Petition zum Erhalt der Praxisklinik Travemünde gestartet
Lübeck - Travemünde: Die Praxisklinik Travemünde muss bestehen bleiben: Das fordert eine vom SPD-Ortsverein Kücknitz-Travemünde gestartete Petition an Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Dr. Kerstin von der Deken (CDU). In Arztpraxen, Apotheken, bei Physiotherapeuten und an vielen anderen Orten liegen der SPD zufolge Unterschriftenlisten aus.
Wir veröffentlichen die Mitteilung der SPD im Wortlaut:
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Die Praxisklinik in Travemünde ist seit mehr als 20 Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in Travemünde, Kücknitz und den umliegenden Gemeinden, schreibt der SPD-Ortsverein in einer Pressemitteilung. Gemeinsam mit den angeschlossenen fachärztlichen Praxen für Innere Medizin sowie Orthopädie und Chirurgie und der Schmerzklinik bietet sie eine medizinische Versorgung, die qualitativ hochwertig, leistungsfähig und eng auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort ausgerichtet ist. Besonders für Seniorinnen und Senioren seien kurze Wege und eine vertraute Umgebung wichtig.
Nun ist diese bewährte Versorgungsstruktur in Gefahr. Nach den von Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Dr. Kerstin von der Decken (CDU) angekündigten Planungen droht der Praxisklinik die Schließung, so der Ortsverein.
„Für die Menschen in Travemünde, Kücknitz und den umliegenden Gemeinden vor allem an der Lübecker Bucht wäre die Schließung ein schwerer Einschnitt“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die nächsten großen Kliniken liegen mindestens 20 Kilometer entfernt. „Besonders für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen bedeutet eine Verlagerung der medizinischen Versorgung in die Innenstadt von Lübeck längere Wege, einen erheblichen Zeitaufwand und zusätzliche organisatorische oder finanzielle Belastungen.“ Gleichzeitig wachse Travemünde weiter: Allein in der Neuen Teutendorfer Siedlung entstünden derzeit über 300 neue Wohneinheiten in unmittelbarer Nähe der Praxisklinik. Eine Schließung würde daher genau dort Versorgung abbauen, wo die Bevölkerung wächst.
Die Praxisklinik entlastet die großen Krankenhäuser. Sie übernimmt Akutbehandlungen, Operationen und stationäre Versorgung, die andernfalls zu einem erheblichen Teil von den bereits stark beanspruchten Notaufnahmen der großen Lübecker Krankenhäuser übernommen werden müssten. Das gelte umso mehr im Sommerhalbjahr, wenn Hunderttausende Urlauberinnen und Urlauber nach Travemünde kommen.
Auch für den Rettungsdienst ist die Praxisklinik von großer Bedeutung: Notfallpatientinnen und -patienten können dort schnell und wohnortnah behandelt werden. Insbesondere für ältere Menschen kann dies eine entscheidende Erleichterung sein und eine unnötige Fahrt quer durch Lübeck in eine überlastete zentrale Notaufnahme vermeiden.
Den drohenden Verlust der Praxisklinik will der Ortsverein verhindern. Er fordert die Ministerin von der Deken auf, bei der Umsetzung des Krankenhausreformgesetzes die dort vorgesehene Flexibilität zu nutzen und die Travemünder Praxisklinik zu erhalten.
Ziel dieses Reformgesetzes ist die Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen und zugleich wirtschaftlichen Gesundheitsversorgung. Genau dies ist bei der Praxisklinik gegeben. Die Geschäftsführerin der Sana-Klinik Lübeck, zu der die Travemünder Praxisklinik gehört, hat wiederholt die hohe Qualität und Leistungsfähigkeit des Verbundes aus Klinik und fachärztlichen Praxisgemeinschaften gelobt, zuletzt in einer Stellungnahme zu der Pressemitteilung von Ministerin von der Deken über die drohende Schließung.
Für eine Schließung gibt es auch keine schlüssigen wirtschaftlichen Gründe: Sie schreibt nach Auskunft der Ärzte in den angeschlossenen Facharztpraxen – auch wegen des Wegfalls der sonst üblichen Doppeluntersuchungen bei Einweisung eines Patienten in eine normale Klinik. „Wir kennen unsere Patienten aus der ambulanten fachärztlichen Praxis und können eine optimale Nachsorge nach der Entlassung aus der Klinik gewährleisten“, versicherten die orthopädischen Chirurgen Dr. med. Abdel Kader und Dr. med. Laif Casper.
