Lübeck setzt Ausbau der Radroute Plus fort

Lübeck: Die Hansestadt Lübeck setzt den Ausbau der Radroute Plus in der Ratzeburger Allee fort. Am Montag, 31. August 2026, beginnen die Arbeiten am dritten Bauabschnitt zwischen Weinbergstraße und Osterweide/Stadtweide. Zunächst bleibt ein Fahrstreifen pro Richtung, ab Anfang 2027 wird die Ratzeburger Allee in diesem Bereich für rund sechs Monate eine Einbahnstraße mit Fahrtrichtung stadtauswärts.

Die Hansestadt Lübeck setzt den Ausbau der Radroute Plus in der Ratzeburger Allee fort. Am Montag beginnen die Arbeiten zwischen Weinbergstraße und Osterweide/Stadtweide zunächst mit der Einrichtung des Baufelds. Die Arbeiten auf dem rund 640 Meter langen Abschnitt werden in mehreren Bauphasen umgesetzt und dauern voraussichtlich bis Mitte 2027.

"Ziel des Gesamtprojekts ist es, die Bedingungen für den Radverkehr entlang der Ratzeburger Allee deutlich zu verbessern und eine sichere und komfortable Verbindung zu schaffen", so die Stadtverwaltung. "Gleichzeitig wird die vorhandene Verkehrsinfrastruktur in diesem Bereich erneuert und zukunftsfähig weiterentwickelt."

In der ersten Bauphase wird die Fahrbahn stadteinwärts halbseitig gesperrt. Der motorisierte Verkehr kann die Ratzeburger Allee weiterhin in beide Richtungen nutzen. Je Fahrtrichtung bleibt eine Fahrspur erhalten. Nach Abschluss dieser Arbeiten wechselt das Baufeld voraussichtlich Anfang 2027 auf die gegenüberliegende Straßenseite. Für diese Bauphase ist eine Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung stadtauswärts vorgesehen. Zum Abschluss der gesamten Baumaßnahme wird für den Einbau der abschließenden Asphaltdeckschicht zeitweise eine Vollsperrung erforderlich sein. Über den genauen Zeitraum und die damit verbundenen Verkehrsregelungen wird die Hansestadt Lübeck rechtzeitig informieren.

Der Radweg wird auf der jeweils vom Bau betroffenen Straßenseite vollständig gesperrt. Entsprechende Umleitungen werden ausgeschildert. Während der ersten Bauphase wird der stadteinwärts fahrende Radverkehr über Stadtweide, Mönkhofer Weg und Kahlhorststraße umgeleitet. Für Fußgänger bleiben die Gehwege grundsätzlich nutzbar. Auch die Zufahrten zu Tiefgaragen und Nebenstraßen bleiben weitgehend erreichbar. Im Zuge einzelner Arbeiten kann es jedoch vorübergehend zu kurzzeitigen Sperrungen kommen.

Die Arbeiten im Bereich des Bahnübergangs Ratzeburger Allee erfolgen in enger Abstimmung mit der DB InfraGO und werden mit den Bauarbeiten an der Bahnstrecke Lübeck–Bad Kleinen koordiniert.

Auch in den bereits begonnenen Bauabschnitten schreiten die Arbeiten weiter voran: Zwischen Stresemannstraße und Mönkhofer Weg sollen sie voraussichtlich Ende September 2026 vollständig abgeschlossen sein. Im Abschnitt zwischen Kahlhorststraße und Weinbergstraße ist der Abschluss – vorbehaltlich der Witterung und des weiteren Bauverlaufs – bis Ende 2026 vorgesehen. Anschließend kann der neue Radweg in beiden Abschnitten beidseitig genutzt werden.

