Kasematten baufällig: Straße wird gesperrt
Lübeck - St. Lorenz Süd: Ältere Lübecker werden sich noch an die Hauptpost am Bahnhof erinnern. Die war unterirdisch an die Gleise angebunden, als Briefe und Pakete noch mit der Bahn transportiert wurden. Inzwischen sind Durchgänge baufällig, die Konrad-Adenauer-Straße muss deshalb gesperrt werden.
Die Konrad-Adenauer-Straße muss ab 2. September 2026 in einem Teilabschnitt für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Grund dafür sind Schäden an unterhalb der Fahrbahn liegenden Bauwerken, die von der Deutschen Bahn genutzt werden. Die direkte Durchfahrt hinter den Lindenarkaden in Richtung Hauptbahnhof ist damit vorübergehend nicht mehr möglich.
Der Hauptbahnhof bleibt weiterhin erreichbar. Die Zufahrt ist von der Fackenburger Allee über die Werner-Kock-Straße zur Straße Am Bahnhof möglich.
Unterhalb der Konrad-Adenauer-Straße befinden sich sogenannte Kasematten–Bauwerke, die früher unter anderem von der Bundespost genutzt wurden. Untersuchungen des Bauwerkszustands haben ergeben, dass Schäden an den Betonkonstruktionen und weiteren tragenden Bauteilen so weit fortgeschritten sind, dass die statischen Mindestanforderungen für eine weitere Befahrung des darüberliegenden Straßenabschnitts nicht mehr erfüllt werden. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, ist daher eine kurzfristige Sperrung für den Fahrzeugverkehr erforderlich.
Die Konrad-Adenauer-Straße wird hinter der Ausfahrt des Parkhauses gesperrt. Die Ausfahrt aus dem Parkhaus bleibt damit weiterhin möglich und erfolgt in Richtung Fackenburger Allee. Der Straßenabschnitt wird an dieser Stelle zur Sackgasse. Die Sperrung reicht bis zum Abschluss der bahnhofseitigen Gebäudefassade der Lindenarkaden.
Der Fußverkehr kann den Bereich weiterhin passieren. Im Bereich der Straßensperrung wird die Wegeführung aus Sicherheitsgründen auf die gegenüberliegende Straßenseite verlegt. Dort steht entlang des Gebäudes ein rund 1,50 Meter breiter Bereich für Fußgänger zur Verfügung.
Die Hansestadt Lübeck bereitet derzeit Maßnahmen zur Sicherung des betroffenen Straßenabschnitts vor. Die Umsetzung ist nach aktuellem Planungsstand für 2027 vorgesehen. Hierzu steht die Hansestadt Lübeck mit der Deutschen Bahn im Austausch. "Ziel ist es, möglichst schnell eine tragfähige Lösung für den betroffenen Bereich zu entwickeln und die Einschränkungen auf einen kurzen, notwendigen Zeitraum zu begrenzen", so die Stadtverwaltung.
Der Hauptbahnhof bleibt weiterhin erreichbar. Die Zufahrt ist von der Fackenburger Allee über die Werner-Kock-Straße zur Straße Am Bahnhof möglich.
Unterhalb der Konrad-Adenauer-Straße befinden sich sogenannte Kasematten–Bauwerke, die früher unter anderem von der Bundespost genutzt wurden. Untersuchungen des Bauwerkszustands haben ergeben, dass Schäden an den Betonkonstruktionen und weiteren tragenden Bauteilen so weit fortgeschritten sind, dass die statischen Mindestanforderungen für eine weitere Befahrung des darüberliegenden Straßenabschnitts nicht mehr erfüllt werden. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, ist daher eine kurzfristige Sperrung für den Fahrzeugverkehr erforderlich.
Die Konrad-Adenauer-Straße wird hinter der Ausfahrt des Parkhauses gesperrt. Die Ausfahrt aus dem Parkhaus bleibt damit weiterhin möglich und erfolgt in Richtung Fackenburger Allee. Der Straßenabschnitt wird an dieser Stelle zur Sackgasse. Die Sperrung reicht bis zum Abschluss der bahnhofseitigen Gebäudefassade der Lindenarkaden.
Der Fußverkehr kann den Bereich weiterhin passieren. Im Bereich der Straßensperrung wird die Wegeführung aus Sicherheitsgründen auf die gegenüberliegende Straßenseite verlegt. Dort steht entlang des Gebäudes ein rund 1,50 Meter breiter Bereich für Fußgänger zur Verfügung.
Die Hansestadt Lübeck bereitet derzeit Maßnahmen zur Sicherung des betroffenen Straßenabschnitts vor. Die Umsetzung ist nach aktuellem Planungsstand für 2027 vorgesehen. Hierzu steht die Hansestadt Lübeck mit der Deutschen Bahn im Austausch. "Ziel ist es, möglichst schnell eine tragfähige Lösung für den betroffenen Bereich zu entwickeln und die Einschränkungen auf einen kurzen, notwendigen Zeitraum zu begrenzen", so die Stadtverwaltung.