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Die Petition ist auf der Seite www.change.org zu finden.
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Die Praxisklinik in Travemünde ist seit mehr als 20 Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in Travemünde, Kücknitz und den umliegenden Gemeinden, schreibt der SPD-Ortsverein in einer Pressemitteilung. Gemeinsam mit den angeschlossenen fachärztlichen Praxen für Innere Medizin sowie Orthopädie und Chirurgie und der Schmerzklinik bietet sie eine medizinische Versorgung, die qualitativ hochwertig, leistungsfähig und eng auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort ausgerichtet ist. Besonders für Seniorinnen und Senioren seien kurze Wege und eine vertraute Umgebung wichtig.
Nun ist diese bewährte Versorgungsstruktur in Gefahr. Nach den von Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Dr. Kerstin von der Decken (CDU) angekündigten Planungen droht der Praxisklinik die Schließung, so der Ortsverein.
„Für die Menschen in Travemünde, Kücknitz und den umliegenden Gemeinden vor allem an der Lübecker Bucht wäre die Schließung ein schwerer Einschnitt“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die nächsten großen Kliniken liegen mindestens 20 Kilometer entfernt. „Besonders für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen bedeutet eine Verlagerung der medizinischen Versorgung in die Innenstadt von Lübeck längere Wege, einen erheblichen Zeitaufwand und zusätzliche organisatorische oder finanzielle Belastungen.“ Gleichzeitig wachse Travemünde weiter: Allein in der Neuen Teutendorfer Siedlung entstünden derzeit über 300 neue Wohneinheiten in unmittelbarer Nähe der Praxisklinik. Eine Schließung würde daher genau dort Versorgung abbauen, wo die Bevölkerung wächst.
Die Praxisklinik entlastet die großen Krankenhäuser. Sie übernimmt Akutbehandlungen, Operationen und stationäre Versorgung, die andernfalls zu einem erheblichen Teil von den bereits stark beanspruchten Notaufnahmen der großen Lübecker Krankenhäuser übernommen werden müssten. Das gelte umso mehr im Sommerhalbjahr, wenn Hunderttausende Urlauberinnen und Urlauber nach Travemünde kommen.
Auch für den Rettungsdienst ist die Praxisklinik von großer Bedeutung: Notfallpatientinnen und -patienten können dort schnell und wohnortnah behandelt werden. Insbesondere für ältere Menschen kann dies eine entscheidende Erleichterung sein und eine unnötige Fahrt quer durch Lübeck in eine überlastete zentrale Notaufnahme vermeiden.
Den drohenden Verlust der Praxisklinik will der Ortsverein verhindern. Er fordert die Ministerin von der Deken auf, bei der Umsetzung des Krankenhausreformgesetzes die dort vorgesehene Flexibilität zu nutzen und die Travemünder Praxisklinik zu erhalten.
Ziel dieses Reformgesetzes ist die Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen und zugleich wirtschaftlichen Gesundheitsversorgung. Genau dies ist bei der Praxisklinik gegeben. Die Geschäftsführerin der Sana-Klinik Lübeck, zu der die Travemünder Praxisklinik gehört, hat wiederholt die hohe Qualität und Leistungsfähigkeit des Verbundes aus Klinik und fachärztlichen Praxisgemeinschaften gelobt, zuletzt in einer Stellungnahme zu der Pressemitteilung von Ministerin von der Deken über die drohende Schließung.
Für eine Schließung gibt es auch keine schlüssigen wirtschaftlichen Gründe: Sie schreibt nach Auskunft der Ärzte in den angeschlossenen Facharztpraxen – auch wegen des Wegfalls der sonst üblichen Doppeluntersuchungen bei Einweisung eines Patienten in eine normale Klinik. „Wir kennen unsere Patienten aus der ambulanten fachärztlichen Praxis und können eine optimale Nachsorge nach der Entlassung aus der Klinik gewährleisten“, versicherten die orthopädischen Chirurgen Dr. med. Abdel Kader und Dr. med. Laif Casper.
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Die Petition ist auf der Seite www.change.org zu finden.