"Der Hansestadt Lübeck ist bewusst, dass eine Baumaßnahme dieser Größenordnung insbesondere für Anwohnende, Gewerbetreibende und weitere Betroffene mit erheblichen Herausforderungen verbunden sein kann", betont die Verwaltung. "Ziel ist es deshalb, die Einschränkungen während der gesamten Bauzeit so gering wie möglich zu halten. Über wesentliche Änderungen der Verkehrsführung sowie Einschränkungen der Erreichbarkeit informiert die Hansestadt die Betroffenen frühzeitig."
Ab Montag starten die Arbeiten für den dritten Abschnitt des Radschnellweges auf der Ratzeburger Allee. Foto: HL
Ab Montag starten die Arbeiten für den dritten Abschnitt des Radschnellweges auf der Ratzeburger Allee. Foto: HL

Text-Nummer: 181495    Autor: Presseamt/red.    vom 26.8.2026 17.39 Uhr

Kommentare zu diesem Text (28):

michael

schrieb am 26.8.2026 19.47 Uhr:
Die haben doch (...). Der zweite Abschnitt hinkt schon Monate hinterher und der dritte wird jetzt schon begonnen?? Bushaltestellen werden aufgelöst und nicht ersetzt, Parkplätze weggenommen, wissen die eigentlich, was die da tun?? Was das für die Anwohner bedeutet?? Lieferdienste, Paketwagen, Taxen, Pflegedienste können nirgends mehr halten. Ein riesiger Schritt zurück in die Steinzeit!
Und alles nur, damit die Radfahrer schön zu viert nebeneinander rasen können oder die Lastenesel mit Höchstgeschwindigkeit voran preschen dürfen. Wahnsinn!
Diese Millionen hätte man lieber in die Brücken stecken sollen oder in die Mühlentorkreuzung! Und jetzt hasst mich... ;-)

Sing Ling

schrieb am 26.8.2026 20.01 Uhr:
Ich finde es klasse. Auf dem Fahrrad biste schneller als der Blech Schrott richtig cool. Sollen die restlichen Blechkisten Fahrer. Doch vor Neid platzen und ihr sauer verdientes Geld. in Treibstoff verschwenden. Ich hoffe bald kostet der Liter 5 Euronen 🤪

Michael

schrieb am 26.8.2026 20.54 Uhr:
Es ist soweit - Ich muss fragen:

Darf man die Hansestadt Lübeck als offiziell wahnsinnig bezeichnen?

Ich kann doch nicht eine der Hauptverkehrsadern Lübecks zur Einbahnstraße machen!

Und wenn ich den Begriff "Herausforderung" lese, kommt mir das (...)!

Solche Maßnahmen können nahezu ohne einschneidende Eingriffe in den laufenden Verkehr vorgenommen werden.

Wiederum bleibt nur zu bemerken, dass die Politik in Lübeck alles, aber wirklich daran setzt, Lübeck in den Ruin zu treiben!

Klugscheißer

schrieb am 26.8.2026 22.16 Uhr:
@Sing Long, wer zahlt den ganzen Mist eigentlich? Ihr (...) Fahrradfahrer ja nicht! Es zahlen ua. Autobesitzer mit den Steuern die sie für ihr Kfz zahlen.
Ich bin jetzt soweit das ich von der Politik erwarte, das jeder aber wirklich jeder Fahrradfahrer mindestens 100€ Steuern für sein Fahrrad im Jahr bezahlt. (...)

T.J.

schrieb am 26.8.2026 22.38 Uhr:
Ja Michael, man kann die Hansestadt so bezeichnen. Denn wie kann mann eine wichtige Hauptstraße von 4 Fahrspuren auf 2 zurück bauen.Nur damit die Radfahrer freie fahrt haben. Es ist schon merkwürdig wie die Stadt für solche Bau Vorhaben Geld und Personal hat.Aber um die Bau fälligen Brücken Neu zubauen oder vernünftig zu Reparieren. Nur ausreden hat.Da sieht man mal wieder was in dieser Stadt falsch Läuft.

