Biedermann und die Brandstifter am Theater Lübeck
Lübeck - Innenstadt: Max Frischs Klassiker »Biedermann und die Brandstifter« hat am 12. September um 19.30 Uhr Premiere am Theater Lübeck. Die Inszenierung von Cilli Drexel im Großen Haus lädt zum Nachdenken über Verantwortung und Zivilcourage ein.
Lübeck, 2. September 2026. Mit seinem »Lehrstück ohne Lehre« von 1958 zeigt der Schweizer Autor Max Frisch mit scharfem Humor und zeitloser Aktualität die Wehrlosigkeit gegenüber öffentlich ausgesprochenen bösen Absichten. Ab dem 12. September ist »Biedermann und die Brandstifter« in der Regie von Cilli Drexel auf der Bühne im Großen Haus des Theaters Lübeck zu sehen.
Gottlieb Biedermann ist empört. Die unbekannten Feuerteufel, die immer wieder Häuser in der Stadt anzünden und Angst und Schrecken verbreiten, sollten seiner Meinung nach aufgehängt werden. An seinem Stammtisch haut der wohlhabende Fabrikant deshalb kräftig auf den Tisch. Doch Biedermann ist kein Unmensch. Er lässt die Herren Schmitz und Eisenring in sein Haus, trotz deren offensichtlicher Fachkenntnisse über Benzin, Zündkapseln und Zündschnur. Auch den erstaunlichen Zufall, dass die letzten Arbeitsstellen der beiden abgebrannt sind, ignoriert er. Er will nichts unterstellen. Selbst als ein Chor von Feuerwehrleuten warnt, es stinke nach Benzin, will Biedermann nicht hören. In seiner politischen Parabel, die Frisch sarkastisch als »Lehrstück ohne Lehre« bezeichnete, entlarvt der Autor nicht das verborgene Böse. Vielmehr zeigt er die biedermännische Wehrlosigkeit gegen zwei Brandstifter, die ihre Absichten keineswegs verbergen. Denn sie wissen: Die beste Tarnung ist die blanke und nackte Wahrheit.
Zuletzt wurde »Biedermann und die Brandstifter« 1993 am Theater Lübeck aufgeführt. Ein Jahr später brannte die Synagoge und 1996 das Heim für Asylbewerber in der Hafenstraße. Die Inszenierung wirft die Frage auf, was geschieht, wenn heute Brandstifter um die Häuser ziehen, und ob alle zu Biedermann werden.
Die Inszenierung verantwortet Cilli Drexel. Bühne: Christian Mrosek, Kostüme: Marleen Johow, Musik: Mo Sommer, Licht: Sebastian Marx, Video: Lorenzo Zürn, Dramaturgie: Cornelia von Schwerin. Es spielen Astrid Färber, Michael Fuchs, Anna-Lena Hitzfeld, Susanne Höhne, Antonia Sophie Schirmeister und Will Workman. Im Chor wirken Hilli Eichenberg, Peter Eichenberg, Astrid Franck, Stefanie Kleinlein-Jensch, Kathrin Maetzel und Eberhard von Manteuffel mit.
Premiere ist am 12. September um 19.30 Uhr im Großen Haus. Weitere Termine: 20. September um 18 Uhr, 3. Oktober um 19.30 Uhr, 8. Oktober um 19.30 Uhr, 23. Oktober um 19.30 Uhr, 31. Oktober um 19.30 Uhr, 15. November um 16 Uhr, 3. Dezember um 19.30 Uhr, 15. Januar um 19.30 Uhr, 24. Januar um 18 Uhr, 7. Februar um 18 Uhr und 20. Februar um 19.30 Uhr, jeweils im Großen Haus.
Karten gibt es an der Theaterkasse unter 0451/399600, online unter theaterluebeck.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Gottlieb Biedermann ist empört. Die unbekannten Feuerteufel, die immer wieder Häuser in der Stadt anzünden und Angst und Schrecken verbreiten, sollten seiner Meinung nach aufgehängt werden. An seinem Stammtisch haut der wohlhabende Fabrikant deshalb kräftig auf den Tisch. Doch Biedermann ist kein Unmensch. Er lässt die Herren Schmitz und Eisenring in sein Haus, trotz deren offensichtlicher Fachkenntnisse über Benzin, Zündkapseln und Zündschnur. Auch den erstaunlichen Zufall, dass die letzten Arbeitsstellen der beiden abgebrannt sind, ignoriert er. Er will nichts unterstellen. Selbst als ein Chor von Feuerwehrleuten warnt, es stinke nach Benzin, will Biedermann nicht hören. In seiner politischen Parabel, die Frisch sarkastisch als »Lehrstück ohne Lehre« bezeichnete, entlarvt der Autor nicht das verborgene Böse. Vielmehr zeigt er die biedermännische Wehrlosigkeit gegen zwei Brandstifter, die ihre Absichten keineswegs verbergen. Denn sie wissen: Die beste Tarnung ist die blanke und nackte Wahrheit.
Zuletzt wurde »Biedermann und die Brandstifter« 1993 am Theater Lübeck aufgeführt. Ein Jahr später brannte die Synagoge und 1996 das Heim für Asylbewerber in der Hafenstraße. Die Inszenierung wirft die Frage auf, was geschieht, wenn heute Brandstifter um die Häuser ziehen, und ob alle zu Biedermann werden.
Die Inszenierung verantwortet Cilli Drexel. Bühne: Christian Mrosek, Kostüme: Marleen Johow, Musik: Mo Sommer, Licht: Sebastian Marx, Video: Lorenzo Zürn, Dramaturgie: Cornelia von Schwerin. Es spielen Astrid Färber, Michael Fuchs, Anna-Lena Hitzfeld, Susanne Höhne, Antonia Sophie Schirmeister und Will Workman. Im Chor wirken Hilli Eichenberg, Peter Eichenberg, Astrid Franck, Stefanie Kleinlein-Jensch, Kathrin Maetzel und Eberhard von Manteuffel mit.
Premiere ist am 12. September um 19.30 Uhr im Großen Haus. Weitere Termine: 20. September um 18 Uhr, 3. Oktober um 19.30 Uhr, 8. Oktober um 19.30 Uhr, 23. Oktober um 19.30 Uhr, 31. Oktober um 19.30 Uhr, 15. November um 16 Uhr, 3. Dezember um 19.30 Uhr, 15. Januar um 19.30 Uhr, 24. Januar um 18 Uhr, 7. Februar um 18 Uhr und 20. Februar um 19.30 Uhr, jeweils im Großen Haus.
Karten gibt es an der Theaterkasse unter 0451/399600, online unter theaterluebeck.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.