Zweitägiger Warnstreik bei Lübecks Bussen
Lübeck: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) ruft die rund 1.800 Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs in Schleswig-Holstein am Dienstag und Mittwoch zu einem zweitägigen Warnstreik auf. Betroffen ist auch die Stadtwerke Lübeck Mobil. Die LVG hat einen eigenen Tarifvertrag und fährt trotz des Warnstreiks.
"Nachdem die zweite Verhandlungsrunde am Donnerstag nur mit einem inakzeptablen Angebot der Arbeitgeberseite geendet ist, hat die Tarifkommission der Gewerkschaft einstimmig beschlossen, die Verhandlungen als nicht zielführend zu bewerten und mit Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen", teilt ver.di mit.
„Die beiden Verhandlungsrunden haben bei der Tarifkommission den Eindruck hinterlassen, dass es ohne Druck zu keinem nennenswerten Verhandlungsfortschritt kommen wird. Deshalb halten wir Warnstreiks für den einzigen Weg, um zu verhindern, dass die Verhandlungen zu einer Endlosschleife werden. Den Eindruck, dass dies von den Arbeitgebern offenbar so gewollt ist, können wir dabei nicht von der Hand weisen“, so Sascha Bähring, Verhandlungsführer für den ÖPNV bei ver.di Nord.
Die Warnstreiks beginnen in der kommenden Woche am Dienstag, den 8. September 2026, und enden am Mittwoch, den 9. September 2026.
Betroffen sind die öffentlichen Busunternehmen in Kiel (KVG), Lübeck (Stadtverkehr Lübeck), Flensburg (Aktivbus) und Neumünster (SWN). Die Linien der LVG und der anderen Busunternehmen aus dem Umland fahren wie gewohnt. Ob auch die Priwallfähre betroffen ist, hat die Gewerkschaft noch nicht mitgeteilt.
In der Regel beginnen die Warnstreiks mit dem Betriebsbeginn und enden am letzten Warnstreiktag mit dem Betriebsende. Individuell kann es regional zu Abweichungen kommen.
Für beide Tarifbereiche fordert ver.di eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent für alle Beschäftigten, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Für die ver.di Mitglieder wünscht sich die Gewerkschaft eine ver.di-Vorteilsregelung in Höhe von 650 Euro jährlich für die Mitglieder der Gewerkschaft.
„Die beiden Verhandlungsrunden haben bei der Tarifkommission den Eindruck hinterlassen, dass es ohne Druck zu keinem nennenswerten Verhandlungsfortschritt kommen wird. Deshalb halten wir Warnstreiks für den einzigen Weg, um zu verhindern, dass die Verhandlungen zu einer Endlosschleife werden. Den Eindruck, dass dies von den Arbeitgebern offenbar so gewollt ist, können wir dabei nicht von der Hand weisen“, so Sascha Bähring, Verhandlungsführer für den ÖPNV bei ver.di Nord.
Die Warnstreiks beginnen in der kommenden Woche am Dienstag, den 8. September 2026, und enden am Mittwoch, den 9. September 2026.
Betroffen sind die öffentlichen Busunternehmen in Kiel (KVG), Lübeck (Stadtverkehr Lübeck), Flensburg (Aktivbus) und Neumünster (SWN). Die Linien der LVG und der anderen Busunternehmen aus dem Umland fahren wie gewohnt. Ob auch die Priwallfähre betroffen ist, hat die Gewerkschaft noch nicht mitgeteilt.
In der Regel beginnen die Warnstreiks mit dem Betriebsbeginn und enden am letzten Warnstreiktag mit dem Betriebsende. Individuell kann es regional zu Abweichungen kommen.
Für beide Tarifbereiche fordert ver.di eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent für alle Beschäftigten, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Für die ver.di Mitglieder wünscht sich die Gewerkschaft eine ver.di-Vorteilsregelung in Höhe von 650 Euro jährlich für die Mitglieder der Gewerkschaft.