Kommentare zu diesem Text (10):
K.Lukai
schrieb am 31.8.2026 15.33 Uhr:
.... und wieder eine der unendlich, verrottete Lübecker Gebäude. Wahrscheinlich ists auch denkmalgeschützt, wie so ziemlich alles was verrottet und vergammelt, bis der Denkmalschutz der Stadt anfängt Geld reinzupumpen.
Warum man hier nicht den Besitzer zwingt seinen Grund und Boden in Ordnung zu halten darf man sich wohl fragen. Aber die Stadt selbst machts ja auch vor...
In 50 Jahren ist wohl alles in Lübeck denkmalgeschützt.... (...)
Hans
schrieb am 31.8.2026 17.00 Uhr:
"Ziel ist es, möglichst schnell eine tragfähige Lösung für den betroffenen Bereich zu entwickeln" - aha, also "tragfähig" soll die Lösung sein: schönes Wortspiel. Wie wäre es denn mit einer "runden Lösung" für den Mühlenteller und einer "Übergangslösung" für die Mühlentorbrücke, nachdem doch die Wartung der Eric-Warburg-Brücke so gut "geklappt" hat ? Dagegen sieht jeder Poetry-Slam alt aus...
Mende
schrieb am 31.8.2026 18.37 Uhr:
Die ab dem 2. September 2026 angeordnete Teil-/Vollsperrung eines zentralen Abschnitts der Konrad-Adenauer-Straße legt ein gravierendes Defizit in der langfristigen Infrastrukturplanung offen. Dass eine der wichtigsten Verkehrsachsen am Lübecker Hauptbahnhof aufgrund akuter Einsturzgefahr unterirdischer Hohlräume kurzfristig gesperrt werden muss, ist die direkte Folge eines jahrzehntelangen, dokumentierten Stillstands. Die Verantwortung hierfür tragen sowohl die Deutsche Bahn AG als auch die Hansestadt Lübeck.Die Chronologie der Versäumnisse reicht weit zurück: Bereits im November 1993 wurde die Hauptpost am Bahnhof stillgelegt. Nach dem Abriss des oberirdischen Postamtes im Jahr 2001 wurden die darunter liegenden Tunnelanlagen und Kasematten ungesichert im Untergrund belassen. Die Deutsche Bahn AG ist als Eigentümerin dieser Bauwerke rechtlich für deren baulichen Zustand und die Verkehrssicherheit verantwortlich. Dieser Pflicht zur Substanzhaltung ist das Unternehmen über drei Jahrzehnte hinweg offensichtlich nicht nachgekommen. Das Bauwerk wurde nach seiner Nutzung schlicht dem Verfall preisgegeben.Gleichzeitig greift die Argumentation zu kurz, die Schuld allein beim Bundeseigenen Konzern zu suchen. Die Hansestadt Lübeck trägt als Trägerin der Straßenbaulast die Verantwortung für die Sicherheit der darüberliegenden Verkehrsfläche. Die Verwaltung war nachweislich nicht ahnungslos. Spätestens mit den Planungen für ein Fahrradparkhaus im Jahr 2010 und konkreten statischen Warnungen im Jahr 2018 lagen die Fakten über den kritischen Zustand des Untergrunds im Rathaus auf dem Tisch.Statt eine zeitnahe, verbindliche Lösung zur Gefahrenabwehr durchzusetzen, ließen beide Parteien die Zeit verstreichen. Die Sanierung wurde über Jahre hinweg verschleppt und an zukünftige Großprojekte wie den Bahnausbau zur Fehmarnbeltquerung gekoppelt. Dieses gemeinsame Aussitzen rächt sich nun. Erst als das Gutachten vom August 2026 keine andere Wahl mehr ließ, wurde die Notbremse gezogen.Dass eine bauliche Lösung erst für das Jahr 2027 angekündigt ist und bis dahin eine monatelange Sperrung den Verkehrsfluss der Stadt massiv belastet, ist das Ergebnis eines bürokratischen Versagens auf beiden Seiten. Sowohl die Deutsche Bahn als auch die Stadtverwaltung haben das Problem über Generationen hinweg verschleppt – die Quittung dafür zahlen nun die Bürger, Pendler und der lokale Nahverkehr.
Boyd lice
schrieb am 31.8.2026 19.22 Uhr:
@mende:
Wichtige verkehrsachse?
Ein Stück Straße zwischen lindenarcaden und dem Gleisbereich wird gesperrt. Das haben sie vielleicht im Eifer übersehen.
Der Hinterausgang der Tiefgarage ist doch noch nicht mal eine Nebenstraße.
Also mal keine Aufregung.