Markus A.

schrieb am 26.8.2026 22.55 Uhr:
@ michael

Ach Michael, heul leise, wenn Du schon Dich nicht mit den Fakten auskennst.

1. Der zweite Bauabschnitt hängt nicht Monate hinterher. Das sind nur ein paar Wochen. Statt im Oktober wird er im November fertig.
2. Es wird keine einzige Bushaltestelle aufgehoben.
3. In der Steinzeit gab es gar keinen Paketdienst oder Lieferservice, geschweige denn Taxis. Und schon gar keinen Pflegedienst. Wenn dein Stamm dich nicht gnädigerweise gepflegt und mitgeschleppt hat, wurdest du am Wegesrand einfach liegen gelassen.

Vielleicht solltest Du Dich erst informieren und nachdenken, bevor Du was schreibst.

(...)

Mr. B.

schrieb am 27.8.2026 0.34 Uhr:
Es ist absolut unhaltbar, was hier gerade passiert. Eine Botschaft ist transportiert: Die Hansestadt Lübeck SOWEIT ES NUR GEHT - meiden!

(...)

Martin

schrieb am 27.8.2026 3.37 Uhr:
6 Monate Einbahnstraße....das heißt in Lübeck, dass es acht bis 12 Monate werden. Jetzt drehen die völlig durch, ganz ehrlich. Das ist nur noch pure Ideologie, die auf Teufel komm raus durchgedrückt werden soll. Koste es, was es wolle.

Jon Dohe

schrieb am 27.8.2026 6.11 Uhr:
Woher Lübeck die ganzen Gelder zur Zerstörung von Infrastruktur nimmt, das ist fraglich. Aber es werden sicherlich wieder viele fremde Steuergelder sein.

Und wie soll der Verkehr in Richtung Innenstadt geleitet werden?
Die Stadtweide und der Mönkhofer Weg sind Siedlungsstraßen, die sind nicht so als Hauptverkehrsader geeignet wie jetzt zur Zeit noch der St.-Jürgen-Ring...

@Sing Ling: Kommen Sie in ein Alter, wo Sie selber Geld verdienen müssen, da wünsche ich, das Sie eine Stelle in der Nachbarschaft finden.

Jürgen

schrieb am 27.8.2026 6.19 Uhr:
Es fehlen ein die Worte wenn Brüken und Straßen gehen und sind teilweise schon so kaputt das sie nicht mehr zu retten sind, aber Radwege.

Lothar F.

schrieb am 27.8.2026 7.31 Uhr:
Das kommt mit vor wie eine Episode von den Schildbürgern.Die Redfahrer erhalten auf beiden Seiten3 m breite Wege.Für eine Seite waäre es ja ok, da genug Platz für eine Begegnung ist. Aber so? Größdenwahn pur, Lübeck schwimmt scheinbar in Geld.

Kurt Wuchtig

schrieb am 27.8.2026 8.36 Uhr:
@ Sing Ling
Vollkommen richtig …… aber …. was ist denn mit den ganzen Rettungswagen die sich später auf der zweispurigen ( eine Stadeinwärts die andere Stadtauswärts) befinden und den Autos die nicht nach links und rechts ausweichen können, ausser sie weichen dann auf den Radweg aus und du kommst nicht weiter 😢

Manfred Vandersee

schrieb am 27.8.2026 8.56 Uhr:
"Zukunftsfähig" ist auch wieder eine neue Vokabel im Neusprech. Das ist ähnlich bedeutend wie "Transformation", "Paket", "neue Formel" oder "Nutzungserlebnis".

Schöne neue Welt;)

In der Technik heißt es zusammengefasst "Enshittification".

Im Straßenverkehr Lübecks heißt das frei übersetzt: Immobilitätspolitik, die von den produktiv Tätigen unfreiwillig hoch alimentiert wird.