Kommentare zu diesem Text (43):
Gerd
schrieb am 3.9.2026 15.22 Uhr:
Habt ihr nicht bald die Schauze voll von VER.di und deren machenschaften?
J. Gerwien
schrieb am 3.9.2026 15.26 Uhr:
Es war doch klar, dass verdi jetzt wieder nach ziemlich abgehobenen Forderungen die Streikkeule rausholt. Im Manteltarifvertrag gab es grad vor ca. einem halben Jahr diverse Zugeständnisse nach Einigung und nun kommt wieder die alte Leier. Hauptsache Stunk machen. Und oh Wunder: eine jährliche Zulage nur für Gewerkschaftsmitglieder wird gefordert, was die Arbeitgeber als nicht mit dem Gleichheitsgrundsatz vereinbar ablehnen.
Braucht man bei verdi schon solche Forderungen, damit die Leute nicht weglaufen von diesem Blockadeladen?
Übrigens dürfte die Verkehrsbetriebe auch dieses Mal wieder der Streik nicht sonderlich jucken. Eingesparte Löhne, eingesparte km-Kosten der Fahrzeuge - finanziell nicht das Verkehrteste dort. Und den Zorn der Bevölkerung dann auch auf verdi umleiten, so muss das. Denn bei den Forderungen jetzt nicht nachgeben und dann in ein paar Monaten heimlich still und leise doch viel weniger akzeptieren, das haben wir nun ja schon einige Male erlebt. Vielleicht deshalb in den Forderungen ja auch dieser Versuch, für eine Mitgliedschaft in dem Verein zu werben.
Omnibus
schrieb am 3.9.2026 15.28 Uhr:
Da wird wieder eine Machtdemonstration der Gewerkschaft auf dem Rücken des Kleinen Mannes ausgetragen. Kann jemand diesen Leuten mal erklären, dass "Verhandeln" bedeutet, dass sich beide Seiten aufeinander zubewegen. Im Moment haben wir doch die Situation, dass die Gewerkschaft eine Forderung aufgestellt hat. Die Arbeitgeber haben ein Angebot unterbreitet. Die Gewerkschaft bleibt bei ihrer ursprünglichen Forderung. Die Arbeitgeber haben ein neues Angebot unterbreitet. Die Gewerkschaft bleibt immer noch bei ihrer ursprünglichen Forderung. Was muss man zu sich nehmen, um in dieser Situation zu behaupten, "dass es ohne Druck zu keinem nennenswerten Verhandlungsfortschritt kommen wird"?
Wenn ich das richtig verfolgt habe, haben die Arbeitgeber jetzt zum zweiten Mal ein Angebot vorgelegt. Und die
Hans
schrieb am 3.9.2026 15.34 Uhr:
Betrifft mich nicht. Bin nur zu Fuß / mit dem Rad unterwegs.
J. Gerwien
schrieb am 3.9.2026 15.46 Uhr:
@Hans:
schön für Sie
Gerda
schrieb am 3.9.2026 16.25 Uhr:
@Gerd
Doch, haben wir. Aber es fragt ja keiner die Mehrheit.
Peter K.
schrieb am 3.9.2026 16.40 Uhr:
Verdi ärgert wieder aus Egoismus die Bevölkerung.
Malea
schrieb am 3.9.2026 17.00 Uhr:
Langsam nervt das 🙄
Is egal
schrieb am 3.9.2026 17.11 Uhr:
Ihr alle, die ihr meckert:
Ihr habt die grundlegende Funktion von Arbeitnehmerrechten und Gewerkschaften nicht verstanden.
Recherchiert dazu und meldet euch dann gerne wieder.
