Gebühren für den Winterdienst steigen um 92,3 Prozent
Lübeck: Am kommenden Donnerstag entscheidet der Werkausschuss der Entsorgungsbetriebe über eine neue Gebührensatzung für die Straßenreinigung. Sie wird alle zwei Jahre angepasst. Besonders beim Winterdienst sollen die Gebühren ab 1. Januar stark ansteigen. Im gewichteten Mittel sind es 92,3 Prozent.
Grund sind die strengen Winter der vergangenen Jahre. Die Gebühr berücksichtigt die Kosten der vergangenen fünf Jahre. So gab es in den Jahren 2019 nur 13 Winterdiensteinsätze, im Jahr 2020 waren es elf. Seitdem war die geringste Einsatzzahl 23 im Jahr 2022. In den Folgejahren waren es 49, 45 und 47. Dadurch steigen insbesondere die Kosten für Fremdleistungen und Rufbereitschaft. In den Jahren 2023 und 2024 ist eine Unterdeckung von 1,8 Millionen Euro aufgelaufen, die in den kommenden Jahren mitfinanziert werden muss.
Die Gebühren für die Straßenreinigung sollen dagegen nur um 3,9 Prozent steigen. Der Grund ist hauptsächlich die Tarifsteigerung bei den Löhnen. Aber auch viele Fahrzeuge müssen ersetzt werden.
Besonders betroffen ist der städtische Haushalt. Er übernimmt 25,3 Prozent der Kosten für die Straßenreinigung und 28,6 Prozent der Kosten für den Winterdienst. Dazu kommt die vollständige Kostenübernahme, zum Beispiel für Radwege.
Die vollständige Vorlage mit den geplanten Satzungen ist unter www.luebeck.de veröffentlicht.
Abfallgebühren
Die Abfallgebühren steigen in Lübeck um rund 7,8 Prozent. Neben der allgemeinen Inflation fällt hier besonders die Tarifsteigerung bei den Mitarbeitern ins Gewicht. Die Kosten für eine 120‑Liter-Tonne steigen von 22,98 Euro pro Monat auf 24,42 Euro. Die vollständige Vorlage mit der geplanten Gebührensatzung ist unter www.luebeck.de/ veröffentlicht.
Die Gebühren für die Straßenreinigung sollen dagegen nur um 3,9 Prozent steigen. Der Grund ist hauptsächlich die Tarifsteigerung bei den Löhnen. Aber auch viele Fahrzeuge müssen ersetzt werden.
Besonders betroffen ist der städtische Haushalt. Er übernimmt 25,3 Prozent der Kosten für die Straßenreinigung und 28,6 Prozent der Kosten für den Winterdienst. Dazu kommt die vollständige Kostenübernahme, zum Beispiel für Radwege.
Die vollständige Vorlage mit den geplanten Satzungen ist unter www.luebeck.de veröffentlicht.
Abfallgebühren
Die Abfallgebühren steigen in Lübeck um rund 7,8 Prozent. Neben der allgemeinen Inflation fällt hier besonders die Tarifsteigerung bei den Mitarbeitern ins Gewicht. Die Kosten für eine 120‑Liter-Tonne steigen von 22,98 Euro pro Monat auf 24,42 Euro. Die vollständige Vorlage mit der geplanten Gebührensatzung ist unter www.luebeck.de/ veröffentlicht.
Kommentare zu diesem Text (13):
Klaus Hinrich Rohlf
schrieb am 3.9.2026 11.55 Uhr:
Die steigenden Gebühren sind für die Bürgerinnen und Bürger natürlich keine erfreuliche Nachricht. Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Abfallgebühren.
Die Kosten für eine 120-Liter-Restmülltonne steigen von 22,98 auf 24,42 Euro im Monat. Das sind 1,44 Euro mehr im Monat beziehungsweise 17,28 Euro im Jahr. Gleichzeitig muss man sehen: Die EBL kalkulieren hier nicht einfach nach Belieben, sondern müssen die tatsächlichen Kosten berücksichtigen.
Für uns als CDU ist aber entscheidend: Gebührenerhöhungen dürfen kein Automatismus sein. Wir müssen auch darüber sprechen, wie die EBL ihre Leistungen wirtschaftlicher und effizienter erbringen können. Gerade bei einem angespannten städtischen Haushalt muss jede Möglichkeit genutzt werden, Kostensteigerungen zu begrenzen.
Die Bürger erwarten zu Recht nicht nur eine Erklärung, warum Gebühren steigen, sondern auch die Antwort auf die Frage: Wo können wir Kosten vermeiden und Einsparpotenziale nutzen?