Oliver

schrieb am 27.8.2026 9.34 Uhr:
@Klugscheißer
schrieb am 26.08.2026 um 22.16 Uhr:
"(...) wer zahlt den ganzen Mist eigentlich? Ihr (...) Fahrradfahrer ja nicht! Es zahlen ua. Autobesitzer mit den Steuern die sie für ihr Kfz zahlen."

Richtig so.
Wer macht nochmal laufend die Straßen und Brücken kaputt? Bestimmt nicht die Radfahrer....

petra

schrieb am 27.8.2026 9.44 Uhr:
Sing Ling
Ich bin auch Radfahrer, aber warum soviel Hass auf dem Autofahrer. (...)

Justin_Time

schrieb am 27.8.2026 10.13 Uhr:
Man sollte eine Neuausrichtung der Problemlösungen in Betracht ziehen. Wenn Fortbewegungsmittel fliegen können, kann der alte (...) in aller Ruhe verrotten. Dann muss man sich nicht mehr um die Brücken kümmern, die Stadtverwaltung kann ihre verdiente Ruhe genießen (...) Radfahrer und Zufußende (geile Kreation, gell?) können am Erdboden Kreuz und quer weiterfahren, die Smombies werden nicht mehr überfahren, (...) bleiben ewig kleben... So viele Vorteile, wenn man den Verkehrsfluss nach oben verlagert. Wer Sarkasmus erkennt.. Glückwunsch.

John Doe !

schrieb am 27.8.2026 10.17 Uhr:
Was ist denn so schlimm daran, wenn die Ratzeburger Allee
in beiden Fahrrichtung einspurig wird. Angst dass man 5 Minuten später ankommt? Leute bleibt ruhig und gelassen. So kann man nicht geblitzt werden.
Ach ja, ich bin Blechkistenfahrer.

Armin Ginstervogel

schrieb am 27.8.2026 10.43 Uhr:
Hansestadt Lübeck: Kein Geld, Millionen Schulden, überall Verfall, aber einen Fahrradschnellweg bauen...
Schilda läßt grüßen.

Gast in Lübeck

schrieb am 27.8.2026 13.19 Uhr:
Ich bin nur wenige Wochen beruflich hier vor Ort,
aber nach Sinn und Verstand was 2 Projekte hier angeht ist schon fraglich,
zum einen Ihre Bäckergrube beim Theater, das andere ist dieser Radweg in dieser Ratzeburger Alle was nur zu Umleitungen und Sperrung führt, den Sinn dieser beiden Projekte kann ich absolut nicht sehen.
Auch bei mir daheim läuft nicht alles rund aber das hier ist echt heftig bei euch.
Sie haben mit Lübeck eine so wunderschöne Stadt, warum lasst Ihr Bürger das euch eigentlich so bieten ?

Vitus

schrieb am 27.8.2026 13.36 Uhr:
Ach, wie schön der monochrome Strauß der Kommentare sich wieder reduzieren lässt auf die Aussage, "bitte nur Geld für Projekte ausgeben, die in meinem persönlichen Interesse sind".
Dass jeder, der vom Auto aufs Rad umsteigt den Stau verkürzt, die Stadt finanziell entlastet und der Gesellschaft viele weitere Vorteile bringt, erschließt sich natürlich bei oberflächlicher Betrachtung nicht. Das ist zu komplex, damit müsste man sich eingehender beschäftigen. Uff, wie anstrengend. Da bleiben wir doch besser bei "was soll ich mit Fakten, ich hab doch eine Meinung"

Dr. Lange

schrieb am 27.8.2026 14.13 Uhr:
@ Gast in Lübeck

Danke für den Kommentar - tatsächlich wurden auch mir schon Fragen dieser Art gestellt und man muss wohl festhalten, dass Lübeck aus zwei thematischen Lagern besteht:

1. junge, gesunde und ökologisch-vorreitende Mitbürgerinnen und Mitbürger, die anscheinend Arbeitsplätze im näheren Umfeld ihrer Wohnung haben oder Remote arbeiten und insbesondere die Innenstadt bewohnen oder das direkte Umfeld, gern das Rad oder das Lastenrad für alle Fahrten nutzen und