Joris
schrieb am 3.9.2026 17.21 Uhr:
Schon wieder Streik: Zweiklassen-Gesellschaft auf Steuerzahlerkosten
Kaum ist der Tinte unter dem Manteltarifvertrag getrocknet, rollt die nächste Streikwelle durch Lübeck und SH. Die Maske ist ab: Wer 6,5 Prozent für nur 12 Monate und zusätzlich eine exklusive 650-Euro-„Vorteilsregelung“ nur für ver.di-Mitglieder fordert, betreibt keine verhältnismäßige Tarifpolitik mehr, sondern Klientelpolitik auf dem Rücken der Bürger.
Das System ist völlig entgleist:
Der Bürger zahlt doppelt: Über steigende Ticketpreise im SH-Tarif und höhere kommunale Abgaben finanzieren Fahrgäste und Steuerzahler nun sogar Prämien, mit denen ver.di neue Mitglieder anlocken will.
Weg mit der Bruttofalle!
Solange ver.di und die Politik stur an der Brutto-Schraube drehen, dreht sich das Hamsterrad für Bürger und Beschäftigte unvermindert weiter. Die Lösung für den Nahverkehr liegt nicht in der nächsten 6,5-Prozent-Forderung, die sofort wieder von der kalten Progression und den auf 42,3 % kletternden Sozialabgaben aufgefressen wird.
Was wir brauchen, ist eine fundamentale Kehrtwende in der Tarif- und Finanzpolitik:
Mehr Netto statt künstliches Brutto: Die Politik muss die exorbitante Abgabenlast auf Arbeit endlich senken. Nur so kommt bei den Fahrern echte Kaufkraft an, ohne dass Fahrpreise steigen oder die Grundsteuer erhöht werden muss.
Schluss mit dem ver.di-Automatismus: Die Kopplung der Gewerkschaftsbeiträge an das Brutto (1 %) schafft einen Fehlanreiz: ver.di profitiert finanziell von jeder Inflationierung der Löhne, während das Risiko komplett auf den Steuerzahler abgewälzt wird.
Gezielte Investition statt Spirale: Öffentliche Mittel gehören in Taktverdichtung, Infrastruktur und bezahlbare Tarife – nicht in den dauerhaften Ausgleich einer selbstgeschaffenen Lohn-Steuer-Spirale.
Echte Wertschätzung für das Fahrpersonal entsteht durch mehr Netto vom Brutto – nicht durch Dauerstreiks, die am Ende nur den Staatssäckel und die Kassen der Gewerkschaft füllen, während der Bürger die Zeche zahlt.
Heidrun D.
schrieb am 3.9.2026 17.30 Uhr:
Mein Verständnis für den Streik ist aufgebraucht!!!
Verdi stellt viel zu hohe Forderungen. Die Preisspirale wird dadurch nur befeuert.
Haltet den Ball mal flach und werdet bescheidener!
Christian Kuhlmey-Becker
schrieb am 3.9.2026 17.40 Uhr:
Denkt bitte beim Schimpfen über die 650,00€ Extraforderung für die Gewerkschafter:innen, dass diese auch für die Nicht-Gewerkschaftsmitglieder die Kastanien aus dem Feuer holen!
Lübecker
schrieb am 3.9.2026 17.47 Uhr:
Eine Mitgliederbonus finde ich jetzt nicht so schlimm, wenn man bedenkt, dass die AG nicht verpflichtet sind den Tarifvertrag auf die ganze Belegschaft auszurollen, sondern nur auf die Mitglieder der Gewerkschaft mit denen der Vertrag geschlossen wurde. Wenn man böse ist könnte man ja sagen, dass die nicht Mitglieder nur Trittbrettfahrer sind. Das es ausgerollt wird ist guter Wille aus Tradition, aber keine Pflicht, es kann ja auch jeder für sich verhandeln, ich glaube nicht, dass das als sonderlich fair empfunden würde, was dann als Gehalt rauskommt.
Hans-Georg Kloetzen
schrieb am 3.9.2026 18.03 Uhr:
Ein Streik ist nur dann sinnvoll, wenn es jemanden ärgert. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
JohnnyFritz
schrieb am 3.9.2026 18.05 Uhr:
Na, klar, ver.di ist schuld.
