die Besitzer vermuten, dass ein Lastenrad oder Ähnliches den Ford gerammt hat. Beim Aufprall muss es auch eine erhebliche Geräuschentwicklung gegeben haben. Die Ermittlungen werden beim 2. Polizeirevier geführt. Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter Tel. 0451/1310 entgegen.
Der Ford wurde auf der Beifahrerseite erheblich beschädigt. Fotos: privat
Der Ford wurde auf der Beifahrerseite erheblich beschädigt. Fotos: privat

Text-Nummer: 181466    Autor: VG    vom 25.8.2026 15.17 Uhr

Kommentare zu diesem Text (15):

Michael

schrieb am 25.8.2026 16.04 Uhr:
Sieht eher so aus, als ob jemand die rechte Leitplanke auf der Autobahn abgeritten hat.

Lastenrad? Wohl eher nicht.

REALIST

schrieb am 25.8.2026 16.23 Uhr:
Kameras braucht das Land

Kurt Wuchtig

schrieb am 25.8.2026 18.18 Uhr:
……. oder tatsächlich mit einem E-Bike dort die Beschädigung verursacht haben .

Julia

schrieb am 25.8.2026 19.55 Uhr:
Mein weißer Ford wurde die Woche davor leider ebenfalls beschädigt, als der Wagen an der Straße geparkt stand. Ortsteil St. Jürgen. Auch bei mir vermutet die Polizei ein E-Bike/Lastenrad.

Boyd lice

schrieb am 25.8.2026 21.14 Uhr:
Kurt wuchtig: wie kommt man auf solch einen haltlosen Unsinn?

Kurt Wuchtig

schrieb am 25.8.2026 22.00 Uhr:
@Boyd lice

ähnliches dachte ich von deinem Kommentar. 😁

Noli

schrieb am 25.8.2026 22.57 Uhr:
Fällt eigentlich niemandem auf, dass das Datum total falsch ist...

<b>Anmerkung der Redaktion:</b>
Vielen Dank für den Hinweis. Der Text wurde korrigiert.

falscher Hase

schrieb am 25.8.2026 23.54 Uhr:
Sehe das genauso wie Michael, die Beschädigungen sehen aus wie von einem Standard A Profil einer Leit- oder sonstigen Schutzplanke hervorgerufen. Kommt auch von den (geschätzten) Maßen hin. (...)

paule

schrieb am 26.8.2026 7.40 Uhr:
Das muß n Bobbycar mit Anhänger gewesen sein .

Malik

schrieb am 27.8.2026 9.32 Uhr:
Eine Leitplanke ist technisch, geometrisch und fahrphysikalisch absolut unmöglich.

1. Der Schaden am Kotflügel ist gerade einmal etwas über einen Meter lang und hört dann abrupt auf. Wer glaubt, dass ein Fahrer im fließenden Verkehr eine Leitplanke touchiert und das Auto nach einem Meter wieder abfängt, kann nicht rechnen. Selbst bei einer extrem niedrigen Geschwindigkeit von nur 30 km/h legt ein Auto in der biologischen Schrecksekunde (ca. 1 Sekunde bis zum Gegenlenken) knapp 8 Meter zurück – bei 50 km/h sind es sogar 14 Meter. Das Auto wäre also viele Meter weit an der Planke entlang geschrammt, und der sogenannte Anschmiege-Effekt hätte unweigerlich die gesamte Beifahrerseite inklusive der hinteren Tür komplett aufgerissen. Ein so kurzer Schaden im fließenden Verkehr ist ein Ding der Unmöglichkeit.

2. Ein Außenspiegel steht bei diesem Ford über 10 Zentimeter weiter nach außen ab als das Karosserieblech. Auf dem Foto ist der Kotflügel mehrere Zentimeter tief eingedrückt. Wer glaubt, dass ein Auto so tief in eine starre Stahl-Leitplanke rammt, ohne dass der Spiegel augenblicklich zersplittert oder abreißt, blendet die Geometrie komplett aus. Der Spiegel ist absolut makellos.

3. Eine Leitplanke schleift parallel am Auto entlang. Hier sehen wir aber zwei völlig getrennte, punktuelle Einschläge. Direkt über dem Seitenblinker (ca. 80 cm Höhe) ist ein tiefer Krater von oben/auswärts nach innen ins Blech geschlagen – das ist ein klassischer Formabdruck einer harten Ecke. Weiter unten, direkt über dem Reifen (ca. 60 cm Höhe), ist das Blech nicht horizontal zerkratzt, sondern massiv nach innen und hinten gefaltet. Das ist kein Streifschaden, das ist ein Frontal-Impuls von einem kompakten Rammbock.

4. Die elastische Kunststoff-Radkappe der Vorderachse hat keinen einzigen Kratzer. Eine Leitplanke im fließenden Verkehr hätte durch den Hebeleffekt sofort das Rad erfasst, die Kappe zerfetzt und den Reifen aufgeschlitzt.