2. ältere, z.T. gesundheitlich angeschlagene und eher konservative Mitbürgerinnen und Mitbürger, die zu Ihren Arbeitsplätzen pendeln müssen (Durchschnitt in Deutschland übrigens 17,2km für den einfachen Weg, 60% pendeln in andere Gemeinden)

Schaut man sich die Wahlergebnisse der letzten Wahlen an, so ist diese Zweiteilung (übrigens in ganz SH) deutlich zu erkennen - Städte eher links/grün, das Umland eher konservativ (die unsäglichen Rechten lasse ich mal außen vor).

Spannend dazu übrigens: in den östlichen Bundesländern gibt es deutlich weniger Wahlkreise mit Städten und Umlandmischung im Vergleich zum Westen. Die Städte sind auch dort eher nicht rechts sondern links - durch die Mischung mit dem Umland in einem Wahlkreis fällt dies allerdings nicht so ins Gewicht, wie dies hier in Schleswig-Holstein oder den „kleinen Stadtstaaten“ (Hamburg, Berlin, Bremen) der Fall ist.

Insofern: die Lübecker suchen sich bei jeder Wahl aus, was ihnen wichtig ist und wie sich die Stadt entwickeln soll.

Eine reine Autofahrerpartei will ja aber auch niemand, oder?

Andreas

schrieb am 27.8.2026 14.38 Uhr:
Alles schön und gut, aber wer nimmt die Leistung eigentlich ab?
Mal bei Regen den 1. Bauabschnitt lang fahren. Da steht das Wasser auf der Straße anstatt in den Gully zu laufen.
...und der Radweg
Der ist größtenteils bis an die Linden herangebaut. Was passiert dann in zwei, drei Jahren, der Asphalt hebt sich und der schöne Schnellradweg wird zum schnellen Holperradweg. Wer plant nur so etwas dummes? Wer wird dafür zur Verantwortung gezogen?
Toll ist auch die Fußgängerampel zum Wochenmarkt "Am Brink". Da muss der Fußgänger erst einmal die rasenden Radfahrer überleben, um dann die Ampel nutzen zu können. Ist er dann drüber heil angekommen, schießen die nächsten Radfahrer vorbei. Unfälle sind hier sicher schon einkalkuliert worden.

Oliver HL

schrieb am 27.8.2026 14.53 Uhr:
In Schlutup warten wir inzwischen seit 6 Jahren (2019) auf die Sanierung des gesperrten Radwegs in der Wesloer Straße.
Außerdem warten wir seit Jahren auf die Sanierung/Verbreiterung des Radwegs in der Mecklenburger Straße.

Laut diversen Gerüchten kein Geld und/oder kein*e Ingenieur*in im Straßen- und Radwegebau verfügbar.

Offensichtlich gibt es in der Ratzeburger Allee diese Probleme nicht. Bürger in Schlutup sind offensichtlich Bürger 2ter Wahl innerhalb Lübecks.

Traurig!

Oliver

schrieb am 27.8.2026 15.40 Uhr:
Dr. Lange
schrieb am 27.08.2026 um 14.13 Uhr:

"(...) 1. junge, gesunde und ökologisch-vorreitende Mitbürgerinnen und Mitbürger, die anscheinend Arbeitsplätze im näheren Umfeld ihrer Wohnung haben oder Remote arbeiten und insbesondere die Innenstadt bewohnen oder das direkte Umfeld, gern das Rad oder das Lastenrad für alle Fahrten nutzen und

2. ältere, z.T. gesundheitlich angeschlagene und eher konservative Mitbürgerinnen und Mitbürger, die zu Ihren Arbeitsplätzen pendeln müssen (Durchschnitt in Deutschland übrigens 17,2km für den einfachen Weg, 60% pendeln in andere Gemeinden) (...)"