Die guten Arbeitgeber, die selbstlos Urlaubs-Zusatztage einbringen Lohnsteigerungen usw.. Immer alles allenfalls am Verhandlungstisch, wenn nicht vorher schon, ohne ver.di, freiwillig gegeben. Keine Ahnung wozu Streiks sinnvoll sein könnten oder sollten.
michael
schrieb am 3.9.2026 18.26 Uhr:
(...) Bin schon lange aus dem verdi-Clan raus. Denen geht es nur um sich selbst.
Und zu den Bussen: Haben vor gut 2 Jahren das Jahresticket meiner Frau gegen einen Zweitwagen getauscht. Direkt nach solchen Streiktagen. Beste Wahl!
Uwe Zöllner
schrieb am 3.9.2026 18.52 Uhr:
Lange Rede kurzer Sinn die Gewerkschaften müssen alle (...) werden sind die größten (...).
Tobias Möller
schrieb am 3.9.2026 18.57 Uhr:
Mir egal.
Ich habe in der Schule aufgepasst, habe in der Ausbildung aufgepasst, gehe arbeiten und kann mit deswegen ein eigenes Auto leisten.
Nich egal
schrieb am 3.9.2026 19.00 Uhr:
@ Is egal
Ja schon. Aber es hat nichts mit „grundlegende Funktion von Arbeitnehmerrechten und Gewerkschaften“ zu tun, wenn Verdi völlig überzogene und wirtschaftlich nicht vertretbare Forderungen aufstellt und diese ohne jegliche Kompromissbereitschaft mir Streiks durchdrücken will. Streikrecht ist wichtig, das heißt aber nicht, dass Verdi es einseitig instrumentalisieren darf.
Mischa
schrieb am 3.9.2026 19.00 Uhr:
Ich wünsche den Busfahrer:innen viel Erfolg bei ihrem Arbeitskampf!
Ich stehe solidarisch an eurer Seite!
Mehr gibt es, zumindest aus Arbeitnehmersicht, nicht dazu zu sagen.
J. Gerwien
schrieb am 3.9.2026 19.05 Uhr:
@Lübecker:
bei dem hier zu verhandelnden Tarifvertrag ist es eben ausgeschlossen, den Gewerkschaftsmitgliedern Extra-Zahlungen zukommen zu lassen. Was in der freien Wirtschaft geht, ist hier seit Jahren explizit ausgeschlossen - und verdi fordert es trotzdem. So viel zu vernünftigen Forderungen von Seiten der Gewerkschaft.
Markus
schrieb am 3.9.2026 19.08 Uhr:
Schreibt Eure Kommentare an diese Mailadresse, damit es bei den Verursachern ankommt.
info@verdi.de
Lübeckerin
schrieb am 3.9.2026 19.09 Uhr:
@Lübecker
Ich finde einen „Mitgliederbonus“ nicht nur schlimm sondern auch verlogen und heuchlerisch. Sind es nicht gerade die Gewerkschaften, die immer wieder gleiches Geld für gleiche Arbeit fordern? Egal aus welchem Grund (Geschlecht, Alter, Behinderung, …) jemand in seinem ganz spezifischen Beruf weniger Leistung bringt, die Gewerkschaften fordern gleichen Lohn. Nur wenn es um die eigenen Interessen geht, dann ist ein Sympathiebonus scheinbar in Ordnung. Geht moralisch gar nicht
VolleUnterstützung
schrieb am 3.9.2026 19.19 Uhr:
Jede und jeder hat das Recht in Unternehmen zu arbeiten mit Tarifverträgen. Desweiteren haben Manteltarifvertrag und Entgelttarifvertrag nichts miteinander zu tun. Im übrigen gab's nach dem Manteltarifvertrag Abschluss ein HALBES Jahr überhaupt nichts. Zu den älteren möchte ich noch sagen viele konnten sich ein Haus leisten die Jungen nicht.
