Schönböckener Straße wird zwei Wochen voll gesperrt
Lübeck - St. Lorenz Nord: Wegen eines geplanten Fernwärmeausbaus in der Ziegelstraße muss die Fahrbahn der Schönböckener Straße zwischen Fackenburger Allee und Hugo-Distler-Straße für zwei Wochen im Oktober 2026 saniert werden. Dabei kommt es zu Vollsperrungen – der Linienbusverkehr wird umgeleitet.

Der Fernwärmeausbau wird in der Ziegelstraße vom 1. Februar 2027 bis zum 31. August 2028 erfolgen. Das sind 18 Monate. In dieser Zeit soll die Schönböckener Straße als wichtige Umleitungs- und Ausweichstrecke dienen. Damit sie dem deutlich höheren Verkehr standhält, will die Stadtverwaltung die Asphaltdeckschicht auf rund 1.400 Metern zwischen Fackenburger Allee und Hugo-Distler-Straße erneuern.
Die Arbeiten sollen am 9. Oktober 2026 beginnen und bis zum 23. Oktober 2026 fertig sein. Drei Bauphasen sollen die Behinderungen begrenzen. Wegen der schmalen Fahrbahn ist eine zeitweise Vollsperrung der Schönböckener Straße unvermeidlich.
Im ersten Bauabschnitt können die Buslinien weder die Artlenburger Straße noch die Schönböckener Straße nutzen. Die Umleitung führt dann über Ziegelstraße, Padelügger Weg, Kieler Straße und Hofland.
Im zweiten Bauabschnitt ändert sich die Route: Busse aus und in Richtung Schönböckener Straße können die Artlenburger Straße nicht mehr befahren. Stattdessen geht es über Beethovenstraße und Ziegelstraße bis zum Ziegelteller.
Der Autoverkehr soll großräumig über Ziegelstraße und Padelügger Weg umgeleitet werden.
Der Zeitraum überschneidet sich mit Bauarbeiten der Deutschen Bahn vom 3. bis 19. Oktober 2026 zwischen Hamburg und Lübeck. Eine Sanierung in den Sommerferien war nicht möglich, weil in der Schönböckener Straße selbst schon Fernwärmearbeiten liefen. Die Strecke vom Bahnhof über Fackenburger Allee und An der Lohmühle zur Autobahnauffahrt Lübeck-Zentrum für den Schienenersatzverkehr bleibt von der Fahrbahnsanierung direkt unberührt.
Die Gesamtkosten der Maßnahme schätzt die Verwaltung auf rund 800.000 Euro brutto (740.000 Euro Baukosten plus Anpassungen an Ampeln und Kontaktschleifen sowie Laborprüfungen).
Die Vorlage liegt dem Bauausschuss am 7. September und dem Hauptausschuss am 8. September 2026 zur Beratung vor: www.luebeck.de.
Kommentare zu diesem Text (19):
Hein Stockel
schrieb am 1.9.2026 16.10 Uhr:
Lübeck macht dicht – der Bürger kann ja laufen!
Schon wieder Vollsperrung in Lübeck! Jetzt hat es die Schönböckener Straße erwischt. Langsam stellt sich wirklich die Frage: Ist das noch Verkehrsplanung – oder schon ein kommunales Machtspiel?
Offenbar lautet das neue Motto im Lübecker Rathaus:
„Wir haben die Macht – wir sperren, wo und wann wir wollen. Und der Bürger wird sich schon irgendwie arrangieren.“
Anwohner? Pech gehabt.
Autofahrer? Pech gehabt.
Gewerbetreibende? Pech gehabt.
Rettungswege und Verkehrschaos? Wird schon irgendwie gehen.
Und wer sich darüber beschwert, bekommt vermutlich den freundlichen Hinweis: Nehmen Sie doch das Fahrrad!
Damit wäre dann auch gleich das politische Wunschbild erfüllt: möglichst wenige Autos, möglichst viele Lastenräder und möglichst viel Geduld beim Bürger.
Nur eines scheint in Lübeck zunehmend vergessen zu werden:
Eine Stadt gehört nicht der Verwaltung. Sie gehört den Menschen, die dort leben, arbeiten und unterwegs sind.
Man kann eine Stadt nicht dauerhaft mit Absperrbaken, Umleitungen und Baustellenschildern „entwickeln“. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem aus Verkehrspolitik Verkehrsverhinderung wird.