Thomas
schrieb am 3.9.2026 13.51 Uhr:
langsam frage ich mich : wofür zahle ich Steuern wenn später alles nochmal extra berechnet wird ?
Oliver
schrieb am 3.9.2026 14.06 Uhr:
@Klaus Hinrich Rohlf:
"Für uns als CDU (...)
Die Bürger erwarten zu Recht nicht nur eine Erklärung, warum Gebühren steigen, sondern auch die Antwort auf die Frage: Wo können wir Kosten vermeiden und Einsparpotenziale nutzen?"
Nichts erwarten, was die eigene Partei in der Regierung nicht mal von sich aus tut.
Ludwig
schrieb am 3.9.2026 15.05 Uhr:
Wie man sparen kann? Verbietet Gewerkschaften mit ihren jährlichen Pauschalforderungen nach mehr Geld. Dann kann auch alles andere auf einem entsprechenden Preisniveau bleiben.
Dirk Diggler
schrieb am 3.9.2026 17.30 Uhr:
"...Grund sind die strengen Winter der vergangenen Jahre."
Ah ja, wenn ich mich recht erinnere waren die Winter der letzten Jahre (bis auf den vergangenen) eigentlich recht mild.🤔 Irgend eine Begründung muss man ja vorschieben.
Hans
schrieb am 3.9.2026 17.40 Uhr:
Die Erhöhung der Müllgebühren ist völlig OK - die Mitarbeiter machen einen super Job, da sind Tarifsteigerungen mehr als angebracht. Aber - was ist denn mit dem Winterdienst ? Wo waren denn "die strengen Winter der vergangenen Jahre" ? (...)
Susi21
schrieb am 3.9.2026 18.48 Uhr:
Ja nee, ist klar, bei den monatelangen, arktischen Winter, die wir haben, muss das natürlich kurfürstlich entlohnt werden. *Ironie aus
Tanja
schrieb am 3.9.2026 19.25 Uhr:
Und die Wohnnebenkosten, sie steigen Jahr um Jahr, ohne Hemmungen. Lübeck wird bald die erste Stadt sein in der die Wohnnebenkosten die Kaltmiete überschreiten. 👏
Im chinesischen heißt es: Das Huhn töten, um an die Eier zu kommen.
Hans
schrieb am 3.9.2026 19.37 Uhr:
Ich hoffe doch, es handelt sich nicht um den „Winterdienst“, der, wenn man ihn im Winter dringend benötigt, immer streikt?
Andi
schrieb am 3.9.2026 19.53 Uhr:
War völlig klar das mal wieder alles erhöht wird.Es war ein normaler Winter. Ein Traum der Hinweis der CDU das hier effizient geschaut werden muss. Wissen Sie, wenn Sie sich genauso mal eingesetzt hätten, nachdem wir unsere neuen Grundsteuerbescheide bekommen haben. Das wäre mal etwas gewesen.
andre klar
schrieb am 3.9.2026 20.52 Uhr:
Wäre im Artikel auch noch die einzig fehlende Zahl der Wintereinsätze für 2021 angegeben worden (> 23 ist die einzige Info zu diesem Jahr), hätte man die Steigerung der Wintereinsätze und damit die riesige Preiserhöhung selbst nachrechnen können. Wird wohl Absicht sein, damit man selbst die Preiserhöhungen nicht nachprüfen kann !
Otto Schneider
schrieb am 3.9.2026 21.53 Uhr:
Diese rechtlich fragwürdige Art von Gebühren-Erhöhung hat sich Lübeck bzw. EBL bereits mehrfach geleistet...
Im Grunde bedeutet es,
dass viele Menschen,
die in Lübeck neu dazugezogen sind (Studierende, Azubis, junge Familien, Senior:innen z.B.),
die Kosten derer mittragen,
die die letzten Jahre zu wenig bezahlt haben.
Das kann rechtlich nicht in Ordnung sein!
Zudem kann man nicht klar und deutlich erkennen,
wie es zu der über 92%igen Erhöhung komme.
Da wäre eine höhere Transparenz schon gefragt.
So kann man nur hoffen,
dass die Politiker:innen dieses in der Bürgerschaft-Sitzung bei Herrn Lindenau als Verwaltungs-Chef,
auch für die städtische EBL,
genaustens erfragen.
Danke!
Wettergott
schrieb am 4.9.2026 10.54 Uhr:
@ Ludwig: Top Vorschlag ! :-)
Was die strengen Winter betrifft.....
Die Winter in Lübeck von 2023 bis 2025 fielen insgesamt sehr mild und vergleichsweise schneearm aus, wobei der Winter 2024/25 mit Werten von rund 2,4 °C über dem langjährigen Klimamittel besonders mild und trocken temperiert war. [1] (www.ndr.de...)