Klauser
schrieb am 3.9.2026 19.23 Uhr:
Könnt Ihr bitte mehrere Monate streiken, dann parkt Ihr die Busse wenigstens nicht auf dem Lindenplatz jeden Morgen, um Eure Kumpels vorzulassen, und das Verkehrschaos wäre kleiner am Lindenteller . . . ; )
650,- Euro extra nur für Mitglieder würde bedeuten, der Arbeitgeber zahlt die Gewerkschaftsbeiträge, netter Versuch . . .
Wären dann fast 10% Gehaltserhöhung? Na klar, kein Problem. Dann gehen bald alle zu Fuß. Mittlerweile sind die Gewerkschaften auch Preistreiber.
Hans
schrieb am 3.9.2026 20.00 Uhr:
Ver.di: Habt Ihr nicht aus der VW Krise gelernt?
Es ist einfach nur abstoßend, was hier passiert.
Dies ist ein weiteres erschreckendes Beispiel, was in diesem Land durch Gewerkschaften falsch läuft. Solche völlig überzogenen Forderungen ruinieren Unternehmen, die nicht sämtliche Preissteigerungen an ihre Kunden weitergeben können.
Den Arbeitgebern drücke ich ganz fest die Daumen, dass sie sich nicht einschüchtern lassen und vor allem an gleichen Löhnen für gute Arbeit festhalten.
Markus
schrieb am 3.9.2026 20.11 Uhr:
Deutschlandticket heute gekündigt. Hat aber noch mehr Gründe.
Hein Stockel
schrieb am 3.9.2026 20.27 Uhr:
(...)
Wer sich einmal genauer anschaut, wer an der Spitze der großen Gewerkschaften steht und welche politischen Verbindungen bestehen, muss sich über manche Forderungen nicht mehr wundern.
(...)
Was mich allerdings zunehmend ärgert, ist die völlig aus der Zeit gefallene Forderungspolitik: mehr Geld, mehr Sonderleistungen, mehr Ansprüche – möglichst sofort und möglichst auf Kosten anderer.
Und jetzt wird es besonders interessant: Sonderboni sollen teilweise ausschließlich Gewerkschaftsmitgliedern zugutekommen.
Das hat mit Solidarität nur noch wenig zu tun. Es klingt eher nach dem Prinzip:
„Tritt schnell ein, kassiere den Bonus – und finanziere mit deinem Mitgliedsbeitrag anschließend die Gewerkschaftsfunktionäre und ihre politische Interessenvertretung.“
Man kann Gewerkschaften wichtig finden. Arbeitnehmer brauchen eine starke Stimme. Aber eine Gewerkschaft sollte nicht zum politischen Selbstbedienungsladen werden.
Deutschland steht vor gewaltigen Herausforderungen: schwache Wirtschaft, hohe Energiekosten, Bürokratie, Fachkräftemangel und eine zunehmende Belastung von Arbeitnehmern und Unternehmen.
Und was hört man von den Gewerkschaftsspitzen?
Forderungen, Forderungen, Forderungen.
Vielleicht wäre es langsam an der Zeit, auch einmal über Verantwortung, Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunft der Arbeitsplätze zu sprechen.
Denn eines sollte auch bei Gewerkschaften angekommen sein:
Man kann nicht dauerhaft mehr verteilen, als vorher erwirtschaftet wurde.
Wer das ignoriert, kämpft am Ende nicht für die Arbeitnehmer – sondern gefährdet genau deren Arbeitsplätze.
Ja – das lässt sich als zusätzlicher, sehr pointierter Absatz einbauen. Ich würde es politisch scharf formulieren, aber nicht pauschal gegen das Streikrecht richten:
Und dann wäre da noch das Thema Streik auf dem Rücken derjenigen, die sich nicht wehren können.
Wenn Busfahrer streiken, trifft es eben nicht nur den Arbeitgeber. Es trifft vor allem Schüler, ältere Menschen, Berufspendler und all jene, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.