Vielleicht sollte man im Rathaus einmal einen neuen Plan ausprobieren:
Erst denken – dann sperren.
Denn Lübeck braucht keine Politik nach dem Motto „Wir machen dicht“, sondern eine Verwaltung, die dafür sorgt, dass eine Stadt funktioniert.
Und wenn irgendwann wirklich niemand mehr weiß, wie man noch nach Lübeck hineinkommt, bleibt immerhin die kulturelle Erklärung:
Lübeck ist nicht krank – Lübeck wird zur „Toten Stadt“.
Korngold hat die passende Musik längst komponiert.
Die Verwaltung liefert derzeit offenbar die Inszenierung dazu. Und der Bürger?
Der darf applaudieren – am besten vom Fahrradweg aus.
J. Gerwien
schrieb am 1.9.2026 17.14 Uhr:
@Hein Stockel
also ich habe rausgelesen, dass die das jetzt in den Herbstferien machen, damit die Straße nicht kollabiert, wenn sie Umleitungsstrecke ist. Wäre Ihnen das lieber?
Das Sanieren der Straße geht übrigens nicht wochenlang immer nur von 1 bis 4 in der Nacht, wo Sie nirgends lang müssen. Spannendes Phänomen.
Ist jetzt mal blöd, aber die scheinen da ja auch Gas geben zu wollen. Also Augen zu und durch, bevor es monatelange Vollsperrungen bedeutet!
Barny
schrieb am 1.9.2026 17.28 Uhr:
Irgendwann hat die Verwaltung es geschafft, sämtliche Arbeitnehmer und Arbeitgeber geben auf wegen der unwürdigen Verkehrsplanung und überregulierung!
Was bleibt, sind diejenigen die nicht zur Arbeit fahren müssen und eben Politiker.
Letztendlich verslumt Lübeck, was scheinbar von der Politik und Verwaltung, sowie Bürgerschaft gewollt ist!
Macht ruhig weiter so, irgendwann kommt die Rechnung durch Insolvenz der Hansestadt Lübeck!
Da nützt es auch nichts, das Rentenalter anzuheben, es gibt schlicht keine Arbeit mehr, da die Arbeitgeber in andere Länder abwandern!
Dank der inkompetenten Politik in allen Bereichen!
Gela
schrieb am 1.9.2026 18.23 Uhr:
Kurze Frage:
Was ist mit den Zufahrten zu den Garagen und Stellplätzen der Anwohner? Denkt da auch mal jemand drüber nach?
Lübecker
schrieb am 1.9.2026 19.08 Uhr:
Die Schönböckener Straße passt doch zur Sperrung der Lohmühle...
Es sind ebnen alles "Experten" die sich die Baustellen und die damit verbundenen Sperrungen ausdenken, leider OHNE Rücksicht auf Gewerbetreibende, Bürger, Verkehr, Schüler usw. Die kommen schon irgendwie ans Ziel, sollen sich mal nicht so anstellen. Das ist das, was hier draußen empfunden wird, der Verwaltung völlig egal. Sperren Sie einmal die Verwaltung einen Monat in ihren Büros ein, das merken die nicht mal, die Verwalten sich selber zu Tode, so wie sie es mit der Stadt Lübeck vorhaben
Fahrradfahrer
schrieb am 1.9.2026 19.55 Uhr:
Man beschwert sich das die Brücken marode sind, und man beschwert sich das über jede Baustelle. Anscheinend wollen die Lübecker das die Straßen auf magischer Weise repariert werden.
Ich beschwere mich das die Radwegssituation nicht verbessert wird, wenn man schon dabei ist. Dieses ständige Spurenwechseln mit Ampeln dazwischen ist tierisch nervig. Und der Fahrradweg sehr marode.
Paulchen
schrieb am 1.9.2026 20.24 Uhr:
Die Rechnung bezahlt der Chef weil seine Mitarbeiter jeden Tag im Stau stehen, es soll so sein. Es ist alles ordentlich geplant in Lübeck, Brücken hoch und Straßen dicht. Vielleicht bleibt die noch arbeitende Bevölkerung einfach mal zu Hause und es gibt für die Zeit auch keine Knöllchen. (...)
Anwohner
schrieb am 1.9.2026 21.05 Uhr:
Ich wohne in der Schönböckener Straße. Es wäre super, wenn die Anwohner mal informiert worden wären im Vorfeld. Wie und Wo parken dann die Haushalte, wenn die Straße voll gesperrt wird? Bleiben die Zufahrten offen für die Anwohner?