Du vergisst hier die Leute, die täglich den ÖPNV nutzen, also Bus und Bahn. Nicht jeder in der 1. von dir genannten Gruppe arbeitet im "näheren Umfeld", es gibt genug Pendler, die z.B. mit der Bahn nach Hamburg pendeln.
Auch ältere und gesundheitlich angeschlagene Mitbürger können Bus und Bahn fahren. Gerade, wenn man gesundheitlich angeschlagen ist, sollte man meiner Meinung nach auch nicht wirklich Auto fahren, wer da nicht topfit ist, kann sonstwas verursachen.
Aber klar, mach lieber weiter dumpfes Framing als ob alle "jungen und gesunden" nur verwöhnte Leute wären, die gefühlt nur 10 Minuten Radweg zur Arbeit haben.
Es gibt auch alte Leute, die Rad fahren und junge Leute, die Auto fahren.

Wenn nicht jeder (dir nach) "ältere", der "zum Arbeitsplatz pendeln muss" auf ne eigene Karre bestehen würde, sondern seinen Hintern auch mal paar Meter zur nächsten Bushaltestelle oder Bahnhof schwingen würde, dann wären die Straßen auch nicht alle so verstopft im Berufsverkehr. Es ist immer nur "ich ich ich", nur ja keine Abstriche machen.

Sprit kann gerne über 5 Euro pro Liter kosten.

gernotM

schrieb am 27.8.2026 16.10 Uhr:
Der Bau dieses sinnlosen Ideologie-Projektes der grün/rot/roten Administration in Lübeck ist natürlich eine Katastrophe mit weitreichenden Folgen- auch für die Wirtschaft !
Als auch leidenschaftlicher Radfahrer benutze ich die neuen Teilstrecken aufmerksam...
Was ich schon lange vermute, bestätigt sich zunehmend:
Die rücksichtslosen Verhaltensweisen der
Radfahrer*Innen werden über kurz oder lang zu schweren Unfällen (auch mit Todesfolge!
führen !
Ich sehe schon die neuen Verkehrszeichen und Hinweistafeln auf dem Schnellweg :
BITTE HINTEREINANDER fahren !
BITTE KLINGELN vor dem Überholen !
HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT 20 KM/h
HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT 10 KM/h (KiTa/Schule/Altenheim)
KEIN HANDY beim Fahren
usw. usw.
Schauen wir mal....

Radfahrer

schrieb am 27.8.2026 19.43 Uhr:
@gernotM

Warum sollten Radfahrer 20 und sogar nur 10km/h fahren dürfen wenn Autofahrer an den gleichen Stellen 50km/h und 30km/h fahren dürfen?

Und das es mehr tödliche Unfälle geben soll, ist auch einfach an den Haaren herbeigezogen. Keine einzige Statistik belegt das.

petra

schrieb am 28.8.2026 9.09 Uhr:
Radfahrer–ich habe mal ebend gegoogelt
Fahrräder mit Elektromotor erfreuen sich wachsender Beliebtheit – doch mit der zunehmenden Nutzung der schnellen Bikes steigen auch die Unfallzahlen, insbesondere die Zahl tödlicher Unfälle mit Pedelecs. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind bereits erheblich mehr Menschen auf ihrem Pedelec ums Leben gekommen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Radfahrer

schrieb am 28.8.2026 10.44 Uhr:
@petra

Hast du auch mal recherchiert warum es da mehr tödliche Unfälle gibt?

Passieren diese Unfälle auf den Radschnellwegen? Oder eher in Kreuzungsbereichen wo Autofahrer mal wieder, ohne zu gucken, Rechts abgebogen sind oder die Vorfahrtsregeln missachtet haben (Hauptursache für Unfälle zwischen Auto und Fahrrad/Pedelecfahrern).

Das Unfälle mit Pedelecs da öfters tödlich enden, liegt vor allem am höheren Alter der Fahrer.