Dieses Schadensbild schreit förmlich nach einem schweren, entgegenkommenden E-Lastenrad mit einer hohen, starren Kinder-Transportbox (Modelle wie Riese & Müller Packster oder Ca Go). Das Rad ist vom Bordstein abgerutscht, nach vorne-unten weggesackt und die massive Boxenkante hat sich wie ein Meißel in den Kotflügel gebohrt. Da sich das Lastenrad beim Sturz reflexartig wegdreht, blieb der weiter hinten liegende Spiegel unberührt. Mit Fahrer und Beladung wiegt so ein Geschoss über 200 kg – bei 20 km/h reicht die Energie locker für diese Blechverformung.

Der riesige Abstand zum Bordstein lässt mich allerdings vermuten, dass der PKW nach dem Unfall noch bewegt wurde. Der Boden unter dem Schaden ist blitzsauber und ohne jegliche Schleifspur. Bei so einem Aufprall splittert immer die innere Kunststoff-Radhausschale und/oder es fliegt Dreck und Lack auf den Asphalt. Dass dort absolut nichts liegt und sich keinerlei Schleifspuren auf dem Foto ersehen lassen, lässt vermuten dass der Unfall anderen Orts geschah. Ebenso vermute ich ein spiegeln des Rückfahrlichts im linken Scheinwerfer des dort hinter stehenden PKW, sodass das Fahrzeug zur Fotografie in diese Parklücke bewegt wurde.

Freiwild

schrieb am 27.8.2026 21.45 Uhr:
@ Malik

"Eine Leitplanke ist technisch, geometrisch und fahrphysikalisch absolut unmöglich."

Es hat mich 2 Sekunden gekostet einmal nach Schäden durchs touchieren von Leitplanken zu googeln. Ich war sehr überrascht wie ähnlich sich genau diese Schäden mit dem von denen im Artikel gezeigten Bildern ähneln.

Mal ist der Reifen kaputt, mal nicht, mal der Spiegel, mal nicht. Aber eines ist konstant gleich - die Streifen knapp oberhalb des Radkastens sowie der weitere etwas höher.

Wie gut, dass uns Malik als sachkundiger Unfallschaden Gutachter seine analystischen Fertigkeiten zur Verfügung gestellt hat und für uns konkludieren konnte, dass es sich hierbei um ein Lastenrad mit über 200kg handeln müsste.

Ich brech ab.

(...)

Malik

schrieb am 28.8.2026 14.24 Uhr:
Spannend, dass Sie sich nach 2 Sekunden Google-Suche zutrauen, nicht nur Unfälle, sondern auch gleich noch meine Person und meinen Beruf zu beurteilen. Wer Bilder vergleicht, ohne die Physik dahinter zu verstehen, sieht halt nur Kratzer.

Sie übersehen das entscheidende Detail der Fahrzeuggeometrie. Ja, ein Spiegel bleibt bei einer Leitplanke heil – aber NUR, wenn das Auto die Planke hauchdünn parallel touchiert. Hier ist der Kotflügel aber mehrere Zentimeter tief EINGEDRÜCKT. Der Ford KA+ wird nach vorne hin schmaler. Wenn die Leitplanke also so tief in die Flanke eindringt, dass sie das Blech deformiert, befindet sie sich geometrisch weit INNERHALB der Silhouette des Spiegels. Der Spiegel steht über 10 cm weiter raus als diese Delle. Er MUSS abreißen, wenn sich das Auto an einer starren, unendlich langen Planke vorbeibewegt. Das ist reine Mathematik, kein Zufall.

Schauen Sie die Nahaufnahme des Radlaufs noch mal für 5 Sekunden statt 2 Sekunden an. Die Blechkante direkt über dem Reifen ist nach außen gewölbt. Eine Leitplanke im fließenden Verkehr drückt Blech durch die kinetische Energie des Autos ausschließlich nach innen (Intrusion). Es gibt an einer glatten Leitplanke keine Kraftkomponente, die Blech flanschartig nach außen zieht. Diese Wölbung nach außen entsteht nur, wenn sich ein kompakter Gegenstand erst tief hineinbohrt und beim anschließenden Herausziehen (Bergen) den inneren Blechfalz wie ein Dosenöffner von innen nach außen hebelt.

Bei einem realen Leitplankenkontakt in dieser Tiefe schlägt das Rad unweigerlich an den Pfosten oder dem Holm an. Die elastische Kunststoff-Radkappe hier hat keinen einzigen Kratzer.

Schaut man sich den weiteren Verlauf der Beifahrerseite an, sieht man, dass die Spuren nach hinten hin immer flacher werden und immer weniger energetisch auf die Karosserie einwirken. Das ist die klassische Signatur eines manuellen Bergungsvorgangs! Nach dem heftigen Einschlag von vorne (Kotflügel) war das schwere, gut 200 kg schwere Gefährt (E-Lastenrad inkl. Fahrer/Ladung) im engen Spalt zwischen Auto und Bordsteinkante komplett eingekeilt. Der Fahrer musste es unter massivem Kraftaufwand unterm Spiegel hindurch wegschrammend herauswinden, um es wieder auf den Gehweg zu hieven. Genau deshalb nimmt die Energie der Kratzer nach hinten hin kontinuierlich ab.