Albert
schrieb am 1.9.2026 21.10 Uhr:
Ich habe DIESE Verwaltung nicht gewählt ..
Gero Markus, Lübeck
schrieb am 1.9.2026 21.11 Uhr:
Einige Kommentatoren hier wünschen mit Vehemenz, die die Grenze des unverschämten Tones überschreitet, dass keine Fahrwege gesperrt werden. Denn sie können dann nicht mehr mit dem Auto fahren. Alten Frauen wird sogar nachgesagt, dass sie nicht mal mehr zum Markt fahren können mit dem Auto.
Also lassen wir am besten alle Straßen so, wie sie sind, reparieren keine Fahrbahn und keine Brücke.
Vielleicht kommt es manchem ewiggestrigen Stänkerer hier dann in den Sinn, dass eine Brücke zusammenbricht und ins Wasser fällt und dass Fahrbahnen irgendwann mit Löchern und tiefen Spurrillen gepflastert sind? Manche Straße würde de facto unpassierbar - obwohl keine Baken aufgestellt sind -, weil die alten Rohre darunter brechen und Hohlräume einstürzen oder Wasser austritt.
Ganz vielleicht begreifen Sie beim Anblick mancher reparaturbedürftiger Fahrbahn, warum es gefährlich ist, viele Radwege zu benutzen, die in üblerem Zustand sind. Aber das nur am Rande.
Das jedenfalls wären die Alternativen, wenn man den Kommentatoren hier folgen würde, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit lauthals über die Baustellen zetern und diese sogar für Verschwörung der Verwaltung oder des Oberbürgermeisters ganz persönlich halten und den Untergang des Abendlandes herbeifaseln.
Was von Ihren Stammtischparolen zu halten ist, ziemt sich nicht, veröffentlich zu werden.
geromarkus@hotmail.com
Jobs für Experten
schrieb am 1.9.2026 21.57 Uhr:
Wer wirksam für eine bessere Verkehrsplanung mitwirken will, kann sich ja bei der Stadt bewerben. Sind einige Stellen in dem Bereich ausgeschrieben. Hier z.B. https://stadtluebeckjobs.de/Ingenieurin-Strassenplanung-de-j3581.html
Anwohner
schrieb am 2.9.2026 0.08 Uhr:
Was einige Kommentatoren hier von sich geben ist wirklich nur lächerlich. Das sind sicher auch die, die am lautesten schreien, wenn die Fahrbahnen in einem mieserabelen Zustand sind und denen es nicht schnell genug geht mit der Planung und Umsetzung der Sanierung. Dass dafür Sperrungen unvermeidbar sind, sollte einem der gesunde Menschenverstand sagen. Wäre aber aber schon geiler, den Anwohnern vor der Veröffentlichung eines solchen Artikels zu informierten was die Pläne bei dieser Vollsperrung sind. Als Pendler ist diese Information nicht ganz unwichtig und muss auch geplant werden und nicht erst drei Tage vor Baubeginn. Immerhin haben die Planer auch Wochen, wenn nicht sogar Monate Zeit.
Asphaltflüsterer
schrieb am 2.9.2026 9.23 Uhr:
Werden die Straßen saniert meckert ihr. Werden Straßen nicht saniert meckert ihr auch. Und Schuld hat immer die Politik, wer auch sonst. Macht ihr doch mal deren Job. Deutschland geht nur den Bach runter weil ständig alle am Jammern sind. Macht doch Vorschläge wie Sanierung besser klappen könnte. Ach, wisst ihr auch nicht? Komisch? Ihr klingt wie die aktuellen Oppositionsparteien. Meckern aber es nicht besser wissen/können. Armes Deutschland.
Oliver
schrieb am 2.9.2026 9.30 Uhr:
Statt zu meckern und mal wieder zu flennen, dass "DER ARME ARBEITER UND GEWERBETREIBENDE" sooooo drunter leidet, wäre es mal konstruktiv mal selber Lösungen zu liefern, aber das können die Nörgler ja nicht, stattdessen sollen alle Straßen auf magische Weise quasi ohne Baustelle einfach mit einem Fingerschnippen plötzlich saniert und vor allem auch alles mögliche was anfallen kann wie Glasfaser, Fernwärme und Co. mit ausgebaut sein.