Nennemann
schrieb am 31.8.2026 19.58 Uhr:
Es steht außer Frage, dass jeder Bürger seine eigenen Prioritäten setzt – und für manche scheint ein über 30-jähriger behördlicher Schlendrian bei der Infrastruktur zu vernachlässigen sein. Bei einer realistischen Betrachtung der Verkehrsströme greift die Einstufung dieses gesperrten Abschnitts als bloße „Nebenstraße“ oder „Tiefgaragen-Hinterausgang“ jedoch deutlich zu kurz.Der betroffene Bereich der Konrad-Adenauer-Straße mag geografisch kurz sein, erfüllt aber eine unverzichtbare Verteilerfunktion für das gesamte direkte Bahnhofsumfeld. Über dieses Teilstück läuft ein erheblicher Teil des täglichen Hol- und Bringeverkehrs („Kiss & Ride“) zum Hauptbahnhof, die gesamte rückwärtige Logistik für Taxis und Reisebusse sowie die Zufahrten zu den zentralen Parkhäusern der Lindenarkaden.Fällt diese Achse weg, verlagert sich dieser gesamte Such- und Ausweichverkehr zwangsläufig auf die ohnehin chronisch überlastete Fackenburger Allee und das bekannte Nadelöhr der Puppenbrücke. Eine Sperrung an dieser sensiblen Schnittstelle erzeugt eine verkehrliche Kettenreaktion, die den Verkehrsfluss rund um das Bahnhofsviertel spürbar belasten wird. Dass diese Sperrung nun über viele Monate hinweg in Kauf genommen werden muss, weil das Problem seit mehr als 3 Jahrzehnten von der Deutschen Bahn AG und der Hansestadt Lübeck verschleppt wurde, bleibt ungeachtet persönlicher Prioritäten ein Armutszeugnis für die Planungskultur der Verantwortlichen.
Rainer
schrieb am 31.8.2026 20.02 Uhr:
Das sieht ja auf dem Foto kaum anders aus wie auf dem "historischen", denkmalgeschützten Schlachthofgelände. Wenn die Postkasematten jetzt schon so lange Zeit planlos vor sich hingerottet sind und die Sanierung für Lübeck aus Geldmangel nicht zu packen sein sollte, dann war es das wohl auch mit dem groß angekündigten neu geplanten Fahrradparkhaus am Bahnhof. Alles anscheinend nur noch "Luftnummern". Was ist in dieser unserer Stadt eigentlich nicht kaputt? Langsam wird es peinlich...
falscher Hase
schrieb am 31.8.2026 20.49 Uhr:
Der eigentlich sehr sinnvolle Radweg entlang dieser jetzt gesperrten Straße ist übrigens seit über 10 Jahren gesperrt und nichts wurde seitdem von der Bahn oder HL daran gemacht. Jeder tut halt, was er kann...
Dirk Schulz
schrieb am 1.9.2026 9.39 Uhr:
Erstaunlich... als die Post damals dem Erdboden gleich gemacht wurde und die LindenArcaden gebaut worden, da hätte man sich gleich darum kümmern sollen... hat man aber nicht gemacht... wem gehörten die Bauten damals? hat sich die Post von klammheimlich des Problems entledigt und die Stadt hat nicht aufgepasst.... ??
Dann plante man ein Fahrradparkhaus, was zu teuer wurde und gestoppt wurde... auch damals passiert nix, der Radweg blieb jahrelang gesperrt... erst wenn es droht einzustürzen, dann bewegt man sich... solange hockt man lieber auf dem Geld oder plant Radschnellwege (was personalmäßig anscheinend immer funktioniert im Gegensatz zu einer Brückensanierung oder Straßensanierung...)
Wahrscheinlich stellt man dann schnell wieder fest, dass das Fahrradparkhaus nun billiger geworden ist.... Für Radverkehr ist das Personal ja da...
Armin Ginstervogel
schrieb am 1.9.2026 11.32 Uhr:
Deckel auf machen, abreißen den Bruch, Spundwand rein, zuschütten, Straße neu machen und fertig.
Was muss dafür jahrelang "geplant" werden?
Gero Markus, Lübeck
schrieb am 1.9.2026 15.22 Uhr:
@ Mende und Nennemann:
Diese paar Meter heruntergekommenes Sträßchen zwischen Lindenarkaden und Bahngleisen sind eine "wichtige Verkehrsverbindung"?
Ich bin mir nicht sicher, ob wir von derselben Straße schreiben. Das Holperkopfsteinpflastersträßchen mit ewigem Bauzaun aber Parkverbot für Fahrräder (warum eigentlich?) können Sie nicht meinen: selten mal habe ich dort einen Radfahrer gesehen, innerhalb der letzten 4 Jahre immerhin 2 Autos. Die "wichtige Verkehrsverbindung" ist die Straße, in der die Stadtbusse die Haltestelle "Lindenarkaden / Hbf" haben. Aber diese Straße ist von der Sperrung nicht betroffen.
Und was hat er weiter entfernte Lindenteller damit zu tun?
Welche Straße also meinen Sie?
geromarkus@hotmail.com