40 Jahre Aidshilfe Lübeck: Sophia Schiebe würdigt unverzichtbare Arbeit

Lübeck: Seit 1986 ist die Aidshilfe Lübeck eine unersetzliche Anlaufstelle für Aufklärung, Prävention und sexuelle Gesundheit in der Hansestadt. Zum 40-jährigen Jubiläum würdigt die Landtagsabgeordnete Sophia Schiebe in einer Mitteilung den Einsatz. Zugleich richtet sie einen klaren Appell an die Politik: Das wegweisende Modellprojekt „MOIN Checkpoint“ für anonyme Beratung und Tests müsse durch eine verlässliche Finanzierung dauerhaft gesichert und weiterentwickelt werden.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Sophia Schiebe im Wortlaut:

(„)
Die Aidshilfe Lübeck für sexuelle Gesundheit e. V. feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Seit 1986 ist sie eine zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Fragen und Sorgen rund um HIV, sexuell übertragbare Infektionen, Prävention und sexuelle Gesundheit. Die Lübecker Landtagsabgeordnete Sophia Schiebe gratuliert herzlich zum Jubiläum und würdigt die Arbeit der haupt- und ehrenamtlich Engagierten.

„40 Jahre Aidshilfe Lübeck stehen für Solidarität, fachliche Kompetenz und den Mut, dort hinzusehen, wo andere lange weggeschaut haben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten, begleiten und unterstützen Menschen in oft sehr persönlichen oder schwierigen Lebenssituationen und das vertraulich, diskriminierungssensibel und ohne erhobenen Zeigefinger. Dafür gebührt ihnen unser aller Dank und meine herzlichsten Glückwünsche zum Jubiläum“, erklärt Sophia Schiebe.

Die Arbeit der Aidshilfe hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten stetig weiterentwickelt. Neben der Begleitung von Menschen mit HIV und ihren Angehörigen gehören heute Präventionsarbeit, Bildungsangebote, Beratung nach sexualisierter Gewalt sowie Tests auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen zum Angebot. Damit leistet die Aidshilfe einen wichtigen Beitrag für eine offene, solidarische und gesundheitsbewusste Stadtgesellschaft.

Besonders wichtig sei dabei der MOIN‑Checkpoint in Lübeck, so Schiebe. Das gemeinsame Angebot der Aidshilfe Lübeck und des UKSH ermöglicht anonyme Beratung, Testung und bei Bedarf auch eine direkte medizinische Behandlung. Es schließt damit eine wesentliche Lücke in der gesundheitlichen Versorgung. Denn viele sexuell übertragbare Infektionen bleiben zunächst unbemerkt, können aber unbehandelt schwere gesundheitliche Folgen haben und weitergegeben werden.

„Sexuelle Gesundheit darf weder am Geldbeutel noch an Scham, Unsicherheit oder fehlenden Angeboten scheitern. Der MOIN‑Checkpoint zeigt, wie moderne, niedrigschwellige Gesundheitsversorgung funktionieren kann, mit Beratung, Testung und Behandlung aus einer Hand. Dieses erfolgreiche Modellprojekt muss dauerhaft abgesichert und weiterentwickelt werden“, fordert Sophia Schiebe.

Das Land Schleswig-Holstein unterstützt die Arbeit der Aidshilfen und den Bereich der Prävention bereits. Aus Sicht von Sophia Schiebe braucht es jedoch eine verlässliche, langfristige Finanzierung, damit der MOIN‑Checkpoint seine Öffnungszeiten ausweiten und noch mehr Menschen erreichen kann. „Wer Infektionen früh erkennt, ermöglicht schnelle Behandlung und verhindert weitere Ansteckungen. Das ist konkrete Gesundheitsvorsorge und diese muss für alle erreichbar sein.“

Zum 40-jährigen Jubiläum bedankt sich Sophia Schiebe bei allen Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Unterstützerinnen und Unterstützern der Aidshilfe Lübeck: „Ihr Einsatz macht Lübeck menschlicher, sicherer und solidarischer. Ich wünsche der Aidshilfe für die kommenden Jahre viel Kraft, Sichtbarkeit und die politische Unterstützung, die diese wichtige Arbeit verdient.“
(„)
Sophia Schiebe würdigt unverzichtbare Arbeit und fordert dauerhafte Absicherung des MOIN‑Checkpoints. Foto: Aidshilfe/Archiv
Sophia Schiebe würdigt unverzichtbare Arbeit und fordert dauerhafte Absicherung des MOIN‑Checkpoints. Foto: Aidshilfe/Archiv

Text-Nummer: 181501    Autor: Büro S. Schiebe/red.    vom 29.8.2026 12.23 Uhr