Viele vergessen auch, dass mit der Zeit bei jeder Straßensperrung auch an anderen Stellen auch Sperrungen aufgehoben werden, weil dort die Sanierungen vorbei sind und tun dann so als ob die komplette Stadt zum Erliegen kommt weil "alles gesperrt ist".
Und dann ist eh immer die Verwaltung schuld, wie können sie es nur wagen eine Straße vorbereiten zu wollen, damit diese als Umleitung dienen kann, wenn die eigentliche Baustelle später eine andere Strecke sperren muss? Lasst doch dann alle über eine Schlaglochpiste donnern, das "ARME ARBEITENDE UND GEGÄNGELTE VOLK" will es ja so...
Ihr seid echt alle so verwöhnt und macht aus allem eine Ich-Show, überall soll alles gemacht werden aber JA NICHT MEINE STRASSEN SPERREN!!!11111 GRRRRRR
Jean Pierre Hintze
schrieb am 2.9.2026 10.19 Uhr:
Es geht nicht um die Notwendigkeit, Infrastruktur zu sanieren - sondern um die damit verbundene Kommunikation, das WIE und das WARUM. So ist es bspw. in Bayern üblich, die Anwohner durch Veranstaltungen, Flyer, Websites über Maßnahmen zu informieren, diese in Planungen einzubeziehen und Sperrungen nur dort durchzuführen, wo es nicht anderes geht und nur solange, wie für praktische Arbeiten notwendig ist.
In Lübeck ist es hingegen üblich, ohne die Anwohner zu informieren, langfristig und sehr weitläufig zu sperren - selbst wenn an diesen Abschnitten tagelang nicht gearbeitet wird. Es ist übrigens nicht so, dass Lübecker Verkehrsplaner die Ausführung von Bauplanungen nicht organisieren könnten - die Vernachlässigung von Interessen und Bedürfnissen der steuerzahlenden Bürger scheint ideologisch gewollt.
jp@hintze.es
Normal
schrieb am 2.9.2026 12.58 Uhr:
@Oliver Es geht den Betroffenen um das brennende Thema Baudauer und Information. In China wird i.d.R. im Viertel der deutschen Bauzeit gearbeitet. Dafür solider aufgrund extremerer Witterungsverhältnisse und qualitativ wesentlich langlebiger. Absperrungen und Klohäuschen hinstellen um nach 4 Wochen lustlos die ersten Erdbewegungen durchzuführen führt dort zu hohen Bestrafungen. (...) Wir haben als Steuerzahler ein Anrecht auf sinnvoll genutzte Ressourcen kraft unseres Werteeinsatzes. China liefert Mannschaft, Material und Werkzeug zuverlässig. Eine Ausschreibung über den Tellerrand eine schnellere und günstigere Option mit besserer Qualität.
Geranie1962
schrieb am 2.9.2026 13.00 Uhr:
Ich wohne seit 30 Jahren in der Schönböckener Straße am Anfang zur Fackenburger Allee. Unsere Straße wurde 2017 von Grund auf saniert, weil sie danach für alle Baustellen im Umkreis, Bahnhofsbrücke, Ziegelstraße, Bauen am Bahnhof, Bauen in der Schönböckener Straße, Fernwärmeausbau etc als Umleitung herhalten mußte. Seit der Zeit hatten wir mehr als regen Verkehr von Schwerlastern mit Bauschutt, insbesondere der Abschnitt von der Artlenburger Straße Richtung Hugo-Distler-Straße wurde wegen der Fernwärme aufgerissen und nur stümperhaft geflickt. Nun steht nicht nur wieder eine Sanierung an, sondern es wird auch noch ab 2027 wieder eine Umleitung durch unsere Straße geben, weil in der Ziegelstraße Fernwärme verlegt wird. Das ist wirklich der Gipfel!
Karl Käfer
schrieb am 2.9.2026 13.14 Uhr:
@Barny
(Da nützt es auch nichts, das Rentenalter anzuheben, es gibt schlicht keine Arbeit mehr, da die Arbeitgeber in andere Länder abwandern!)
Aber man kann dann die Renten *kürzen*, da ja die festgelegte "Lebens- Regelarbeitszeit" nicht erreicht wird. Was meinen Sie, " spart " man da ein!?
Fahrradfahrer
schrieb am 2.9.2026 13.20 Uhr:
@Jean Pierre Hintze
Ist schon spannend sich zu beschweren das man nicht informiert wird, in einen Nachrichtenartikel wo man genau dazu informiert wird.