Das Streikrecht ist ein hohes Gut. Aber einen Streik so zu führen, dass am Ende vor allem die Schwächsten und Abhängigen im Alltag die Rechnung bezahlen, finde ich schäbig.
Wer Solidarität einfordert, sollte auch selbst solidarisch handeln.
Immer nur den Druck auf andere zu erhöhen, ist keine soziale Politik. Es ist Interessenpolitik auf Kosten derjenigen, die keine Alternative haben.
Vielleicht sollten sich manche Gewerkschaftsfunktionäre daran erinnern, für wen sie eigentlich kämpfen wollen – und wen sie mit ihren Aktionen tatsächlich treffen.
Berufspendler
schrieb am 3.9.2026 20.55 Uhr:
Erst im März nach den Winterstreiks würde sich geeinigt. Und es hieß das weitere Streiks vom Tisch sind. Es wurden u.a. steigende tarifliche Sonderzahlungen vereinbart. Ich glaube da stand sogar was davon, dass weitere Streiks für 2 Jahre ausgeschlossen sind. Und jetzt wieder Streik? Ist mehr als nervig und stößt auf kein Fall auf mein Verständnis. Ich weiß, das Busfahrer schon immer eigentlich recht gut verdient haben, aber bald sollte man ein Studium dafür absolvieren damit das gerechtfertigt ist. Wir bekommen auch nicht mehr, alles wird teuer bald dann auch noch das Busfahren und das trifft viel mehr Menschen. Das senkt die Kaufkraft und lässt die Inflation steigen. Also freuen wir uns schon auf viele weitere Streiks, eine späte Einigung und ein baldigen erneuten Versuch von Verdi das Entgelt noch weiter zu erhöhen. Allen die Versuchen mit teuren Taxis zu fahren, alle die verzweifelt versuchen sich einen Scooter zu leihen, die auf Rad steigen oder lange Arbeitswege zu Fuss absolvieren mein Beileid. Es sollte ein Recht auf Beförderung geben!
andre klar
schrieb am 3.9.2026 21.27 Uhr:
Bitte an die Busunternehmen:
Hart bleiben bis zum Ende, für jeden Streiktag das bisherige Angebot um 0,1% reduzieren, für unangekündigte Streiktage um 0,3 %.
Moni
schrieb am 3.9.2026 22.50 Uhr:
Natürlich wieder ausgerechnet ein Facharzttermin am 9.9. Es nervt schon.
Wilfried Link
schrieb am 4.9.2026 0.38 Uhr:
Mich würde mal interessieren, wer von den Gewerkschaftsfeinden, die hier kommentieren Arbeiter ist. Wer sitzt täglich 8 Stunden hinter dem Steuer eines Linienbus und arbeitet sich durch die mehr als unübersichtliche Streckenführung im Lübecker Stadtgebiet. Das sind die Busfahrer, die nach der Schicht beim Einkauf merken, das die galoppierende Inflation ihnen wieder etliche Prozente ihres Lohns weggefressen hat. (...)
Verdi ... nein Danke!
schrieb am 4.9.2026 2.46 Uhr:
Der zweite Streik innerhalb eines Jahres. Aber bei Verdi wundert einen mal so garnichts mehr. Ausser negativer Propaganda können die halt nichts, um irgendwie im Gespräch zu bleiben.
Und dann wieder diese pseudo Rechtfertigungen der Busfahrer und Busfahrerinnen hier in den Kommentaren ....
Selig ist, wer nicht auf die Öffis angewiesen ist und diesen Mist nicht jedes Jahr auf's Neue ertragen muss^^
Lübecker Bürger
schrieb am 4.9.2026 7.40 Uhr:
Also ich finde auch das es keinen Sinn macht die Bevölkerung drunter leiden zu lassen indem man streikt und die Busse nicht fahren. Da müssen die sich mal was anderes überlegen, da jedes Jahr das gleiche Drama ist. In welchem Job bekommt man gefühlt so eine Steigerung, alleine die 650,-Euro, da können manche Arbeiter in anderen Bereichen nur von träumen. Und jetzt nicht mit dem Spruch kommen "alles wird ja teurer", ja das trifft ja auf alle zu und irgendwann ist genug meiner Meinung nach.