Bei einem Leitplanken-Kontakt im fließenden Verkehr legt das Fahrzeug während der Schrecksekunde selbst bei nur 30 km/h rund 8 Meter Strecke zurück. Der Schaden wäre meterlang und der typische Anschmiege-Effekt hätte die gesamte Flanke gleicher Maßen betroffen. Hier bricht der schwere Eindruck nach gut einem Meter abrupt ab.

Eine Standard-Leitplanke (egal ob Profil A oder B) hat eine feste, genormte Eigenhöhe von 31 cm (Profil). Die beiden hervorstehenden Wülste (die Spitzen des „W“) haben einen festen Abstand von rund 25 bis 28 cm zueinander.
Schaut man sich das Foto an, liegt der obere Einschlagkrater (über dem Blinker) bei knapp 80 cm Höhe. Die tiefe Stauchung am Radlauf liegt bei ca. 60cm. Der Abstand zwischen diesen beiden Hauptschadenszonen beträgt gerade einmal knapp 20 cm. Eine starr durchlaufende Stahl-Leitplanke kann ihre eigenen physikalischen Maße und Abstände nicht stauchen oder verändern. Sie passt schlichtweg nicht in dieses Schadensbild des Unfalls und ist mit einer Leitplanke mathematisch unvereinbar.

Herbert von Lurch

schrieb am 28.8.2026 17.18 Uhr:
@ Malik

Vielen Dank für ihre Analyse die absolut überzeugt.
@ Freiwild
Ihr Kommentar erweckt den Eindruck, dass sie der sonst eigentlich sehr klar schreibt, diesmal nach dem Motto:“ Es kann nicht sein, was nicht sein darf“ diesen verfasst , haben.

Freiwild

schrieb am 28.8.2026 22.39 Uhr:
@ Malik

Spannende Analyse, aber nein.

Ich fasse mal zusammen:

Ein E-Lastenrad, welches eine Kinder-Transportbox (Modelle wie Riese & Müller Packster oder Ca Go) besitzt - sprich eine Narrow-Bausweise hat, fuhr mit seiner ungefähr 65cm breiten Bauweise entgegen der Fahrtrichtung auf dem Gehweg, welcher an dieser durch die Hecke eingeengten Stelle ungefähr 90cm misst, streifte zuerst frontal knapp an dem Scheinwerfer entlang und verhielt sich physikalisch entgegen seiner Natur und wurde an das Auto rangedrückt anstatt aufgrund der Bauweise des Fahrrads nach links auf den Gehweg zu kippen.

Hinzu hat sich das "Fahrrad" mit zwei parallelverlaufenden Kanten in das Fahrzeug verewigt. Hier würde ich gerne mal wissen, welches Lastenrad solch eine solch eine Bauweise aufweist.

Der nächste Punkt:

Sie reden immer vom fließenden Verkehr und das geht mathematisch nicht.

Was sie nicht bedenken:

1. Der Fahrer könnte z. B. abgelenkt gewesen sein oder musste etwas ausweichen, was ein kurzes streifen zur Folge hatte - sie gehen hier immer von mindestens 8m und mehr aus und vergessen zu berücksichtigen, dass auch direkt reagiert worden sein kann. Sie haben eine starre Vorstellung und die anderen Perspektiven blenden sie komplett aus.

2. Ausfahrt verpasst? Zurück gesetzt? Leitplanke gestreift?

3. Beim Ein- Ausparken (unabhängig von der Leitplanken-Annahme) passiert? Nach dem ersten Kratzgeräusch vorsichtig wegbewegt?


Was gegen die Lastenrad-Annahme (Narrow-Bauweise) spricht:

1. die Streifen beginnen im gleichen Abstand an der Schürze und kurz hinter dem Scheinwerfer - mir persönlich ist kein Lastenrad bekannt, welches zwei parallel verlaufende Kanten in dem Abstand hat

2. das Physikalische - das Lastenrad müsste nach dem ersten Kontakt mit Auto aufgrund seiner Bauweise nach links wegkippen bzw. könnte den gleichmäßigen Druck nicht aufrecht erhalten um solche parallelverlaufenden Schrammspuren zu verusachen.


Fazit:

Das Wahrscheinlichste ist, dass dies eine Person mit Kinderwagen oder Rollator gewesen ist. /s

Freiwild

schrieb am 31.8.2026 16.24 Uhr:
Eine rhetorische Frage hätte ich noch:

Wenn, "Das Rad ist vom Bordstein abgerutscht, nach vorne-unten weggesackt" ist, warum verlaufen die Schrammspuren immernoch auf gleicher Höhe wie zu Anfang?

(daran zu erkennen, wenn man die Linie verlängert von Radkasten zu Radkasten)

Optisch täuscht das nämlich so als würden die Schrammspuren nach hinten runter verlaufen - das liegt aber an den Konturen welche nach hinten hoch verlaufen.