Sylvia Zastrow
schrieb am 4.9.2026 8.31 Uhr:
Diese ständigen Streiks ,gefühlt 2x im Jahr ,kommt wohl auch hin ! Wann ist es denn genug ? Eine Zumutung ,für alle Bürger ! Manchmal muss man eben mit dem Leben , was zur Verfügung steht !
Pouglas Dearce
schrieb am 4.9.2026 8.31 Uhr:
@Omnibus
Du hast geschrieben: "Da wird wieder eine Machtdemonstration der Gewerkschaft auf dem Rücken des Kleinen Mannes ausgetragen."
Das ist Unsinn. Verdi setzt sich für die Rechte und Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein und vrhandelt mit Arbeitgebern über bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne und faire Arbeitszeiten.
In diesem Fall für Busfahrer. Und Busfahrer dürften ebenso wie viele andere Berufsgruppen zu der Gruppe gehören, die sie "den kleinen Mann" nennen.
Meine Solidarität liegt bei den Busfahrern.
Viel Erfolg!
Mike Neumann
schrieb am 4.9.2026 8.52 Uhr:
Joris hat recht.
PCQ
schrieb am 4.9.2026 9.14 Uhr:
Das das Streikrecht ein wichtiges gut ist, ist klar - es sollte aber nicht beliebig häufig von den Gewerkschaften für Machtspiele ausgenutzt werden.
Der ÖPNV ist KEIN Luxusgut, er hat auch eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber.
Der Schaden, den Verdi erzeugt, entsteht in erster Linie nicht bei den ÖPNV-Betrieben sondern bei denjenigen, die nichts dafür können, aber auf den ÖPNV angewiesen sind: den Pendlern, Schüler und Älteren Menschen, die mit den Bus zum Arzt fahren.
Das muss auch anders gehen.
Karl
schrieb am 4.9.2026 10.28 Uhr:
Busfahrer ist halt ein richtig beschissener Job.
Kai
schrieb am 4.9.2026 12.25 Uhr:
Die Leute dürfen doch nicht streiken, wenn es andere stört!
Koop
schrieb am 4.9.2026 13.19 Uhr:
Was soll das schon wieder?
dann werden die Buspreise erhöht,
die man sich kaum noch leisten Kann.
Warum nicht so wie es die LVG vor gibt, die streiken nicht.
Volles Verständnis
schrieb am 4.9.2026 15.45 Uhr:
@Koop weil die LVG das Ergebnis meist 1 zu 1 übernimmt.
Wieso dürfen Busfahrer nicht streiken und andere Berufsgruppen ja?
Busfahrer streiken nicht jedes Jahr wie manche hier Behauptungen.
Thorsten G.
schrieb am 4.9.2026 17.15 Uhr:
Ich habe nochmal einen Kurzurlaub auf dem Priwall gebucht. Nochmal Durchatmen
bevor die dunkle Jahreszeit beginnt. Erst heute am 4.9.2026 habe ich nur eine
Kurze Mitteilung seitens des Vermieters bekommen das die Autofähre wegen Streik
ausfällt. Alternative Route Anreise locker 60 km Umweg !!! Stornierung oder Umbuchung
ohne erhebliche Kosten kurzfristig nicht möglich. Damit entfallen wohl auch, bei
den Spritpreisen, die geplanten Kurztrips entlang der Bäderstrasse.Da fängt der Urlaub ja schon ganz toll an!! Schon das zweite Mal das die Stadt Lübeck sehr
unangenehm auffällt. Werde in Zukunft in der Urlaubsplanung die Region Lübeck,Travemünde und Priwall nicht mehr berücksichtigen und auch keinem mehr raten dazu.
Vielen Dank für nix :(